Hamburg – Internationale Zusammenarbeit

Die internationale Ausrichtung und der Ausbau globaler Wissenschaftskooperationen sind zentrale Ziele des Wissenschaftsstandorts Hamburg. Hamburg positioniert sich als attraktiver Forschungsort, der internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler anzieht und den globalen Austausch aktiv fördert.

Das Hamburg Institute for Advanced Study (HIAS) ist hierfür ein Beispiel: Jährlich arbeiten bis zu 20 exzellente Forschende und Künstlerinnen aus aller Welt in inspirierender Atmosphäre an eigenen Projekten. Das HIAS wird von neun Hamburger Wissenschaftsinstitutionen getragen und spiegelt die besondere Struktur des Wissenschaftsstandorts wider.

Am Helmholtz-Zentrum DESY führen jährlich über 2.000 internationale Forschende Experimente durch. Einrichtungen wie das German Institute for Global and Area Studies (GIGA) und das Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht sind international vernetzt und fördern den Austausch in der Wissenschaftsgemeinde.

Die Geschäftsstelle der European Innovation Platform Sustainable Sea and Oceans Solutions am Fraunhofer CML vernetzt Hamburg mit führenden europäischen Organisationen im maritimen Forschungssektor und stärkt die europäische Zusammenarbeit.

Die Technische Universität Hamburg (TUHH) ist Mitglied im European Consortium of Innovative Universities (ECIU), das Innovation und gesellschaftliche Wirkung fokussiert. Zudem kooperiert die TUHH mit der United Nations University (UNU), um technologische Lösungen gegen den Klimawandel zu entwickeln.

Die Universität Hamburg (UHH) ist Teil der European University Alliance for Global Health (EUGLOH) mit acht weiteren Hochschulen. Ziel ist der Aufbau eines „Europe’s Campus for Global Health“ zur Förderung des europäischen Wissensaustauschs in der Gesundheitsforschung.

Die Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW) ist Mitglied im Consortium of Applied Research and Professional Education (CARPE), dem ersten europäischen Hochschulverbund für angewandte Wissenschaften. CARPE unterstützt regionale Entwicklung und Innovation durch angewandte Forschung und berufliche Bildung.

Das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNITM) kooperiert seit über 25 Jahren erfolgreich mit der Kwame Nkrumah University of Science and Technology (KNUST) und dem ghanaischen Gesundheitsministerium. Gemeinsam betreiben sie das Kumasi Centre for Collaborative Research in Tropical Medicine (KCCR). Das BNITM beherbergt WHO-Kooperationszentren für Arboviren, hämorrhagische Fieberviren und Verhaltensforschung in globaler Gesundheit. Mit mobilen Laboren unterstützt es zudem Ausbruchsanalyse vor Ort, vor allem in Afrika.

In der Ostseeregion, einer wettbewerbsstarken Wissensregion Europas, arbeitet das Baltic Science Network (BSN) mit über 20 Partnern aus Wissenschaft, Forschung und Politik zusammen. Ziel ist eine bessere Koordination von Forschungs- und Innovationsstrategien, insbesondere in Life Sciences sowie Photon- und Neutronenforschung.

Ziel Hamburgs wird es weiterhin sein, die internationale Zusammenarbeit im Bereich Forschung und Innovation auszubauen, u. a. durch Aufgreifen globaler Herausforderungen wie Klimawandel und den Wandel zu einem grünen und digitalen Europa. Dabei werden auch Aspekte der Wissenssicherheit in internationalen Kooperationen zunehmend thematisiert und im Austausch mit den Hochschulen berücksichtigt, um den Schutz sensibler Forschungsergebnisse zu gewährleisten.

In der Infektionsforschung plant das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin den Aufbau eines „African Institute for One Digital Health“ zur Förderung innovativer Technologien in Sub-Sahara-Afrika.

Die Zusammenarbeit im Ostseeraum soll neben Lebens- und Materialwissenschaften künftig auch Themen wie Frieden, Sicherheit und Meeresforschung umfassen.

Zudem wird sich Hamburg intensiv für ein angemessenes Budget im nächsten EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation einsetzen, um den Wissenschaftsstandort Hamburg und der EU langfristig zu stärken.

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