Im Land Bremen gibt es vier staatliche Hochschulen – die Universität Bremen, die Hochschulen Bremen und Bremerhaven sowie die Hochschule für Künste – und zwei private Hochschulen – die Constructor University und die APOLLON Hochschule der Gesundheitswirtschaft. Außerdem ist Bremen Standort für aktuell 14 Forschungseinrichtungen der durch Bund und Länder finanzierten Wissenschaftsorganisationen bzw. für Einrichtungen in der länderübergreifenden Finanzierung. Darunter ist das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), das einen Standort in Bremen betreibt. Sechs weitere rein landesfinanzierte Forschungseinrichtungen zählen ebenfalls zur Forschungslandschaft.
In der U Bremen Research Alliance vernetzen sich die Universität Bremen und die überregional finanzierten außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Den Kern der U Bremen Research Alliance bilden übergreifende Forschungsthemen wie die Kooperation auf den Feldern Forschungsdaten und künstliche Intelligenz. Gemeinsame Nachwuchsförderung und Personalentwicklungsprogramme, übergreifend genutzte Forschungsinfrastrukturen und abgestimmte Forschungsagenden ergänzen die Kooperation.
Die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ist eine wesentliche Voraussetzung für die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit des Wissenschafts- und Innovationsstandorts Bremen. Dafür steht ein breites Qualifizierungs- und Beratungsangebot zur Verfügung, u. a. durch DFG-Graduiertenkollegs, internationale Graduiertenschulen und das Nachwuchszentrums BYRD (Bremen Early Career Researcher Development) der Universität Bremen.
Verschiedene Querschnittsthemen wie Digitalisierung, Internationalisierung/Europa, Diversität/Geschlechtergerechtigkeit und Nachhaltigkeit werden im Land Bremen einrichtungsübergreifend bearbeitet. In der Bremer Genderoffensive Hochschulen beispielsweise vernetzen sich die vier staatlichen Hochschulen des Landes zusammen mit weiteren Akteuren, um Handlungsoptionen in den Feldern Besetzungs- und Berufungsverfahren, Gender & Diversity sowie Geschlechtergleichstellung im MINT-Bereich zu erarbeiten und umzusetzen. Auch verschiedene Ansätze der Digitalisierung in Forschung und Lehre und des Forschungsdatenmanagements erfolgen einrichtungsübergreifend und oft in Kooperation mit den außeruniversitären Forschungseinrichtungen.
Die im Januar 2025 gegründete länderübergreifende Northwest Alliance, deren Kern die Universität Bremen sowie die Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg bilden, unterstreicht die Bedeutung von Hochschulkooperationen für den Wissenschaftsstandort. Das Bündnis ebnet den Weg hin zu einer umfassenden Forschungs- und Transferallianz im Nordwesten, an der auch in der Region verortete Institute und Hochschulen für Angewandte Wissenschaften partizipieren.
Das Land Bremen unterstützt eine dynamische Weiterentwicklung in den übergreifenden Bereichen Digitalisierung und Nachhaltigkeit an seinen Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Diverse Vorhaben befinden sich dazu in der Umsetzung, wie die Digitalisierung in der Lehre, die Beteiligung an der Nationalen Forschungsdaten Infrastruktur (NFDI) und das DIGITAL HUB Industry. Die Zielsetzung einer Bildung für nachhaltige Entwicklung wird in den kommenden Jahren an den bremischen Hochschulen noch enger verknüpft mit Forschung, Lehre und Transfer, aber auch mit dem Betrieb der Hochschulen.
Die weitere Entwicklung des Bremer Wissenschaftssystems zielt auf eine noch stärkere Vernetzung von außer- und innerhochschulischer Forschung. Im Mittelpunkt steht dabei die Entwicklung von organisationsübergreifenden Strategien und großen Themenfeldern innerhalb der Forschungs- und Transferschwerpunkte des Landes, die zu einer besseren innerwissenschaftlichen Verflechtung und stärkeren Vernetzung von Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft führen soll.