Schleswig-Holstein – Internationale Zusammenarbeit

Die Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Schleswig-Holstein unterhalten umfangreiche internationale Forschungskooperationen. Ihre aktive Beteiligung an EU-Rahmenprogrammen wie „Horizont Europa“ und „Interreg“ trägt maßgeblich zur Drittmittelfinanzierung, Profilbildung und zum gesellschaftlichen Transfer bei. Diese Programme ermöglichen nicht nur die Vernetzung mit exzellenten Einrichtungen in Europa und darüber hinaus, sondern auch die koordinierte Bearbeitung globaler Zukunftsfragen. Schleswig-holsteinische Akteure übernehmen dabei zunehmend federführende Rollen in internationalen Konsortien.

Die Stärkung der internationalen Forschungszusammenarbeit stellt einen zentralen Hebel dar, um die Innovationskraft des Landes für die maßgebliche Verbindung von Wissenschaft und Wirtschaft nachhaltig zu sichern und die Sichtbarkeit der wissenschaftlichen Exzellenz international zu erhöhen. Die Forschungsprojekte sind vielfältig: Von Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahmen im Rahmen von „Horizont Europa“ zur Förderung wissenschaftlicher Karrieren über europäische Hochschulallianzen, bis zu Innovationsprojekten im Rahmen des Europäischen Innovationsrats.

Besondere Leuchtturmprojekte verdeutlichen die Rolle des Landes im europäischen Forschungsraum: Die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) und das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) koordinieren komplexe medizinische Verbundforschung mit europäischer Reichweite. Das GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung leitet beispielsweise internationale Projekte zur Entmunitionierung von Meeresgebieten. Die Universität zu Lübeck treibt insbesondere Exzellenzförderung auf EU-Ebene voran und hat mit der Technischen Hochschule Lübeck eine strukturierte Antragsunterstützung implementiert. Die Europa-Universität Flensburg engagiert sich vor allem in europäischen Netzwerken zur regionalen Entwicklung und sozialen Teilhabe, während die Hochschule Flensburg regelmäßig Interreg-Projekte in der deutsch-dänischen Grenzregion durchführt – ein zentrales Feld im Rahmen der Dänemarkstrategie des Landes.

In den Internationalisierungsüberlegungen des Landes insbesondere im Hinblick auf Forschung und Innovation spielt auch die Bedeutung der Vernetzung mit Dänemark, Skandinavien, dem Baltikum, den USA und Asien eine bedeutende Rolle. So entstehen strategische Allianzen mit hoher thematischer Passung – etwa im Bereich erneuerbare Energien, künstliche Intelligenz oder Life Sciences. Die Kooperation mit der chinesischen Provinz Zhejiang und der japanischen Präfektur Hyogo verdeutlicht, wie wissenschaftliche Partnerschaften zugleich wirtschaftliche Impulse setzen können, etwa bei der Erforschung klimaneutraler Technologien und Medizintechnik.

Von besonderem Interesse ist für die schleswig-holsteinische Landesregierung, welchen Beitrag die Hochschulen und Forschungseinrichtungen mit ihren Aufgaben in Lehre, Forschung, Transfer und Infrastruktur für die Entwicklung des Landes Schleswig-Holstein in wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Hinsicht leisten bzw. leisten können. Ein besonderes Augenmerk liegt auf den Schwerpunktthemen des Landes. Ziel der Identifikation von Schwerpunktthemen ist es, vorhandene Stärken weiter zu fördern, um nationale und internationale Exzellenz zu erhalten und auszubauen. Dies gilt insbesondere für die Themen der Exzellenzcluster an der CAU Kiel sowie für neue Schwerpunkte, die aufgrund der technologischen, gesellschaftlichen und ökonomischen Entwicklung in den Fokus genommen wurden. Die Position Schleswig-Holsteins in Forschung, Lehre und Transfer soll auf diese Weise im bundesweiten Vergleich weiter verbessert und das Land als attraktiver und moderner Wissenschaftsstandort weiter profiliert werden.

Nach oben