Saarland

Wissenschaftssystem

Das Saarland verfügt über eine vielfältige, breit gefächerte Hochschullandschaft. Begünstigt durch die gute Zusammenarbeit mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen zeichnet sich die Universität des Saarlandes (UdS) durch drei Forschungsschwerpunkte aus: Informatik, NanoBioMed und Europa. Zudem gibt es ein breites Angebot in den Geistes-, Natur- und Ingenieurwissenschaften. Auch das Universitätsklinikum mit der Medizinischen Fakultät ist Teil einer vielgestaltigen Wissenschaftslandschaft und trägt maßgeblich dazu bei, den Hochschul- und Forschungsstandort im Saarland weiter zu stärken. Die international ausgerichtete, anwendungsorientierte Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes (htw saar) hat sich vor allem auf die Bereiche Wirtschafts-, Sozial- und Pflegewissenschaften, Architektur und Bauingenieurwesen sowie Ingenieurwissenschaften wie Biomedizinische Technik, Energie- und Fahrzeugtechnik spezialisiert. Sie zählt zu den forschungs- und drittmittelstarken Fachhochschulen in Deutschland. Zur Hochschullandschaft gehören auch die Hochschule für Musik Saar, die Hochschule der Bildenden Künste Saar sowie die staatlich anerkannte private Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement GmbH. In Saarbrücken hat zudem die Deutsch-Französische Hochschule / Université franco-allemande ihren Sitz. Die StudienStiftungSaar setzt sich für den Kontakt zwischen Schülerinnen und Schülern sowie Studierenden und der Wirtschaft ein und fördert die Studierneigung in bildungsfernen Haushalten.

Von herausragender Bedeutung sind auch die außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Saarbrücken zählt zu den größten und leistungsstärksten Standorten für IT-Sicherheitsforschung weltweit und baut diese Stellung mit dem CISPA-Helmholtz-Zentrum für Informationssicherheit zunehmend aus. Internationale Ausstrahlung in der Informatik haben auch die beiden Max-Planck-Institute für Informatik (MPI-INF) sowie für Softwaresysteme (MPI-SWS), das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) und das Leibniz-Zentrum für Informatik – Schloss Dagstuhl (LZI). In Materialwissenschaften und Life Science sind insbesondere das Leibniz-Institut für Neue Materialien (INM) sowie das Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik (IBMT) mit dem Biomat-Center tätig. Gestärkt wird der Forschungsbereich durch das Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS), das seinen Schwerpunkt auf antibakterielle und antivirale Wirkstoffe legt. Der Schwerpunktbereich NanoBioMed wird als zweites Standbein neben der Informatik in der saarländischen Forschungslandschaft fest etabliert. Zum Thema Automotive leistet das Fraunhofer-Institut für Zerstörungsfreie Prüfverfahren (IZFP) mit dem Innovationscluster Automotive Quality Saar, der htw saar, dem Zentrum für Mechatronik und Automatisierungstechnik (ZeMA) und dem DFKI einen exzellenten Beitrag für den Brückenschlag von der Forschung zur Anwendung in der Wirtschaft.

Das Saarland stärkt die Hochschulen in ihrer Profilbildung für den wissenschaftlichen Wettbewerb. Mit dem Landeshochschulentwicklungsplan werden wichtige Grundsatzentscheidungen für die Entwicklung des Hochschulsystems getroffen. Ziel ist, Profilschwerpunkte weiter zu schärfen und Kooperationen zwischen den Hochschulen, den außeruniversitären Forschungseinrichtungen und den angrenzenden Regionen Luxemburg, Lothringen und Rheinland-Pfalz zu vertiefen. Die strategische Entwicklungssteuerung erfolgt über den Abschluss von Ziel- und Leistungsvereinbarungen.

1,91
Prozent
Anteil der Ausgaben für FuE am BIP 2019
Weitere Indikatoren im Online-Angebot Länder in Zahlen
0,44
Prozent
Anteil der Ausgaben für FuE am BIP im Staatssektor 2019
Weitere Indikatoren im Online-Angebot Länder in Zahlen
0,58
Prozent
Anteil der Ausgaben für FuE am BIP im Hochschulsektor 2019
Weitere Indikatoren im Online-Angebot Länder in Zahlen
0,89
Prozent
Anteil der Ausgaben für FuE am BIP im Wirtschaftssektor 2019
Weitere Indikatoren im Online-Angebot Länder in Zahlen
180
Promotionen im Jahr 2020
Weitere Indikatoren im Online-Angebot Länder in Zahlen
190
Patentanmeldungen je 1 Mio. Einwohner im Jahr 2020
Weitere Indikatoren im Online-Angebot Länder in Zahlen
2,6
Prozent
Gründungsrate in den FuE-intensiven Industrien 2018–2020
Weitere Indikatoren im Online-Angebot Länder in Zahlen
6,1
Prozent
Gründungsrate in den wissensintensiven Dienstleistungen 2018–2020
Weitere Indikatoren im Online-Angebot Länder in Zahlen
36.242
Euro
Bruttoinlandsprodukt je Einwohner 2021
Weitere Indikatoren im Online-Angebot Länder in Zahlen