Hamburg – Cluster und Netzwerke

Hamburgs Cluster sind integraler Bestandteil des Innovationsökosystems der Stadt und prägen maßgeblich die Strategie- und Handlungsfelder der Regionalen Innovationsstrategie (RIS). Sie übernehmen dabei eine doppelte Funktion: Einerseits dienen sie als Kristallisationspunkte, die Hamburg ein markantes Innovationsprofil verleihen. Durch die gezielte Fokussierung auf ausgewählte Zukunftsthemen, die sich an zentralen gesellschaftlichen Herausforderungen orientieren, werden vorhandene Ressourcen gebündelt und effizient eingesetzt. Leuchtturmprojekte innerhalb dieser Themenfelder sorgen für internationale Sichtbarkeit und Strahlkraft, wobei eine enge Verzahnung mit der gesamten Clusterlandschaft gewährleistet ist.

Andererseits fungieren die Cluster als Transfermilieus, in denen der Austausch von Wissen, Technologien und Innovationen aktiv gefördert wird. Dadurch stärken sie nachhaltig die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit der Metropolregion Hamburg.

Die Clusterlandschaft Hamburgs umfasst neun Cluster: Life Sciences Nord, Logistik-Initiative Hamburg, Maritimes Cluster Norddeutschland, Hamburg Aviation, Erneuerbare Energien Hamburg, nextMedia Hamburg, Food Cluster Hamburg sowie Finance City Hamburg. In den vergangenen zwei Jahren wurde beim Cluster Erneuerbare Energien Hamburg (EEHH) ein Wasserstoffcluster etabliert, das die wachsende Bedeutung dieses Energieträgers widerspiegelt. Unter dem Dach von Hamburg Aviation ist das Netzwerk Windrove angesiedelt, das alle Themen rund um Drohnen und Urban Air Mobility abdeckt.

Ein weiterer zentraler Baustein ist die wissenschaftliche Plattform PIER Plus. Hier arbeiten 23 Hochschulen und Forschungseinrichtungen in sechs thematischen Profilen zusammen, treiben kooperative Forschung voran und stärken so den Wissenschaftsstandort Hamburg. Das Handlungsfeld Innovation und Transfer der Plattform wird durch die Landesinnovationsförderung der BWFG flankiert, die darauf abzielt, wissenschaftsbasierte Innovationen frühzeitig zu unterstützen. Mit dem Artificial Intelligence Center Hamburg (ARIC), Hamburg Quantum Innovation Capital (hqic) und der Hamburger Allianz für Social Entrepreneurship bestehen zudem sektorübergreifende Kompetenzzentren und Netzwerkstrukturen für die Querschnittsthemen Künstliche Intelligenz, Quantencomputing und Social Entrepreneurship.

Mit der Initiative „AUFBRUCH.Hamburg – gemeinsam für eine lebenswerte Stadt“ wurde ein Schaufenster für das Hamburger Innovationsökosystem geschaffen. Ziel ist es, die Vernetzung innovationsinteressierter Akteurinnen und Akteure zu verbessern, den gesellschaftlich-politischen Dialog zu Innovationsthemen zu fördern, Wirtschaft und Wissenschaft enger zu verzahnen sowie Kultur und Kunst zu integrieren.

Das 2024 neu gegründete Netzwerk „Industrialized Additive Manufacturing Hub Hamburg“ (IAMHH) vereint rund 100 Organisationen aus Industrie und Forschung. Im Fokus steht die Entwicklung neuer Technologien für den industriellen Einsatz der Additiven Produktion.

Seit 2016 fördert der „Cross-Cluster-Space Hamburg“ (ehemals Co-Learning Space) die Zusammenarbeit der Hamburger Cluster, insbesondere zu Fach- und Querschnittsthemen wie Wasserstoff, Künstliche Intelligenz und Fachkräftesicherung.

Ein Förderaufruf im Jahr 2023 stärkt mit EFRE-Mitteln gezielt den Wissenstransfer, beispielsweise durch Projekte wie „HiHeal Next Level“ (Infektionsforschung) oder „KLIMAready“ (Energietransformation). Ein weiteres Clusterverbundvorhaben fokussiert auf digitale Tools und Lösungen zur Fachkräftesicherung.

In den vier Innovationsparks Altona, Harburg, Bergedorf und Finkenwerder profitieren Unternehmen von spezialisierter Infrastruktur und einer engen Anbindung an die jeweiligen wissenschaftlichen Ankerinstitute. Die Weiterentwicklung dieser Innovationsparks ist ein zentraler innovationspolitischer Schwerpunkt der 23. Legislaturperiode.

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