Sachsen verfügt über ein umfassendes FuI-Förderportfolio, bei welchem sich die einzelnen Elemente entlang der Innovationskette ergänzen.
Im Mittelpunkt der rein landesfinanzierten, grundlagenorientierten Forschungsprojektförderung stehen der Ausbau vorhandener Expertise sowie die Anregung der Entwicklung innovativer, zukunftsweisender Kompetenzen unter Nutzung und Etablierung von Vernetzungspotenzialen mit Wirtschaft und Gesellschaft. Ein wesentlicher Fördergegenstand des grundsätzlich themenoffenen Programms ist die Unterstützung von Vorhaben, die auf eine Stärkung der Drittmittelfähigkeit einzelner Einrichtungen oder Verbünde abzielen.
Aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) werden der Auf- und Ausbau der Infrastruktur der anwendungsorientierten Forschung, insbesondere durch Geräteerstausstattung, sowie anwendungsnahe Forschungs- und Entwicklungsprojekte und die Bildung von Netzwerken zu Zukunftstechnologien unterstützt. Mit dem zusätzlichen Just Transition Fund (JTF) wird der Fokus auf eine nachhaltige Entwicklung der Forschungsregionen Leipzig, Lausitz und Chemnitz gelegt.
Mit der technologie- und branchenoffenen EFRE/JTF-Technologieförderung werden sächsische Unternehmen bei Forschung und Entwicklung unterstützt. Hier nehmen FuE-Verbundprojekte eine besondere Rolle ein.
KMU werden beim Erwerb technologischen Wissens unterstützt. Die niederschwellig ausgerichtete InnoPrämie führt KMU mit wenig FuE-Erfahrung an Forschung und Entwicklung heran.
Die Validierungsförderung dient der Qualifizierung wissenschaftlicher Forschungsergebnisse für eine wirtschaftliche Verwertung.
Zur Steigerung der Innovationskraft werden außerdem die individuellen Bildungspotenziale akademischer Nachwuchskräfte mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) gestärkt. Im Rahmen des MINT-Fachkräfteprogrammes ESF Plus werden Zuschüsse für die Beschäftigung von hochqualifizierten Fachkräften für die Bearbeitung von FuE- und Innovationsvorhaben in KMU, für die Beschäftigung von Transferassistentinnen und -assistenten sowie für die gemeinsame Bearbeitung von FuE-Vorhaben durch Unternehmen und Hochschulen oder Forschungseinrichtungen gewährt.
Mit der Landes-Technologieförderung werden innovations- und technologiepolitisch bedeutsame Veranstaltungen und sonstige innovationsunterstützende Maßnahmen sowie die Patentverwertung durch Hochschulen und Forschungseinrichtungen unterstützt.
Darüber hinaus können KMU bei der Markteinführung innovativer Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen unterstützt werden.
Mit futureSAX – der Innovationsplattform des Freistaates Sachsen – gibt es eine zentrale Anlaufstelle im sächsischen Gründungs- und Innovationsökosystem, die die Innovationsakteure vernetzt und das starke Gründungs- und Transfergeschehen sichtbar macht.
Als Themen mit strategischer Bedeutung werden insbesondere Umwelt, Rohstoffe, Digitalisierung, Mobilität, Energie und Gesundheit adressiert. Zukunftsbezogene thematische Schwerpunkte bilden Wasserstoff, Energiespeicher, Kreislaufwirtschaft, Astrophysik, Künstliche Intelligenz und Quantentechnologien.
Die Innovationsstrategie Sachsens soll zu einer signifikanten Stärkung der Innovationskraft beitragen. Sie fußt auf den zwei Säulen „intelligente Spezialisierung“, die auf die optimale Ausnutzung vorhandener Potenziale setzt, und „intelligente Diversifizierung“, die die Rolle von Branchen- und Technologieoffenheit in einer sich ständig wandelnden Welt betont.
In der KI-Strategie für Sachsen werden neun strategische Ziele genannt, die durch zahlreiche Maßnahmen erreicht werden sollen. Sie bildet die Basis für eine wirksame Stärkung von Forschung und Innovation mit Hilfe Künstlicher Intelligenz.