Hamburg – Wissenschaftssystem

Die Besonderheit des Hamburger Wissenschaftssystems liegt in einer deutschlandweit einzigartigen Forschungslandschaft, die sich aus dem engen und strategisch angelegten Zusammenspiel der Hamburger Hochschulen mit einer Vielzahl renommierter außeruniversitärer Forschungseinrichtungen ergibt. Dieses kooperative Modell bildet die Grundlage für den wissenschaftlichen Erfolg der Stadt und ermöglicht herausragende Forschungsleistungen mit internationaler Sichtbarkeit.

Ein eindrucksvoller Beleg für die Leistungsfähigkeit dieses Netzwerks ist die erfolgreiche Beteiligung Hamburgs an der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder mit mittlerweile fünf Exzellenzclustern und der UHH als Exzellenzuniversität.

Mit der „Partnership for Innovation, Education and Transfer“ (PIER Plus) wurde ein übergreifendes Netzwerk ausgebaut, das die Zusammenarbeit von Hochschulen und Forschungseinrichtungen in zentralen wissenschaftlichen Schwerpunkten systematisch bündelt. Die Initiative fördert insbesondere die Entwicklung innovativer Ansätze in den Querschnittsthemen Digitalisierung sowie Innovation und Transfer, wodurch disziplinübergreifende Kooperationen nachhaltig gestärkt werden.

Zentrale Ziele der Hamburger Wissenschaftspolitik sind die Förderung erkenntnisgeleiteter Forschung, die strategische Unterstützung von Hamburger Forschungsschwerpunkten – etwa durch die Hamburg X-Projekte –, der Ausbau der Science City Hamburg Bahrenfeld sowie die Intensivierung der Kooperationen zwischen Wissenschaft, Gesellschaft und Wirtschaft.

Ein wesentliches Instrument zur Umsetzung dieser Ziele ist die Landesforschungsförderung (LFF). Seit vielen Jahren hat sich die LFF als wirkungsvolles und anschlussfähiges Förderinstrument etabliert. Sie ermöglicht es, innovative Forschungsideen in interdisziplinären Verbünden frühzeitig zu entwickeln, strategische Themenfelder zu stärken und langfristig wissenschaftliche Exzellenz zu sichern.

Mit den Zukunftsverträgen stärkt Hamburg die staatlichen Hochschulen als Impulsgeberinnen für die Zukunftsfähigkeit der Metropole. Die Mittel für Hochschulen, das Universitätsklinikum und die Staats- und Universitätsbibliothek steigen bis 2027 deutlich an; zusätzliche Kostensteigerungen etwa durch Energiepreise oder Tarifabschlüsse werden vom Land Hamburg abgefedert. Ein mehrjähriger Zukunftsvertrag ab 2028 ist in Vorbereitung.

Hamburg baut auf Empfehlungen des Wissenschaftsrates und MINT-Forschungsrates die wissenschaftliche Exzellenz weiter aus. Zwischen 2016 und 2026 werden rund 86,5 Mio. Euro zusätzlich in die Exzellenzuniversität Hamburg und in die Hamburger Exzellenzcluster investiert. Die Technische Universität Hamburg (TUHH) wird gezielt ausgebaut, u. a. mit Fokus auf neue Technologien für Klimaschutz, Energie, Mobilität oder Digitalisierung.

Die Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW) ist mit ihrer anwendungsorientierten Forschung ein zentraler Akteur, u. a. mit dem Competence Center für Erneuerbare Energien und Energieeffizienz (CC4E). Seit März 2025 besitzt sie das Promotionsrecht in drei forschungsstarken Bereichen.

Die Förderung der Forschungsschwerpunkte wird durch eine Campus-Strategie und die Schaffung moderner Forschungsinfrastruktur flankiert, etwa durch den Ausbau der Science City Hamburg Bahrenfeld und weiterer Campusstandorte.

Der Hamburger Standort des Leibniz-Instituts zur Analyse des Biodiversitätswandels (LIB) wird ausgebaut. Ein neues Naturkundemuseum mit Forschung und Sammlungen ist in Planung. Das LIB zählt zur Gruppe der acht großen naturkundlichen Forschungsmuseen der Leibniz-Gesellschaft.

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