Freie und Hansestadt Hamburg

Wissenschaftssystem

Die Besonderheit des Hamburger Wissenschaftssystems liegt in der einzigartigen Forschungslandschaft, die sich aus dem kooperativen Zusammenspiel der Hamburger Hochschulen mit einer Vielzahl renommierter außeruniversitärer Forschungseinrichtungen ergibt. Die vier Exzellenzcluster (2019–2025) und die Förderung der Universität Hamburg als Exzellenz-Universität stärken dieses erfolgreiche Kooperationsmodell und ermöglichen dem Wissenschaftsstandort Hamburg nationale und internationale Spitzenleistungen.

Die Förderung erkenntnisgeleiteter Forschung wird ebenso wie die strategische Anschubförderung von vier weiteren Hamburger Forschungsschwerpunkten (Hamburg X Projekte) vordringliches Ziel der Hamburger Wissenschaftspolitik sein, u. a. mit dem Ziel, neue Exzellenzcluster im Rahmen der Exzellenzstrategie zu platzieren. Die Landesforschungsförderung hat sich als wirkmächtiges Instrument bewiesen, durch das die Erfolge im Exzellenzwettbewerb maßgeblich befördert wurden.

Basierend auf den Empfehlungen des Wissenschaftsrates und des MINT-Forschungsrates baut Hamburg gezielt seine wissenschaftliche Exzellenz aus und hat neben der regulären Bund-Länder-Förderung bis zum Jahr 2025 zusätzlich mehr als 100 Mio. Euro in seine Exzellenzcluster und die Exzellenzuniversität investiert.

Mit den Zukunftsverträgen für die staatlichen Hamburger Hochschulen stärkt Hamburg die besondere Bedeutung von Wissenschaft als Impulsgeberin für die Zukunftsfähigkeit als Metropole. Die den Hochschulen, dem Universitätsklinikum und der Staats- und Universitätsbibliothek zukommenden Mittel werden für die Laufzeit bis 2027 insgesamt deutlich über 3 % pro Jahr ansteigen.

Die Förderung der Hamburger Forschungsschwerpunkte verbindet sich mit einer gezielten Campus-Strategie und geht einher mit der Schaffung einer Forschungsinfrastruktur, die modernsten Anforderungen entspricht. Der Ausbau der Science City Hamburg Bahrenfeld für Natur- und Lebenswissenschaften oder des Campus Bundesstraße für Klimaforschung und Informatik sind prominente Beispiele dafür. Am Berliner Tor entsteht eine neue Campusarchitektur für die Hochschule für Angewandte Wissenschaften. Der Schwerpunkt der akademisierten Gesundheits- und Pflegeberufe wird seine Heimat im neuen Stadtteil Oberbillwerder finden.

Die Technische Universität Hamburg (TUHH), die zu einer der führenden Technischen Universitäten im Norden werden soll, leistet entscheidende Beiträge für Hamburg als Innovationsmetropole, z. B. durch die Entwicklung neuer Technologien für Klimaschutz, Energieversorgung, neue Materialien, Mobilität, Logistik und Digitalisierung. Um die TUHH herum entsteht im Harburger Binnenhafen zudem ein Innovations-Hotspot. In diesem Kontext stehen ebenso die Aktivitäten der Fraunhofer-Gesellschaft in Hamburg mit den fachlichen Schwerpunkten in der Logistik, Produktionstechnik und Nanotechnologie sowie der Energie- und Gesundheitsforschung. Seit 2017 ist Hamburg auch Standort des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Die beiden in Hamburg ansässigen Institute beschäftigen sich mit dem Lebenszyklus und dem Gesamtentwurf von Flugzeugen sowie mit Teilsystemen, u. a. im Bereich der Antriebe.

Auch weiterhin wird Hamburg seine starke außeruniversitäre Forschungslandschaft ausbauen. 2021 wurde das Leibniz-Institut zur Analyse des Biodiversitätswandels (LIB) als ein Zusammenschluss des Zoologischen Forschungsmuseums Alexander Koenig (ZFMK) in Bonn und des Centrums für Naturkunde der Universität Hamburg gegründet. Es widmet sich der Erforschung der biologischen Vielfalt und ihrer Veränderung. Das LIB zählt zur Gruppe der acht großen naturkundlichen Forschungsmuseen der Leibniz-Gesellschaft.

2,18
Prozent
Anteil der Ausgaben für FuE am BIP 2019
Weitere Indikatoren im Online-Angebot Länder in Zahlen
0,38
Prozent
Anteil der Ausgaben für FuE am BIP im Staatssektor 2019
Weitere Indikatoren im Online-Angebot Länder in Zahlen
0,58
Prozent
Anteil der Ausgaben für FuE am BIP im Hochschulsektor 2019
Weitere Indikatoren im Online-Angebot Länder in Zahlen
1,22
Prozent
Anteil der Ausgaben für FuE am BIP im Wirtschaftssektor 2019
Weitere Indikatoren im Online-Angebot Länder in Zahlen
955
Promotionen im Jahr 2020
Weitere Indikatoren im Online-Angebot Länder in Zahlen
340
Patentanmeldungen je 1 Mio. Einwohner im Jahr 2020
Weitere Indikatoren im Online-Angebot Länder in Zahlen
4,3
Prozent
Gründungsrate in den FuE-intensiven Industrien 2018–2020
Weitere Indikatoren im Online-Angebot Länder in Zahlen
4,3
Prozent
Gründungsrate in den wissensintensiven Dienstleistungen 2018–2020
Weitere Indikatoren im Online-Angebot Länder in Zahlen
68.483
Euro
Bruttoinlandsprodukt je Einwohner 2021
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