Mecklenburg-Vorpommern

Transfer und Gründungen

Der Verwertungsverbund MV (VVB), ein Zusammenschluss von neun Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen, bündelt die Verwertungsaktivitäten an den wissenschaftlichen Einrichtungen des Landes. Zu seinen Aufgaben gehören die schutzrechtlichen Sicherungen der hochschul- oder einrichtungseigenen Erfindungen, der Ausbau der Verwertung von Forschungsergebnissen zum Nutzen der regionalen Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern und ihrer nachhaltigen Kooperation mit der Wissenschaft. Somit werden landesweit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in allen Phasen des Verwertungsprozesses, von der Erfindungsmeldung bis zur Verwertung, begleitet. Die Universität Rostock Service GmbH ist externer und qualifizierter Kooperationspartner des Patent- und Verwertungsgeschehens. Das Bildungsministerium unterstützt diese Aktivitäten finanziell im Rahmen einer Zielvereinbarung.

Technologische Innovationen spielen für die dynamische Entwicklung und Anpassungsfähigkeit der Wirtschaft und für die Sicherung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit eine entscheidende Rolle. Einen Beitrag leisten dabei insbesondere Unternehmen aus den technologie- und wissensintensiven Wirtschaftszweigen. Junge Technologieunternehmen erschließen mit ihren innovativen Produkten, Verfahren und Dienstleistungen neue Märkte und sind somit wichtiger Motor zur Schaffung von Arbeitsplätzen. Eine ausreichende Kapitalausstattung ist eine wesentliche Voraussetzung für den Erfolg und die langfristige Überlebensfähigkeit wachstumsorientierter Unternehmen. Daher hat das WM bereits in der letzten Förderperiode aus Mitteln des EFRE zwei Risikokapitalfonds initiiert, den Venture Capital Fonds Mecklenburg-Vorpommern und den Beteiligungs-Fonds-Innovation Mecklenburg-Vorpommern.

Ziel des Venture Capital Fonds M-V ist es, jungen, innovativen Technologieunternehmen und Existenzgründern in Mecklenburg-Vorpommern Risikokapital zur Verfügung zu stellen. Dieser Fonds wurde mit 10 Mio. Euro aufgelegt und zwischenzeitlich auf 15 Mio. Euro aufgestockt.

Mit dem Innovationsfonds fördert die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern (MBMV) in Form stiller Beteiligungen insbesondere bestehende kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in Forschung und Entwicklung sowie bei der Markteinführung. Das Fondsvolumen beträgt rund 15 Mio. Euro.

Die Verwertungsaktivitäten der wissenschaftlichen Einrichtungen werden bis 2025 im Rahmen einer Zielvereinbarung mit der Universität Rostock finanziell unterstützt.

Wachstum, Wohlstand und Wettbewerbsfähigkeit einer Volkswirtschaft stehen in enger Verbindung mit ihrer technologischen Innovationsfähigkeit. Die fortschreitende Technologisierung und Digitalisierung der Volkswirtschaften weltweit stärken die Bedeutung von technologieorientierten Existenzgründern sowie innovativen KMU. Um Innovationen in Unternehmen anzustoßen, muss die Gründungs- und Innovationsintensität von jungen sowie kleinen und mittleren Unternehmen weiter erhöht werden. Eine Voraussetzung, diese Kennzahlen zu erhöhen, ist die Bereitstellung von Eigenkapital für die Unternehmen. Daher müssen passende Finanzierungsinstrumente bereitgestellt werden, die geeignet sind, bestehende Hemmnisse abzubauen und den Finanzierungsmarkt in M-V durch Mobilisierung zusätzlichen Kapitals zu beleben.

Zu diesem Zweck beabsichtigt Mecklenburg-Vorpommern im Rahmen des Operationellen Programms für den EFRE in der Förderperiode 2021–2027 für eines oder mehrere Finanzierungsinstrumente, Programmbeiträge entsprechend bereitzustellen. Das geplante Volumen liegt bei rund 20 Mio. Euro.

Seit 1991 wurden mit der Technologie- und Innovationsförderung 4.239 Vorhaben mit einem Fördervolumen von rund 527 Mio. Euro unterstützt. In der Förderperiode 2014–2020 wurden insgesamt 218 Mio. Euro EFRE-Mittel für die Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation bereitgestellt.

Zur Unterstützung des Technologietransfers von der Wissenschaft in die Wirtschaft können Unternehmen im Rahmen einer Förderung Unterstützung für die Durchführung von Machbarkeitsstudien und Verbundforschungsprojekten beantragen. Der Technologietransfer aus Hochschulen soll auch zukünftig begleitet und gefördert werden.

Auch der Ausbau von Kompetenzzentren wird im Land weiter vorangetrieben. Im Zentrum steht hier der Ausbau der Standorte sowie vorhandener Labor- und Geräteausstattungen analog zu den Aktionsfeldern.

1,81
Prozent
Anteil der Ausgaben für FuE am BIP 2019
Weitere Indikatoren im Online-Angebot Länder in Zahlen
0,65
Prozent
Anteil der Ausgaben für FuE am BIP im Staatssektor 2019
Weitere Indikatoren im Online-Angebot Länder in Zahlen
0,65
Prozent
Anteil der Ausgaben für FuE am BIP im Hochschulsektor 2019
Weitere Indikatoren im Online-Angebot Länder in Zahlen
0,51
Prozent
Anteil der Ausgaben für FuE am BIP im Wirtschaftssektor 2019
Weitere Indikatoren im Online-Angebot Länder in Zahlen
460
Promotionen im Jahr 2020
Weitere Indikatoren im Online-Angebot Länder in Zahlen
70
Patentanmeldungen je 1 Mio. Einwohner im Jahr 2020
Weitere Indikatoren im Online-Angebot Länder in Zahlen
3,3
Prozent
Gründungsrate in den FuE-intensiven Industrien 2018–2020
Weitere Indikatoren im Online-Angebot Länder in Zahlen
4,4
Prozent
Gründungsrate in den wissensintensiven Dienstleistungen 2018–2020
Weitere Indikatoren im Online-Angebot Länder in Zahlen
30.704
Euro
Bruttoinlandsprodukt je Einwohner 2021
Weitere Indikatoren im Online-Angebot Länder in Zahlen