Niedersachsen – Internationale Zusammenarbeit

Internationale Kooperationen stellen eine Erfolgsbedingung für den wissenschaftlichen Fortschritt in Niedersachsen dar. Zwischen niedersächsischen Hochschulen und internationalen Partnern bestehen über 2.500 institutionalisierte Kooperationsbeziehungen, die in der Regel die gegenseitige Anerkennung von Studien- und Prüfungsleistungen, den Austausch von Studierenden, Lehr- und Forschungspersonal sowie die Zusammenarbeit in Forschung und Lehre umfassen.

Insgesamt haben die niedersächsischen (Forschungs-) Akteure mittels 623 Projektbeteiligungen im EU-Forschungsrahmenprogramm Horizont Europa (HEU) bis zum Juni 2025 rund 333,8 Mio. Euro EU-Fördergelder eingeworben. Auf die HEU-Programme fokussiert, zeigt sich, dass die niedersächsischen Akteure im HEU Cluster 5 Klima, Energie und Mobilität mit rd. 93,4 Mio. Euro deutschlandweit am meisten EU-Fördergelder einwerben (28 %; Stand Juni 2025).

Die besonderen Schwerpunkte des Ministeriums für Wissenschaft und Kultur (MWK) sind der untenstehend skizzierten Internationalisierungsstrategie zu entnehmen, die gemeinsam mit der VolkswagenStiftung und unter enger Einbindung der Landeshochschulkonferenz erarbeitet wurde.

Die wissenschaftlichen Fokusregionen des Landes sind Israel und Schottland. Im Programm „Forschungskooperation Niedersachsen Israel“ werden im jährlichen Wechsel Projekte aus den (1) Geistes- und Gesellschaftswissenschaften, (2) Lebenswissenschaften, Medizin und (3) Natur- und Ingenieurwissenschaften, Mathematik gefördert.

Im Programm „Lower Saxony – Scotland Research and Innovation Scheme“, welches das MWK gemeinsam mit der Royal Society of Edinburgh aufgesetzt hat, wird die Vernetzung zwischen schottischen und niedersächsischen Forschenden ebenso gefördert wie exzellente Forschungskooperationen zwischen Forschenden beider Regionen. Im Rahmen des am 16. Juli 2025 unterzeichneten Freundschaftsvertrags zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Vereinigten Königreich wurde diese Kooperation als herausragendes Beispiel der regionalen Zusammenarbeit hervorgehoben.

Die strategische Ausrichtung im Bereich Internationalisierung ist der Internationalisierungsstrategie von MWK und VolkswagenStiftung zu entnehmen, die auf vier Säulen beruht:

1. Säule: Europaförderung und internationale Kooperationen: Förderung der Internationalisierungsaktivitäten von Hochschulen und Forschungseinrichtungen und Unterstützung bei der Einwerbung von EU-Drittmitteln.

2. Säule: Internationalisierung von zukunft.niedersachsen: Durch ein Internationalisierungsmodul können Forschende in den Ausschreibungen von zukunft.niedersachsen eine zusätzliche Förderung für internationale Kooperationen beantragen.

3. Säule: Wissenschaftliche Fokusregionen: Stärkung der strategischen Partnerschaften mit ausgewählten wissenschaftlichen Fokusregionen, derzeit Israel und Schottland (vergleiche oben).

4. Säule: Gewinnung internationaler Studierender und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler: Gewinnung internationaler Studierender durch die Förderung der Rekrutierung, Studienvorbereitung und -begleitung oder der Vernetzung mit der Wirtschaft. Durch die sog. Niedersachsen-Professuren werden gezielt internationale Spitzenkräfte nach Niedersachsen geholt bzw. an den Standort gebunden. Weiterhin setzt das Hannah Arendt Fellowship-Programm wichtige Impulse für die Internationalisierung der geistes-, kultur- und sozialwissenschaftlichen Forschung in Niedersachsen.

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