Saarland – FuI-Schwerpunkte

Der über zwei Jahrzehnte andauernde Prozess der strategischen und inhaltlichen Ausrichtung der technologischen Schwerpunkte in Verknüpfung mit einem gezielten Ausbau der Forschungsinfrastrukturen ist zusammen mit der Weiterentwicklung der Hochschulen Grundlage der innovationsgetriebenen Entwicklung des Landes.

Aufgrund der exzellenten Forschungskompetenzen der universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen sollen insbesondere KI und Cybersecurity als Querschnittsdisziplinen und zentrale Instrumente in Forschung und Anwendung etabliert werden, um Talente zu gewinnen und neue Geschäftsmodelle zu ermöglichen. Neben dem Ausbau des CISPA Helmholtz-Zentrums für Informationssicherheit in St. Ingbert wird zusätzlich mit dem Innovation Campus ein neuer Standort für Ansiedlungen und Ausgründungen entwickelt. Damit soll eine hervorragende Infrastruktur für Unternehmensentwicklungen und Ansiedlungen geschaffen werden.

Mit wegweisenden Forschungsprojekten u. a. im Schlüsselbereich Sustainable Smart Production & New Mobility der Innovationsstrategie wird die wissenschaftliche Exzellenz in den Zukunftsfeldern Energie, Materialien und Daten gefördert und gestärkt, wodurch unmittelbare Anwendungspotenziale für die Saarwirtschaft entstehen. Das Projekt „EnFoSaar“ zielt auf die Entwicklung einer interdisziplinären Forschungsplattform zur nachhaltigen Energietransformation ab. Parallel dazu legt das Projekt „CircularSaar“ den Fokus auf die Kreislaufwirtschaft und adressiert zentrale Kompetenzfelder wie Material- und Datenwissenschaften. Neue Wertschöpfungsketten werden auch mit dem Aufbau der Wasserstoffwirtschaft im Saarland geschaffen, die den Standort im Hinblick auf seine Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit langfristig stärken. Mit den beiden Leuchtturminitiativen mosaHYc und HydroHub Fenne werden saarländische Wasserstoffprojekte aus dem Programm Important Projects of Common European Interest (IPCEI) mit Bundes- und Landesmitteln gefördert. Für die Stahlindustrie im Saarland ist damit eine bedeutende Zukunftsperspektive verknüpft, denn die Nutzung von Wasserstoff ist eine zentrale Säule für das Bestreben der saarländischen Stahlindustrie, CO2-Emissionen weiter zu reduzieren.

Der PharmaScienceHub ist eine gemeinsame Kooperationsplattform der UdS und des HIPS unter Einbezug von lokalen und internationalen Unternehmen des pharmazeutischen Sektors. Der PSH stärkt die pharmazeutische Forschung durch eine enge Zusammenarbeit mit Medizin, Informatik und Life Sciences und ermöglicht so den effizienten Übergang innovativer Entwicklungen von der Grundlagenforschung in die klinische Anwendung. Im PSH arbeiten mehr als 70 Forschungsgruppen und über 300 Forscherinnen und Forscher aus verschiedenen Disziplinen eng zusammen. Sie profitieren von der Zusammenarbeit mit regionalen und überregionalen Unternehmen sowie von einer engen Partnerschaft mit Akteuren aus der Pharma- und Biotech-Industrie auf nationaler und internationaler Ebene. Der PSH ist eine zentrale Initiative zur Weiterentwicklung des interdisziplinären NanoBioMed-Schwerpunkts der Universität, um innovative Entwicklungen in einem stark interdisziplinären und KI-unterstützten Gebiet der modernen Wirkstoffforschung und -entwicklung zu ermöglichen. Damit werden auch Ansiedlungen, wie z. B. von Vetter Pharma, im Saarland befördert.

Mit dem Fraunhofer-Zentrum für Sensor-Intelligenz (ZSI) wird das Gebiet der Sensor-Intelligenz als wichtiger Baustein für die digitale Transformation im Saarland weiter vorangetrieben.

An UdS, htw saar und saarländischen außeruniversitären Forschungseinrichtungen wird mit Mitteln des saarländischen Transformationsfonds Forschung in zukunftsrelevanten Bereichen deutlich gestärkt, um den notwendigen Transformationsprozess der Saarwirtschaft zu unterstützen. Ziel ist es, durch wissenschaftliche Exzellenz, Forschung und Technologietransfer neue Wertschöpfungsbereiche und Arbeitsplätze in den Wachstumsfeldern der Zukunft zu erschließen. Zum Beispiel fördert das Land den Aufbau eines Zentrums für Quantentechnologien (QuTe), den Think-and-Do-Tank SOUNDS (Societal Observatory Using Novel Data Sources) an der UdS, die interdisziplinären Projekte im Bereich nachhaltige Energieversorgung und Ressourcennutzung (EnFoSaar, CircularSaar) sowie die kooperativen Forschungsgruppen Eco2 und NextGen Microelectronics in enger Verknüpfung der htw saar und dem Fraunhofer-IZFP zur Erforschung von neuen Methoden, um Ressourcen in der Industrieproduktion durch Kreislaufprozesse zu schonen.

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