Nordrhein-Westfalen

Transfer und Gründungen

Ziele des Technologietransfers in Nordrhein-Westfalen sind die systematische Erschließung des hochschulischen Transferpotenzials sowie die Optimierung der Transfer- und Austauschprozesse in Wissenschaft und Wirtschaft.

Mit den Patent- und Verwertungsverbünden der nordrhein-westfälischen Hochschulen wurde eine Schutzrechtspolitik für Hochschulen und Forschungseinrichtungen geschaffen, die von der Erfinderberatung bis hin zur finanziellen Förderung von Patentanmeldungen und deren Verwertung reicht. Ergänzend dazu unterstützt das Land die Hochschulen mit spezifischen Fördermaßnahmen, wie z. B. mit der NRW-Patent-Validierung zur Verbesserung der Verwertungschancen durch Lizenzierung, Verkauf oder Ausgründung aus der Hochschule und Start-up-Innovationslaboren zur Schaffung einer nachhaltigen Unterstützungsstruktur für technologie- und wissensbasierte Gründungen und Start-ups.

In der EU-Strukturfondsperiode 2014 bis 2020 wurde die transferorientierte Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation mit Leitmarktwettbewerben, Klimaschutzwettbewerben und dem Programm Forschungsinfrastrukturen vorangetrieben. Hauptzielgruppe der Wettbewerbe waren KMU und Einrichtungen der Wissenschaft und Forschung. In den Leitmarktwettbewerben wurden, basierend auf einer ressortübergreifenden Leitmarktstrategie, Förderwettbewerbe in acht Leitmärkten durchgeführt. Im Programm Forschungsinfrastrukturen wurden und werden besonders anwendungsorientierte Einrichtungen gefördert, die Beiträge zur nachhaltigen Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen und zur Stärkung der Wirtschaft leisten. Das Programm ist mit insgesamt 157 Beiträgen und 48 Förderempfehlungen sehr erfolgreich.

In der EU-Strukturfondsperiode 2021–2027 soll die Förderung von Forschung, Technologie und Exzellenz mit einem Fokus auf der Kooperation von Wissenschaft und Unternehmen dazu beitragen, die Stärken des Standorts Nordrhein-Westfalen fortzuentwickeln. Die Förderung wird sich auf die in der Innovationsstrategie 2021–2027 identifizierten Innovationsfelder erstrecken. Innovationswettbewerbe sollen einen technologieoffenen Wettbewerb um den besten Weg auslösen, an dem sich auch möglichst viele Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen beteiligen. Solche Wettbewerbe werden in sechs Innovationsfeldern ausgeschrieben. Im siebten Innovationsfeld „Schlüsseltechnologien der Zukunft, IKT“ wird auf Zukunftstechnologien fokussiert, die perspektivisch in unterschiedlichsten Feldern Anwendung finden können.

Mit dem Kompetenzzentrum NRW.innovativ wird eine Einrichtung geschaffen, die die Umsetzung der Innovationsstrategie 2021–2027 unterstützt. Das Zentrum wird die Ergebnisse eines begleitenden Monitorings auswerten und den Austausch mit Netzwerken, Clustern, Hubs und innovativen Unternehmen pflegen, um sicherzustellen, dass das Innovationsökosystem in den Prozess der Strategiefortschreibung involviert wird. Das Programm Mittelstand Innovativ & Digital (MID) wird es KMU ermöglichen, Unterstützung für Beratungs-, Entwicklungs- und Umsetzungsdienstleistungen hinzuzuziehen. Außerdem wird es KMU dabei unterstützen, Hochschulabsolventinnen und -absolventen als MID-Assistenzkräfte einzustellen, um einen konkreten Wissenstransfer von Hochschulen in den Betrieb zu vollziehen. MID-Invest ergänzt das Förderangebot im Hinblick auf Investitionen in Hard- und Software aus dem IKT-Bereich. Allein hierfür werden bis Ende 2022 aus dem NRW-Rettungsschirm zur Bewältigung der COVID-19--Krise 30 Mio. Euro zur Verfügung gestellt.

Nordrhein-Westfalen wird die Gründungsaktivitäten der Hochschulen noch stärker unterstützen und ihnen dabei helfen, sich als nachhaltige Quelle für vielversprechende innovative Start-ups zu etablieren. Dafür wird die mit 150 Mio. Euro ausgestattete Initiative Exzellenz Start-up Center.NRW ins Leben gerufen, die insbesondere die Hochschulen auf dem Weg zu einer gründungsförderlichen Kultur unterstützen soll. Ergänzend werden konkrete Gründungsvorhaben durch das Programm Start-up Transfer.NRW unterstützt. Weiterhin wird eine eLearning-Plattform für eine berufsbegleitende Qualifizierung in der Gründungsunterstützung aufgebaut.

2,16
Prozent
Anteil der Ausgaben für FuE am BIP 2019
Weitere Indikatoren im Online-Angebot Länder in Zahlen
0,33
Prozent
Anteil der Ausgaben für FuE am BIP im Staatssektor 2019
Weitere Indikatoren im Online-Angebot Länder in Zahlen
0,57
Prozent
Anteil der Ausgaben für FuE am BIP im Hochschulsektor 2019
Weitere Indikatoren im Online-Angebot Länder in Zahlen
1,26
Prozent
Anteil der Ausgaben für FuE am BIP im Wirtschaftssektor 2019
Weitere Indikatoren im Online-Angebot Länder in Zahlen
5.083
Promotionen im Jahr 2020
Weitere Indikatoren im Online-Angebot Länder in Zahlen
360
Patentanmeldungen je 1 Mio. Einwohner im Jahr 2020
Weitere Indikatoren im Online-Angebot Länder in Zahlen
2,7
Prozent
Gründungsrate in den FuE-intensiven Industrien 2018–2020
Weitere Indikatoren im Online-Angebot Länder in Zahlen
5,3
Prozent
Gründungsrate in den wissensintensiven Dienstleistungen 2018–2020
Weitere Indikatoren im Online-Angebot Länder in Zahlen
40.951
Euro
Bruttoinlandsprodukt je Einwohner 2021
Weitere Indikatoren im Online-Angebot Länder in Zahlen