Vorrangiges Ziel ist eine prosperierende Wissenschafts-, Forschungs- und Innovationslandschaft. Die sächsische Forschungs- und Innovationspolitik verfolgt einen systemischen Ansatz, der alle relevanten Akteure (inkl. ihrer Interaktionen) und Rahmenbedingungen berücksichtigt.
Sachsen verwendet einen erheblichen Teil der Kohäsions- und Strukturmittel der EU für die Bereiche Wissenschaft, Forschung und Innovation. Die Förderung umfasst das gesamte Spektrum von der Grundlagenforschung bis hin zur Umsetzung und Vermarktung. Gleichzeitig wird eine breite Vernetzung der Hochschulen und Forschungseinrichtungen auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene sowie mit Wirtschaft und Gesellschaft gefördert, um sich im weltweiten Wettbewerb zu behaupten.
Die Forschungspolitik zielt auf die Förderung exzellenter Wissenschaft sowie die Leistungssteigerung der Forschungseinrichtungen ab. Zukunftsfelder wie Mikroelektronik, Kreislaufwirtschaft, Energieforschung, moderne Mobilität, Gesundheitswissenschaft sowie neuartige Werkstoff- und Fertigungstechnologien stehen im Fokus. Von besonderer Bedeutung ist der Ausbau der Kompetenzen im Bereich Digitalisierung, insbesondere in den Themengebieten Künstliche Intelligenz, Robotik und Quantentechnologien.
Mit dem „Weißbuch für die Forschung in öffentlichen Wissenschaftseinrichtungen“ wurden Leitlinien für die strategische Weiterentwicklung der Forschungslandschaft herausgearbeitet, damit Sachsen sich im internationalen Wettbewerb behauptet und seinen Teil dazu beiträgt, Antworten auf die drängenden Zukunftsfragen zu finden.
Mit der „Innovationsstrategie“ mobilisiert Sachsen Potenziale und Ressourcen und verfolgt das Ziel, sächsische Unternehmen dabei zu unterstützen, noch mehr technische und nichttechnische Innovationen hervorzubringen und internationale Märkte zu erobern. Die Strategie fußt auf den Säulen „intelligente Spezialisierung“ und „intelligente Diversifizierung“. Vor allem kleine und mittlere Unternehmen stehen im Fokus der sächsischen Innovationspolitik.
Eine wichtige Rolle spielen der Wissens- und Technologietransfer und der Cross-Innovations-Ansatz. Die Beteiligung an nationalen, europäischen und internationalen Forschungs- und Technologiekooperationen, Netzwerken und Clustern fördert einen kontinuierlichen Wissensfluss und steigert die Effizienz des Forschungs- und Innovationsprozesses.
Innovative Start-ups, vor allem aus der Wissenschaft, werden als Mittel gesehen, Wissen zu kommerzialisieren und damit Wertschöpfung und Arbeitsplätze zu schaffen. Die Unterstützung bei der Markteinführung innovativer Produkte und Dienstleistungen sowie beim Wachstum und bei der Skalierung sind weitere wesentliche Elemente der sächsischen Innovationspolitik.
Die „KI-Strategie“ bildet die Basis für eine wirksame Stärkung von Forschung und Innovation mit Hilfe Künstlicher Intelligenz. Sie bündelt als Teil der Digitalisierungsstrategie zentrale Maßnahmen und Handlungsfelder – mit Fokus auf das Zusammenspiel von Software, Hardware, smarten Systemen und digitaler Infrastruktur.