Bremen – FuI-Schwerpunkte

Das Land Bremen hat acht Forschungs- und Transferschwerpunkte (FTS) definiert, in denen die besondere Leistungsfähigkeit von Forschung und Transfer gleichrangig eingestuft wird. Diese sind (1) Meeres- und Klimawissenschaften, (2) Material-, (3) Sozial- und (4) Gesundheitswissenschaften, (5) Information und Kommunikation, Kognition und Robotik, (6) Logistik, (7) Luft- und Raumfahrt und (8) Energiewissenschaften. An den FTS sind sowohl die Hochschulen als auch die außeruniversitären Forschungseinrichtungen beteiligt. Sie zeichnen sich u. a. durch internationale Sichtbarkeit, exzellente Grundlagenforschung (derzeit sechs Sonderforschungsbereiche) oder angewandte Forschung, eine sehr gute Infrastruktur sowie die Berücksichtigung von Gender- und Diversitätsdimensionen aus. Die FTS sind geprägt durch sehr gute Transferleistung in die Gesellschaft, Politik und Verwaltung beziehungsweise durch intensive Kooperationen mit der Wirtschaft. Zugleich sind sie eng verknüpft mit den Schlüsselbranchen des Landes.

In der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder war die Universität Bremen in der Förderlinie Exzellenzcluster mit dem meereswissenschaftlichen Cluster „Der Ozeanboden – unerforschte Schnittstelle der Erde“ und dem materialwissenschaftlichen Cluster „Die Marsperspektive – Ressourcenknappheit als Grundlage eines Paradigmas der Nachhaltigkeit“ erfolgreich.

Die Hochschulen im Land Bremen zählen bei der Einwerbung von Drittmitteln zu den erfolgreichsten Hochschulen in Deutschland. Die Universität Bremen lag mit ihren jährlichen Drittmitteleinnahmen im Jahr 2022 mit 409.000 Euro pro Professur auf Platz 2 aller Bundesländer. Die bremischen Fachhochschulen liegen mit 86.000 Euro pro Professur sogar auf Platz 4.

Neben seinem hervorragenden Renommee als Wissenschaftsstandort hat das Land Bremen sich in einer Vielzahl von Themenfeldern zu einem starken Innovationsstandort entwickelt. Ein besonderer Hotspot für Innovationen in Bremen sind die sogenannten Zukunftsorte, wo – oft wissenschaftsgeleitet – Innovationen für Industrie und Gesellschaft entstehen. Diese Orte sind Zentren oder Plattformen wie das Forschungs- und Technologiezentrum ECOMAT, wo über Branchengrenzen hinweg an der Entwicklung neuer Produkte gearbeitet wird. Projektbezogene Technologieförderung und Verbundprojekte zwischen KMU, wissenschaftlichen Einrichtungen und der Forschung unterstützt das Land Bremen mit diversen Förderprogrammen wie dem Programm Forschung, Entwicklung und Innovation (FEI), dem Programm zur Förderung anwendungsnaher Umwelttechniken (PFAU), dem Programm zur Förderung angewandter Umweltforschung (AUF) und dem Luft- und Raumfahrtforschungsprogramm (LuRaFo). Die Förderungen können von Forschungseinrichtungen und Unternehmen gleichermaßen und in Kooperation eingeworben werden und stärken so die Zusammenarbeit in der Forschung, Entwicklung und Innovation.

Ziel der Universität Bremen ist es, wieder den Status einer Exzellenzuniversität zu gewinnen. Die Bewerbung als Exzellenzuniversität will die Universität Bremen gemeinsam mit der Universität Oldenburg einreichen. Dafür wird derzeit ein Zukunftskonzept entwickelt, das beide Universitäten stärken und zukunftsorientiert aufstellen will. Mit der Förderung will das Land nicht nur eine höhere Strahlkraft für die Wissenschaft erreichen, sondern auch Fachkräfte anziehen und eine Weiterentwicklung der Industrie erzielen.

Die Innovationsstrategie Land Bremen 2030 bildet den Rahmen für Innovations- und Technologieförderung im Land Bremen. Das Land Bremen spezialisiert sich in fünf Schlüsselinnovationsfeldern, die einen Beitrag zur Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen leisten: Nachhaltiges Wirtschaften und Ressourceneffizienz, Vernetzte und adaptive Industrie, Mobilität der Zukunft, Intelligente Dienstleistungen, Digitale Transformation.

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