Die besonderen Stärken Thüringens liegen in den Bereichen Optik, Photonik, Quantentechnologien, Sensorik, Batterie- und Umweltchemie, Maschinenbau und Digitalwirtschaft sowie Wertstoffwirtschaft und Kreislauftechnologien.
Das Förderinstrumentarium für Forschung, Technologie und Innovation (FTI-Thüringen) beinhaltet vielfältige Unterstützungsmaßnahmen, welche Vorhaben von der Grundlagenforschung bis hin zur marktfähigen Anwendung in Unternehmen stärken. Das Förderangebot konzentriert sich auf die Vernetzung zwischen Industrie und Wissenschaft, den Ausbau der Forschungslandschaft sowie die Stärkung des Transfers, um das vorhandene Wissen integrativ zur Verfügung zu stellen. Es bietet mit Angeboten wie bspw. der FuE-Verbund-Förderung, Innovationsgutscheinen, Geräteinvestitionsförderung, der Investitionsförderung und der Förderung von Forschungspersonal ein niederschwelliges und umfassendes Förderangebot für Hochschulen, außeruniversitäre wirtschaftsnahe Forschungseinrichtungen sowie Unternehmen und insbesondere Start-ups. Die Förderung erfolgt aus Mitteln der Europäischen Strukturfonds sowie des Freistaats Thüringen.
Die Stärkung von Wissens- und Technologieentwicklung in Wissenschaftseinrichtungen sowie von FuE-Kapazitäten in Unternehmen adressiert FTI-Thüringen ebenso wie die Entwicklung marktfähiger Innovationen in der Wirtschaft. Hierbei erfolgt eine Orientierung auf die Kernkompetenzen mit Wachstumspotenzialen, welche als fünf Spezialisierungsfelder in der Regionalen Innovationsstrategie definiert sind: Industrielle Produktion und Systeme; Nachhaltige und intelligente Mobilität und Logistik; Gesundes Leben und Gesundheitswirtschaft; Nachhaltige Energie und Ressourcenverwendung; IKT, innovative und produktionsnahe Dienstleistungen.
In den vergangenen Jahren wurde eine Vielzahl von Unternehmen, Hochschulen, außeruniversitären und wirtschaftsnahen Forschungseinrichtungen, Clustern und Netzwerken in die strategischen Prozesse der Regionalen Innovationsstrategie (RIS) Thüringen einbezogen. Weiterhin ist diese Zusammenarbeit über die Gremienstruktur der RIS Thüringen wichtiger Bestandteil der Thüringer Innovationspolitik. Auch zukünftig geht es darum, staatliche FuE-Impulse so zu setzen, dass sie ihre Wirkung bis in die wirtschaftliche Anwendung optimal und schnell entfalten können. Eine Einbindung der unterschiedlichen Interessen der Akteure entlang der Innovationskette ist dabei unerlässlich und verbindet die Strategie mit ihrer operationellen Umsetzung.
In den kommenden Jahren gilt es weiterhin, durch thematische Schwerpunktsetzung die im Freistaat vorhandenen Kernkompetenzen in Wissenschaft und Wirtschaft zu stärken und zukunftsträchtige Wertschöpfungsnetzwerke technologieübergreifend auszubauen. Insbesondere KMU sollen in ihrer Innovationstätigkeit unterstützt werden.
Der Transformationsprozess hin zu einer ressourcenschonenden Wirtschaft sowie Entwicklung innovativer Lösungen für dieses Ziel nimmt eine wachsende Bedeutung ein.
Ziel ist, Thüringens wissenschaftliche und wirtschaftliche Kernkompetenzen über die Landesgrenzen hinweg zu profilieren, die Akteurinnen und Akteure überregional stärker zu vernetzen und dadurch den Innovationsstandort als Ganzes zu stärken. Daher bringt sich das Land aktiv in die Hightech Agenda Deutschland ein. Mit Unterstützung des Freistaats sollen zugleich die Thüringer Innovationsakteurinnen und -akteure für eine erfolgreiche Teilnahme an EU- und Bundesprogrammen befähigt werden. Durch die Etablierung von Foresight-Prozessen werden zukünftig aktuelle Stärken und kurzfristige Potenziale ebenso wie bundesweite und globale Trends betrachtet und innovationsbasierte Wertschöpfungsnetzwerke entwickelt.