Sämtliche Hochschulen im Land Bremen verfolgen den Wissens- und Technologietransfer als ihre Third Mission. Ein wichtiges Ziel der Transferaktivitäten der Hochschulen des Landes ist die Stärkung der Kooperationen in der Region und darüber hinaus sowie die Übernahme von gesellschaftlicher Verantwortung. Durch intensive Zusammenarbeit mit regionaler Wirtschaft, Kultur, Zivilgesellschaft und Politik tragen sie als Entwicklungsmotor zur Gestaltung eines kontinuierlichen Strukturwandels in der Region bei. Ihre Transferstrategien zielen daher darauf ab, die Sichtbarkeit von Transfer zu erhöhen und Wertschätzung von Transferaktivitäten auszudrücken, Lehre, Studium und Transfer zusammenzudenken und Gründungskultur voranzubringen, aber auch geeignete Formate und Feedbackmechanismen zu entwickeln.
Das Netzwerk BRIDGE bündelt die hochschulnahen Gründungsaktivitäten. Die staatlichen Hochschulen des Landes, die Constructor University gGmbH und das STARTHAUS für Bremen und Bremerhaven der Bremer Aufbaubank (BAB), bieten Studierenden, Alumni und Mitarbeitenden der Hochschulen ein aufeinander abgestimmtes Angebot, u. a. den Wettbewerb CAMPUSiDEEN zu Geschäftsideen und -konzepten.
Als Campusuniversität inmitten des Technologieparks ist die Universität Bremen von ca. 500 Unternehmen umgeben. Ein neuer Player bereichert das hochattraktive Innovations-Ökosystem: Deutschlandweit wird in Bremen das erste innovate! Zentrum der Joachim Herz Stiftung gefördert. Ziel ist es, innovative Ergebnisse und technologische Entwicklungen aus der materialwissenschaftlichen Forschung weiter in Richtung marktfähige Produkte und Dienstleistungen voranzutreiben. Als agiles Start-up im Universitätsumfeld arbeitet das Zentrum flexibel und dynamisch mit Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Industriepartnern zusammen, um durch gemeinsame Projekte die Lücke zwischen Forschung und Anwendung zu überbrücken.
Mit der idea|2|business GmbH (i2b) veranstaltet das größte Wirtschafts- und Wissenschaftsnetzwerk im nordwestdeutschen Raum regelmäßig Veranstaltungen mit Gästen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Politik. So wurde im Rahmen einer i2b-Veranstaltung 2024 erstmals der Transferpreis der Universität Bremen in Kooperation mit Radio Bremen vergeben.
Erfolgreicher Transfer benötigt Orte der niedrigschwelligen Begegnung und des Austauschs. Die Universität Bremen verfügt mit ihrem neuen Standort „Forum am Domshof“ über einen idealen Ort für Beteiligungsformate. Die inhaltliche Ausrichtung der Veranstaltungen verantwortet dabei der neu geschaffene Bereich „Partizipation und Public Engagement“.
Die Kultur- und Kreativwirtschaft spielt u. a. mit dem Creative Hub Bremen als Leuchtturmprojekt für die Standort- und Gründungsförderung eine wichtige Rolle in der Unterstützung von Wissenstransfer. Mietfreie Arbeitsflächen, Workshopräume, eine Bühne und viele Unterstützungs- und Vernetzungsangebote bilden ein inspirierendes Milieu.
Der Nordwesten Deutschlands verfügt über eine außergewöhnliche Dichte an Hochschulen, Forschungsinstituten und Industrieunternehmen. Die Regionen rund um Bremen und Oldenburg bilden zusammen ein leistungsfähiges Innovationscluster, das durch die hoi startup factory gezielt genutzt und weiterentwickelt wird. Als länderübergreifende Initiative, die Start-ups der gesamten Region während ihrer Start-up Journey strukturiert und skalierbar fördert, schafft die hoi einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil für Wissenschaft, Wirtschaft und Gründerinnen und Gründer. Das Ziel der hoi: Start-ups aus der Wissenschaft systematisch begleiten, Gründungsprozesse effektiv fördern, Anwendungsfelder aufzeigen, Gründende mit Know-how, Netzwerk und Infrastruktur versorgen. Innovation und unternehmerisches Denken werden so nachhaltig in der Region verankert. Neun Hochschulen sind beteiligt, sie alle eint u. a. eine gemeinsame Intellectual-Property-Strategie (IP).