Brandenburg

Wissenschaftssystem

Brandenburg verfügt über eine erfolgreiche Forschungslandschaft, die durch wissenschaftliche Qualität, Vielfalt, Leistungsstärke und internationale Sichtbarkeit seiner Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen gekennzeichnet ist.

Die Einrichtungen kooperieren mit über 84 gemeinsamen Berufungen erfolgreich mit den vier Universitäten und vier Fachhochschulen (TH Brandenburg, Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde HNEE, FH Potsdam und TH Wildau) des Landes. Die Universität Potsdam (UNIP) hat ihre besonderen Stärken in den Natur- und Kognitionswissenschaften und vertiefte durch die Eröffnung des Europäischen Zentrums Jüdischer Gelehrsamkeit im August 2021 ihr Profil im Fach Jüdische Theologie. Die Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg (BTUCS) hat sich im Rahmen der gegenwärtigen Struktur- und Entwicklungsplanung auf die strategischen Forschungsfelder Smart Regions and Heritage, Energy Efficiency and Sustainability, Biotechnology for Environment and Health sowie Cognitive and Dependable Cyber-Physical Systems ausgerichtet. Die Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) (EUV) stellt u. a. die in Bewegung geratenen europäischen Grenzen und Ordnungen sowie die Europäische Digitale Gesellschaft in den Mittelpunkt von Forschung und Lehre. Zentrales Forschungsthema der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF (FBKW) ist der Umgang mit dem Medium Film im digitalen Zeitalter.

Die Medizinische Hochschule Brandenburg Theodor Fontane (MHB) als staatlich anerkannte Universität legt ihren Fokus auf die Medizin, Psychologie und Gesundheit des Alterns mit dem Schwerpunkt Versorgungsforschung, während die Health and Medical University Potsdam (HMU) als weitere staatlich anerkannte Universität ein interdisziplinäres Forschungskonzept mit einer integrativen Perspektive auf die Themenfelder Gesundheit und Medizin verfolgt. Der Gesundheitscampus Brandenburg als landesweites Netzwerk trägt zur Stärkung der medizinischen und gesundheitswissenschaftlichen Forschung in Brandenburg bei.

Zudem existieren zwei landesinterne Fachhochschulen (für Polizei und Finanzen) und sechs weitere staatlich anerkannte private Hochschulen.

In den vergangenen Jahren wurde in Brandenburg das Postdoc Network Brandenburg aufgebaut und eine Spitzenförderung für herausragende promovierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler etabliert. Überdies wurde der Dialogprozess „Gute Arbeit in der Wissenschaft“ gestartet, in dem das Wissenschaftsministerium mit Vertreterinnen und Vertretern der Arbeitnehmenden und der Hochschulleitungen u. a. über die Etablierung von unbefristeten Stellen im akademischen Mittelbau diskutiert.

Das Land Brandenburg gestaltet und fördert die mit der Digitalisierung einhergehenden Veränderungen in Forschung, Studium, Lehre und Verwaltung an seinen wissenschaftlichen Einrichtungen. Wichtige Impulse dafür geben die gemeinsame Digitalisierungsagenda des Landes und der Hochschulen sowie die Digitalisierungsagenda des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur. Außerdem werden strategische Eckpunkte für das Zukunftsfeld Künstliche Intelligenz erarbeitet, die als zentrale Bestandteile in eine Landesstrategie KI einfließen sollen.

Von zentraler Bedeutung für ein Gelingen des Strukturwandels in der vom Kohleausstieg betroffenen Lausitz ist die Attraktivität und Leistungsfähigkeit der dortigen Wissenschaftseinrichtungen. Sie sind der Schlüssel für Innovationen, lösen entscheidende ökonomische und demografische Effekte aus und dienen dem gesellschaftlichen Zusammenhalt. Der Ausbau der Hochschul- und Forschungsstandorte genießt daher bei der Gestaltung des Strukturwandels höchste Priorität.

In diesem Rahmen soll das Innovationszentrum Universitätsmedizin Cottbus (IUC) aufgebaut werden. Hierzu wird an der BTUCS eine medizinische Fakultät gegründet und das städtische Carl-Thiem-Klinikum Cottbus zu einem Universitätsklinikum und digitalen Leitkrankenhaus ausgebaut. Das wissenschaftliche Profil des IUC orientiert sich an den beiden komplementären Schwerpunkten Gesundheitssystemforschung und Digitalisierung des Gesundheitswesens. Damit werden bundesweit einmalige Voraussetzungen geschaffen, um Versorgungsinnovationen unter Alltagsbedingungen zu erproben und zu implementieren.

1,82
Prozent
Anteil der Ausgaben für FuE am BIP 2019
Weitere Indikatoren im Online-Angebot Länder in Zahlen
0,78
Prozent
Anteil der Ausgaben für FuE am BIP im Staatssektor 2019
Weitere Indikatoren im Online-Angebot Länder in Zahlen
0,39
Prozent
Anteil der Ausgaben für FuE am BIP im Hochschulsektor 2019
Weitere Indikatoren im Online-Angebot Länder in Zahlen
0,65
Prozent
Anteil der Ausgaben für FuE am BIP im Wirtschaftssektor 2019
Weitere Indikatoren im Online-Angebot Länder in Zahlen
367
Promotionen im Jahr 2020
Weitere Indikatoren im Online-Angebot Länder in Zahlen
120
Patentanmeldungen je 1 Mio. Einwohner im Jahr 2020
Weitere Indikatoren im Online-Angebot Länder in Zahlen
3,5
Prozent
Gründungsrate in den FuE-intensiven Industrien 2018–2020
Weitere Indikatoren im Online-Angebot Länder in Zahlen
5,0
Prozent
Gründungsrate in den wissensintensiven Dienstleistungen 2018–2020
Weitere Indikatoren im Online-Angebot Länder in Zahlen
31.062
Euro
Bruttoinlandsprodukt je Einwohner 2021
Weitere Indikatoren im Online-Angebot Länder in Zahlen