Sachsen – Wissenschaftssystem

Die Forschungslandschaft umfasst rund 90 öffentlich finanzierte Einrichtungen. Hochschulische und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen bilden gemeinsam mit weiteren Akteuren eine leistungsfähige Basis für wissenschaftliches Arbeiten. Das macht Sachsen attraktiv für Spitzen- und Nachwuchsforschung aus aller Welt.

14 Hochschulen (TU Dresden, Universität Leipzig, TU Chemnitz, TU Bergakademie Freiberg, fünf Hochschulen für angewandte Wissenschaften und fünf Kunsthochschulen) forschen in einem breiten Spektrum von den Geisteswissenschaften bis zu Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Die Duale Hochschule Sachsen bietet duale Studienangebote an. Die Evangelische Hochschule Dresden, die HHL Leipzig Graduate School of Management sowie das Institute for Integrated Management of Material Fluxes and of Resources der Universität der Vereinten Nationen (UNU-FLORES) decken spezielle Ausbildungsbedarfe.

Etwa 50 außeruniversitäre Forschungseinrichtungen arbeiten in einer großen thematischen Bandbreite, z. B. Mikro- und Nanoelektronik, Materialwissenschaften, Produktionstechnologien, Energie, Umweltwissenschaften, Biotechnologie, Naturwissenschaften, Medizin und Geisteswissenschaften. Die Einrichtungen der Helmholtz-Gemeinschaft, der Max-Planck-Gesellschaft, der Fraunhofer-Gesellschaft und der Leibniz-Gemeinschaft haben einen hohen Anteil. Es gibt Standorte des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt, mehrere Deutsche Zentren der Gesundheitsforschung und das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen.

Neu hinzugekommen sind das Deutsche Zentrum für Astrophysik, das Centre for the Transformation of Chemistry und das Center for Advanced Systems Understanding.

Sachsen hat acht Landesforschungseinrichtungen: Kurt-Schwabe-Institut für Mess- und Sensortechnik, Nanoelectronic Materials Laboratory, VKTA – Strahlenschutz, Analytik & Entsorgung, Barkhausen Institut, Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung, Sächsische Akademie der Wissenschaften, Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde, Sorbisches Institut. Das Barkhausen Institut gilt als führendes Innovationszentrum für Internet-of-Things.

Forschungszentren und An-Institute der Hochschulen fungieren als Mittler zwischen Hochschule und regionaler Wirtschaft und befördern den Technologietransfer in die Wirtschaft.

Die Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen sind über gemeinsame Berufungen und Verbundprojekte verknüpft.

Die TU Dresden ist eine Exzellenzuniversität mit fünf Exzellenzclustern. Die TU Dresden betreibt eines der Nationalen Hochleistungsrechenzentren und führt zwei Konsortien der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) an. Die Universität Leipzig hat einen Exzellenzcluster in Medizin.

Mit dem von den Universitäten Dresden und Leipzig betriebenen Center for Scalable Data Analytics and Artificial Intelligence (ScaDS.AI) befindet sich in Sachsen eines der fünf nationalen KI-Forschungskompetenzzentren.

Die drei Technischen Universitäten bilden die Sächsische Wasserstoffunion.

Das Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig wird erweitert.

Das Thema Kognitive Produktionssysteme in der industriellen Produktion wird durch das Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik ausgebaut. Die Außenstellen des DKZ und der Fraunhofer-IEG werden aufgebaut. Mit Hydrogen Laboratory Görlitz (HLG) wird eine gemeinsame Forschungsplattform von Fraunhofer-Instituten zur Weiterentwicklung von Komponenten entlang der Wasserstoffwertschöpfungskette Power-to-Hydrogen-to-Power bis zur industriellen Reife geschaffen. Am Fraunhofer-IIS/EAS Dresden wird der Aufbau eines Applikationslabors Quantenkommunikation und eines Prototyping- und Test-Zentrums für KI-Systeme fortgesetzt.

In der Mikroelektronik wird ein Teil der Pilotlinie APECS der Forschungsfabrik Mikroelektronik Deutschland (FMD) an den Fraunhofer-ENAS, IIS/EAS, IZM-ASSID und IPMS aufgebaut.

Am Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur wird ein Forschungslabor Materialität jüdischer Kultur aufgebaut.

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