Freistaat Bayern

Wissenschaftssystem

Kennzeichnend für die Wissenschafts- und Forschungslandschaft im Freistaat Bayern ist die besondere Vielfalt:

  • 10 staatliche und mehrere nichtstaatliche Universitäten bzw. wissenschaftliche Hochschulen sowie 6 Universitätsklinika;
  • 17 staatliche und mehrere nichtstaatliche Hochschulen für angewandte Wissenschaften bzw. Technische Hochschulen;
  • 6 staatliche und 2 nichtstaatliche Kunsthochschulen;
  • 13 Institute sowie 3 Einrichtungen und eine Forschungsgruppe der Max-Planck-Gesellschaft (MPG); 2 Zentren und 3 Institute der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren (HGF);
  • 8 Institute der Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz (Leibniz-Gemeinschaft);
  • 10 Institute bzw. Institutsteile und 20 Einrichtungen der Fraunhofer-Gesellschaft (Fraunhofer);
  • zahlreiche landesseitig finanzierte Forschungseinrichtungen, etwa die traditionsreiche Bayerische Akademie der Wissenschaften sowie die Staatlichen Naturwissenschaftlichen Sammlungen Bayerns.

Das Fundament des Forschungssystems sind die Hochschulen. Da sie zugleich den akademischen und wissenschaftlichen Nachwuchs ausbilden, stehen sie für die Einheit von Lehre und Forschung. Ausweislich zahlreicher internationaler Rankings gelten die Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) und die Technische Universität München (TUM) seit Jahren als die beiden besten deutschen Universitäten. Für die Hochschulen und Universitätsklinika standen 2021 Ausgabemittel in Höhe von 7,02 Mrd. Euro zur Verfügung, über 17 % mehr als im Jahr 2020.

Neben exzellenten Universitäten und Hochschulen prägt den Wissenschaftsstandort Bayern eine breit gefächerte außeruniversitäre Forschungslandschaft. Mit der Fraunhofer-Gesellschaft und der Max-Planck-Gesellschaft haben zwei führende deutsche Forschungsorganisationen ihren Hauptsitz in München. Darüber hinaus sollen neue außeruniversitäre Forschungseinrichtungen auch außerhalb der bereits jetzt weltweit sichtbaren Konzentration von Einrichtungen im Großraum München errichtet werden. Mit der Einrichtung mehrerer Institute bei allen der vier großen nationalen Wissenschaftsorganisationen wurden hier in den letzten Jahren wichtige Impulse gesetzt (jüngst: das Leibniz-Institut für Immuntherapie in Regensburg (RCI)).

Bayern bietet mit seinen Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen attraktive Rahmenbedingungen für den besonders leistungsfähigen und leistungswilligen Nachwuchs. Das Elitenetzwerk Bayern akzentuiert dieses Angebot für junge Talente vom Abitur bis zur Postdoc-Phase. Kerngedanke des Elitenetzwerks ist die Vernetzung sowohl zwischen den verschiedenen Wissenschaftsstandorten als auch über Grenzen einzelner Disziplinen hinweg. Neben netzwerkübergreifenden Veranstaltungen sowie einer gemeinsamen Online-Plattform aller Mitglieder besteht das Elitenetzwerk Bayern aus fünf aufeinander abgestimmten Förderprogrammen: für die Studierenden die Elitestudiengänge und das Max Weber-Programm Bayern, für die Promovierenden die Internationalen Doktorandenkollegs und das Marianne-Plehn-Programm sowie für junge Talente in der Postdoc-Phase die Internationalen Nachwuchsforschungsgruppen.

Außerdem fördert der Freistaat Bayern im Rahmen des Bayerischen Wissenschaftsforums (BayWISS) Verbundkollegs, in denen gemeinsame Promotionsverfahren von Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften bzw. von Technischen Hochschulen nach dem gemeinsam entwickelten Modell der Verbundpromotion durchgeführt werden.

Mit dem Spitzenprofessurenprogramm kann Bayern in Berufungsverfahren für herausragende Forschungspersönlichkeiten international Spitzenkonditionen bieten.

Die Gründung der Technischen Universität Nürnberg zum 01. Januar 2021 hat das Wissenschaftssystem in Bayern um eine international, interdisziplinär und digital ausgerichtete Modelluniversität bereichert, an der sich künftig Technik-, Natur-, Geistes- und Sozialwissenschaften gemeinsam den großen gesellschaftlichen Zukunftsthemen widmen werden.

3,41
Prozent
Anteil der internen Ausgaben für FuE am BIP 2019
Weitere Indikatoren im Online-Anbebot Länder in Zahlen
0,47
Prozent
Anteil der internen Ausgaben für FuE am BIP im Staatssektor 2019
Weitere Indikatoren im Online-Angebot Länder in Zahlen
0,33
Prozent
Anteil der internen Ausgaben für FuE am BIP im Hochschulsektor 2019
Weitere Indikatoren im Online-Angebot Länder in Zahlen
2,61
Prozent
Anteil der internen Ausgaben für FuE am BIP im Wirtschaftssektor 2019
Weitere Indikatoren im Online-Angebot Länder in Zahlen
4.654
Promotionen im Jahr 2020
Weitere Indikatoren im Online-Anbebot Länder in Zahlen
970
Patentanmeldungen je 1 Mio. Einwohner im Jahr 2020
Weitere Indikatoren im Online-Angebot Länder in Zahlen
3,0
Prozent
Gründungsrate in den FuE-intensiven Industrien 2018-2020
Weitere Indikatoren im Online-Angebot Länder in Zahlen
5,7
Prozent
Gründungsrate in den wissensintensiven Dienstleistungen 2018-2020
Weitere Indikatoren im Online-Angebot Länder in Zahlen
50.289
Euro
Bruttoinlandsprodukt je Einwohner 2021
Weitere Indikatoren im Online-Angebot Länder in Zahlen