Brandenburg

Internationale FuI-Kooperationen

Brandenburg ist wie Deutschland insgesamt den Einflüssen der Globalisierung unterworfen. Ziel der Politik ist es, diesen Prozess aktiv zu gestalten und die in ihm liegenden Chancen zu nutzen. In diesem Prozess sind Hochschulen und Forschungseinrichtungen als „Agenten des Wandels“ selbst zentrale Akteure.

Sie fördern die Internationalisierung, indem sie die Bedingungen für die Erhöhung der internationalen Mobilität von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern verbessern sowie den Aufbau von internationalen Kooperationen fördern.

Ziel ist die verstärkte Teilnahme an den EU-Forschungsprogrammen. Um die EU-Beratungsexpertise zu stärken und die Erfolgsquoten bei der Einwerbung von EU-Drittmitteln, insbesondere aus dem Rahmenprogramm für Forschung und Innovation Horizont Europa, dauerhaft zu erhöhen, haben die Brandenburger Hochschulen in enger Kooperation mit den außeruniversitären Forschungseinrichtungen ein von der Landesregierung unterstütztes gemeinsames EU-Kompetenznetz (EUK) gegründet und damit ihre EU-Kompetenz strategisch weiter ausgebaut.

Folgende Beispiele stehen für globale Forschungsaktivitäten von Brandenburger Einrichtungen in multinationaler Verantwortung. Mit Unterzeichnung der Vereinbarung zum Bau von 4MOST hat das Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP) die Konsortialführung über die Installation des 4-Meter Multi-Object Spectroscopic Telescope am Paranal-Observatorium der Europäische Südsternwarte (ESO) im Norden Chiles übernommen. Zum Konsortium gehören 15 verschiedene Institute aus Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Schweden, der Schweiz, Australien und den Niederlanden mit rund 330 beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, Ingenieurinnen und Ingenieuren.

Die Universität Potsdam (UNIP) arbeitet im Programm European Digital UniverCity (EDUC) mit fünf Partnerhochschulen, darunter die Universitäten Paris Nanterre und Rennes, zusammen. Bis 2025 entsteht mit EDUC eine universitäre Gemeinschaft, die sich auf die Schwerpunkte Mehrsprachigkeit, Inklusion, Interdisziplinarität und digitale Technologien stützt und ihre Studierenden auf die gesellschaftlichen Herausforderungen der Zukunft vorbereitet.

Das Helmholtz-Zentrum Potsdam Deutsches GeoForschungsZentrum (GFZ) betreibt als nationales Forschungszentrum für Geowissenschaften gemeinsam mit der Raumfahrtorganisation NASA und unter Beteiligung des MPI für Gravitationsphysik (Albert-Einstein-Institut, AEI) die Satellitennachfolgemission GRACE Follow-On.

Das AEI arbeitet federführend an der Testmission des ersten satellitengestützten Gravitationswellendetektors Laser Interferometer Space Antenna (LISA), einem internationalen Kooperationsvorhaben im Weltraum; das AEI ist Mitglied in der LIGO Scientific Collaboration (LSC) und arbeitet im Observatorium LIGO (Laser Interferometer Gravitational-Wave Observatory) mit.

Das Deutsche Elektronen-Synchrotron (DESY) arbeitet erfolgreich beim Cherenkov Telescope Array (CTA) in der bodengebundenen Gamma-Astronomie. Die Entscheidung, das wissenschaftliche Zentrum – das sogenannte Science Data Management Centre (SDMC) – und auch den Sitz eines wissenschaftlichen Direktors des CTA in Zeuthen anzusiedeln, unterstreicht die internationale Bedeutung von DESY in der Astroteilchenphysik.

Das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) trägt als Teil der Earth League, eines Zusammenschlusses international führender Institute aus der Klimaforschung, wesentlich zur Erarbeitung von Wissensgrundlagen zu den drängendsten Zukunftsthemen für nationale und internationale Entscheidungsträger bei.

Das Collegium Polonicum in Słubice als gemeinsame Einrichtung der Adam-Mickiewicz-Universität in Poznań und der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) soll zu einer internationalen Fakultät weiterentwickelt werden.

1,82
Prozent
Anteil der Ausgaben für FuE am BIP 2019
Weitere Indikatoren im Online-Angebot Länder in Zahlen
0,78
Prozent
Anteil der Ausgaben für FuE am BIP im Staatssektor 2019
Weitere Indikatoren im Online-Angebot Länder in Zahlen
0,39
Prozent
Anteil der Ausgaben für FuE am BIP im Hochschulsektor 2019
Weitere Indikatoren im Online-Angebot Länder in Zahlen
0,65
Prozent
Anteil der Ausgaben für FuE am BIP im Wirtschaftssektor 2019
Weitere Indikatoren im Online-Angebot Länder in Zahlen
367
Promotionen im Jahr 2020
Weitere Indikatoren im Online-Angebot Länder in Zahlen
120
Patentanmeldungen je 1 Mio. Einwohner im Jahr 2020
Weitere Indikatoren im Online-Angebot Länder in Zahlen
3,5
Prozent
Gründungsrate in den FuE-intensiven Industrien 2018–2020
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5,0
Prozent
Gründungsrate in den wissensintensiven Dienstleistungen 2018–2020
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31.062
Euro
Bruttoinlandsprodukt je Einwohner 2021
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