Hamburg verfügt über eine exzellente, fachlich breit aufgestellte Forschungslandschaft, geprägt durch herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, einzigartige Forschungsinfrastrukturen sowie enge Kooperationen zwischen Hochschulen, außeruniversitären Einrichtungen und dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE). Mit der Einwerbung von fünf Exzellenzclustern 2025 unterstreicht Hamburg seine wissenschaftliche Leistungsfähigkeit. Neben der Universität Hamburg (UHH) konnte sich auch die Technische Universität Hamburg (TUHH) mit einem eigenen Exzellenzcluster erfolgreich positionieren. Die Auszeichnung der Universität Hamburg als Exzellenzuniversität wirkt weiterhin prägend für den Wissenschaftsstandort.
Diese Erfolge beruhen auf strategischer Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und außeruniversitären Partnern wie dem Deutschen Elektronen-Synchrotron (DESY), dem European XFEL, dem Helmholtz-Zentrum HEREON, dem Centre for Structural Systems Biology (CSSB), dem EMBL Hamburg sowie dem UKE. Im Rahmen der Exzellenzstrategie wurde insbesondere im Bereich der Materialwissenschaften eine erfolgreiche Initiative eingebracht; auch in Feldern wie Infektionsforschung, Neurowissenschaften und Nierenforschung wurden vielversprechende Ansätze entwickelt und gestärkt.
Hamburg verfügt mit DESY, dem European XFEL über eine europaweit einzigartige Großforschungsinfrastruktur im Bereich der Photonenwissenschaften. Diese ermöglicht international führende Forschung von der Medizin über die Naturwissenschaften bis zu den Ingenieurwissenschaften. Mit dem geplanten Umbau von PETRA III zu PETRA IV entsteht die weltweit leistungsstärkste Synchrotronstrahlungsquelle. PETRA IV wird die hochauflösende Bildgebung auf atomarer Ebene revolutionieren und neue Perspektiven für Grundlagen- wie auch Industrieforschung eröffnen – ein bedeutender Impuls für den Innovationsstandort Deutschland.
Ein zentrales Ziel der Hamburger Wissenschaftspolitik bleibt die Förderung von Hochschulen, Einrichtungen und deren Vernetzung mit Wirtschaft und Gesellschaft. Fördermaßnahmen zielen darauf, wissenschaftliche, technologische und gesellschaftliche Innovationen gleichermaßen anzustoßen. Die Regionale Innovationsstrategie (RIS) bündelt Aktivitäten verschiedener Akteure mit dem Ziel, nachhaltige Lösungen für zentrale Zukunftsfragen zu entwickeln. Im Fokus stehen die Themen Gesundheit, Klima und Energie, Mobilität, Data Science und Digitalisierung sowie Materialwissenschaften und Neue Materialien.
Gezielte Investitionen in Ausbau und Modernisierung wissenschaftlicher Infrastrukturen sollen den Anforderungen international wettbewerbsfähiger Forschung und zukunftsorientierter Lehre gerecht werden. Ein zentrales Projekt ist die Science City Hamburg Bahrenfeld, in der Hochschulen, außeruniversitäre Einrichtungen und Unternehmen gemeinsam an Forschung, Lehre, Transfer und Innovation arbeiten. Die Entwicklung eines ganzen Stadtteils rund um die Wissenschaft macht Forschung zum festen Bestandteil des Lebens am Standort und unterstreicht ihre zentrale Bedeutung für die Zukunft der Stadt.
Hamburg wird die Chancen der Digitalisierung für Forschung, Lehre und Transfer weiter intensiv nutzen, die Entwicklung von Spitzentechnologien vorantreiben und für eine hochwertige Ausbildung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern am Beginn ihrer Karriere sorgen.