Mecklenburg-Vorpommern

FuI-Schwerpunkte

M-V hat in den vergangenen Jahren bereits erhebliche Anstrengungen unternommen, das Wissens- und Innovationssystem im Land zu stärken. Forschung, Entwicklung und Innovation gehören zu den Schwerpunktbereichen der Wirtschaftspolitik. Unterstützt wird die Landesregierung dabei vom 2010 gegründeten Strategierat Wirtschaft-Wissenschaft.

Im Rahmen der Forschungs-, Entwicklungs- und Innovations-Richtlinie fördert das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Unternehmen, vornehmlich kleine und mittlere, mit Sitz bzw. Niederlassung in Mecklenburg-Vorpommern bei der Durchführung von Vorhaben der angewandten Forschung. Gegenstand der Förderung sind FuEuI-Vorhaben für international marktfähige Produkte und Verfahren. Neben der einzelbetrieblichen Förderung ist die Unterstützung wirtschaftsnaher FuE-Vorhaben von Unternehmen und Forschungseinrichtungen im Verbund ein Schwerpunkt.

Mit dem Aufbau des Fraunhofer Ocean Technology Campus (FhG-OTC) zu den Forschungsschwerpunkten Arbeit 4.0 und digitale Unterwassertechnik soll Rostock zu einem führenden, dem internationalen Bedarf an maritimen Technologien entsprechenden Zentrum für Unterwassertechnologie ausgebaut werden. Hierfür stehen dem OTC ab 2019 insgesamt 56 Mio. Euro an öffentlicher Förderung zur Verfügung.

Auf der Basis einer erfolgreichen internationalen Evaluierung gründet das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) am Standort Neustrelitz ein neues Institut für Solar-Terrestrische Physik. Eine der Hauptaufgaben dieses Institutes ist die Entwicklung eines verlässlichen Vorhersagesystems für das sogenannte Weltraumwetter. Hierfür stellen Bund und Sitzland jährlich zusätzliche 6,7 Mio. Euro zur Verfügung. Die Investitionen für bauliche und Forschungsinfrastrukturen in Höhe von 14 Mio. Euro bezuschusst das Land im Wege einer Sonderfinanzierung in Höhe von 10 Mio. Euro Forschungs- und Technologieförderung.

In der EU-Förderperiode 2021–2027 stehen für die Exzellenzforschung 38,5 Mio. Euro aus dem EFRE zur Verfügung. Mit diesen Mitteln sollen Synergieeffekte in der Forschungslandschaft M-V erzielt und strukturbildende überregional sichtbare Forschungskapazitäten etabliert werden.

Die Umsetzung des neuen Exzellenzforschungsprogramms erfolgt auch in Orientierung an der neuen regionalen Innovationsstrategie (RIS).

In Vorbereitung auf die Förderperiode 2021–2027 wurde die Regionale Innovationsstrategie M-V überarbeitet und strategisch neu ausgerichtet. In der Zukunft wird sich das Land stärker als bisher auf ausgewählte Bereiche konzentrieren. Im Ergebnis des Entstehungsprozesses liegt der Fokus auf den folgenden Aktionsfeldern: Erneuerbare Energien, Wasserstofftechnologie, Medizintechnik und Biotechnologie sowie Maschinen- und Anlagenbau. Hinzu kommen die Querschnittstechnologien: Informations- und Kommunikationstechnologie und Bioökonomie.

Diese sorgfältig abgeleiteten zukunftsorientierten Aktionsfelder und Querschnittstechnologien werden in der neuen Förderperiode eine fokussierte und aktive Unterstützung des Landes enthalten. Bestimmte technologiespezifische Instrumente wie z. B. die Verbund- oder die Spitzenforschung werden künftig grundsätzlich den Projekten in den Aktionsfeldern und Querschnittstechnologien vorbehalten sein. Für die Bereiche außerhalb der genannten Aktionsfelder und Querschnittstechnologien sind komplementäre technologieoffene Instrumente definiert worden, z. B. die Förderung von Durchführbarkeitsstudien, die einzelbetriebliche Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation sowie die Förderung von Prozessinnovationen. Für kleine und mittlere Unternehmen wird die Förderung von Schutzrechtsaktivitäten fortgesetzt. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Förderung des Technologietransfers von der Wissenschaft in die Wirtschaft und die Unterstützung beim Zugang zu internationalen Märkten. Die Regionale Innovationsstrategie wurde am 15. Oktober 2020 vom Strategierat Wirtschaft-Wissenschaft beschlossen.

1,81
Prozent
Anteil der Ausgaben für FuE am BIP 2019
Weitere Indikatoren im Online-Angebot Länder in Zahlen
0,65
Prozent
Anteil der Ausgaben für FuE am BIP im Staatssektor 2019
Weitere Indikatoren im Online-Angebot Länder in Zahlen
0,65
Prozent
Anteil der Ausgaben für FuE am BIP im Hochschulsektor 2019
Weitere Indikatoren im Online-Angebot Länder in Zahlen
0,51
Prozent
Anteil der Ausgaben für FuE am BIP im Wirtschaftssektor 2019
Weitere Indikatoren im Online-Angebot Länder in Zahlen
460
Promotionen im Jahr 2020
Weitere Indikatoren im Online-Angebot Länder in Zahlen
70
Patentanmeldungen je 1 Mio. Einwohner im Jahr 2020
Weitere Indikatoren im Online-Angebot Länder in Zahlen
3,3
Prozent
Gründungsrate in den FuE-intensiven Industrien 2018–2020
Weitere Indikatoren im Online-Angebot Länder in Zahlen
4,4
Prozent
Gründungsrate in den wissensintensiven Dienstleistungen 2018–2020
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30.704
Euro
Bruttoinlandsprodukt je Einwohner 2021
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