Baden-Württemberg

Wissenschaftssystem

Baden-Württemberg zählt mit mehr als 200 Hochschulen, außeruniversitären und wirtschaftsnahen Forschungseinrichtungen zu den hochschulreichsten Ländern und liegt mit Ausgaben für Forschung und Entwicklung in Höhe von 5,8 % des BIP (30,3 Mrd. Euro im Jahr 2019) deutschland-, europa- und weltweit an der Spitze der forschungsintensivsten Regionen. Mit neun Universitäten, sechs pädagogischen Hochschulen, 23 staatlichen Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW), der Dualen Hochschule Baden-Württemberg mit neun Standorten, acht Kunst- und Musikhochschulen und drei Akademien für Film, darstellende Kunst und Pop verfügt das Land über eine reiche und vielfältige Hochschullandschaft. Mit den Universitäten Heidelberg, Konstanz, Tübingen und dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) befinden sich allein vier Exzellenzuniversitäten in Baden-Württemberg, ebenso zwölf Exzellenzcluster der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder.

In Baden-Württemberg haben nationale und internationale Großforschungszentren wie das European Molecular Biology Laboratory (EMBL), das Deutsche Krebsforschungszentrum Heidelberg (DKFZ) sowie eine Vielzahl weiterer namhafter und erfolgreicher Forschungseinrichtungen ihr Zuhause: 13 Einrichtungen der Max-Planck-Gesellschaft, 13 Institute der Fraunhofer-Gesellschaft sowie 7 Einrichtungen der Leibniz-Gemeinschaft. Abgerundet wird die hiesige Forschungslandschaft durch mehrere Forschungseinrichtungen in den Geistes- und Sozialwissenschaften, 2 in Karlsruhe angesiedelte Ressortforschungseinrichtungen des Bundes, das Max Rubner-Institut und die Bundesanstalt für Wasserbau, sowie das Joint Research Center Karlsruhe, eine Einrichtung der EU-Kommission.

Die Palette wird ergänzt durch die Heidelberger Akademie der Wissenschaften, 10 Institute des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt sowie 12 wirtschaftsnahe Institute der Innovationsallianz Baden-Württemberg. Ein weiterer bedeutender Innovationsakteur im Land ist die Baden-Württemberg Stiftung, die gemeinnützige und innovative Projekte fördert und damit einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit des Landes leistet.

Die Kennzeichen der baden-württembergischen Wissenschaftspolitik im Hochschulbereich sind eine gezielte Profilbildung, Schaffung von Freiräumen für wissenschaftliche Kreativität, eine regionale, nationale und internationale Vernetzung der Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen, Angebote zur Verbesserung zum Beispiel der Ausstattung von Forschungseinrichtungen oder der spezifischen Bedingungen von Frauen in der Wissenschaft sowie eine sorgfältige Berufungspolitik. Wissenschaftliche Qualität ist dabei stets entscheidendes Förderkriterium. Darüber hinaus unterstützt das Land gezielt exzellente Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler.

Baden-Württemberg zielt darauf, Nummer eins der europäischen Forschungsregionen zu bleiben und wird deshalb herausragende Spitzenforschung an den Universitäten auch weiterhin konsequent fördern, insbesondere Kooperationen mit Institutionen der Max-Planck-, der Leibniz- und der Fraunhofer-Gesellschaft sowie der Helmholtz-Gemeinschaft. Auch zukünftig wird Baden-Württemberg ein besonderes Augenmerk darauf legen, ein forschungsfreundliches und innovationsorientiertes Klima zu bieten.

5,79
Prozent
Anteil der Ausgaben für FuE am BIP 2019
Weitere Indikatoren im Online-Angebot Länder in Zahlen
0,42
Prozent
Anteil der Ausgaben für FuE am BIP im Staatssektor 2019
Weitere Indikatoren im Online-Angebot Länder in Zahlen
0,54
Prozent
Anteil der Ausgaben für FuE am BIP im Hochschulsektor 2019
Weitere Indikatoren im Online-Angebot Länder in Zahlen
4,84
Prozent
Anteil der Ausgaben für FuE am BIP im Wirtschaftssektor 2019
Weitere Indikatoren im Online-Angebot Länder in Zahlen
4.167
Promotionen im Jahr 2020
Weitere Indikatoren im Online-Angebot Länder in Zahlen
1.230
Patentanmeldungen je 1 Mio. Einwohner im Jahr 2020
Weitere Indikatoren im Online-Angebot Länder in Zahlen
2,2
Prozent
Gründungsrate in den FuE-intensiven Industrien 2018–2020
Weitere Indikatoren im Online-Angebot Länder in Zahlen
5,4
Prozent
Gründungsrate in den wissensintensiven Dienstleistungen 2018–2020
Weitere Indikatoren im Online-Angebot Länder in Zahlen
48.247
Euro
Bruttoinlandsprodukt je Einwohner 2021
Weitere Indikatoren im Online-Angebot Länder in Zahlen