Die internationale Zusammenarbeit von Hochschulen und Forschungseinrichtungen ist für Nordrhein-Westfalen von strategischer Bedeutung. Die Landesregierung unterstützt die internationale Zusammenarbeit auf Regierungsebene und pflegt mit strategisch wichtigen Partnern einen vielfältigen Austausch.
Die geografische Ausrichtung der bilateralen Zusammenarbeit ergibt sich vor allem aus gewachsenen Kooperationen, räumlicher Nähe, ähnlichen Interessen bzw. bestehendem Potenzial an gemeinsamen Vorhaben. Eingebunden in die internationalen Beziehungen der Landesregierung setzt das Ministerium für Kultur und Wissenschaft eigene regionale Schwerpunkte.
Im Mittelpunkt steht hierbei die Zusammenarbeit mit den Grenznachbarn Niederlande und Belgien sowie dem Vereinigten Königreich, Frankreich, Polen, Ukraine, Israel, den Vereinigten Staaten, Japan und Ghana.
Die erfolgreiche Beteiligung am EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation ist für Nordrhein-Westfalen von großer Bedeutung, da sie einen Beitrag zur Positionierung von Nordrhein-Westfalen als Spitzenforschungsstandort leistet. Handlungsleitend für die Unterstützung von Akteuren aus Nordrhein-Westfalen bei der Beteiligung am europäischen Forschungsrahmenprogramm ist das Handlungskonzept zum jeweiligen EU-Rahmenprogramm. Ziel ist, Forschung und Innovation in der Wissenschaft zu fördern, Forscherinnen und Forscher zu unterstützen und Wissens- und Technologietransfer in Wirtschaft und Gesellschaft zu stärken. Die Teilnahme am Forschungsrahmenprogramm ist ein wichtiger Treiber dieser wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Fortentwicklung.
Nordrhein-Westfalen ist bei der Einwerbung von EU-Mitteln (mehr als 1,8 Mrd. Euro aus Horizont 2020) sehr erfolgreich. Vorläufige Zahlen zur Teilnahme an Horizont Europa deuten darauf hin, dass Nordrhein-Westfalen diesen Weg im aktuellen EU-Forschungsrahmenprogramm (2021–2027) fortsetzt; mit Stand April 2025 wurden bereits knapp 1,3 Mrd. Euro nach Nordrhein-Westfalen eingeworben.
Gerade in einer Zeit, die durch eine zunehmende Globalisierung und Vernetzung geprägt ist, können die großen gemeinsamen Herausforderungen weltweit nur gemeinsam gelöst werden. Dies spiegelt sich unter anderem in zahlreichen internationalen Kooperationen der nordrhein-westfälischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen wider, die von diesen autonom und im Rahmen der jeweiligen Internationalisierungsstrategie unterhalten werden.
Vor dem Hintergrund der geopolitischen Herausforderungen setzt sich Nordrhein-Westfalen gezielt für den Schutz der Wissenschaftsfreiheit ein. Wissenschaftsfreiheit ist ein unumstößliches Gut und die Grundlage für innovative Forschung. Das damit einhergehende Thema Forschungssicherheit hat die Landesregierung als dringlich erkannt und daher frühzeitig entsprechende Aktivitäten initiiert, die kontinuierlich weiterentwickelt und durchgeführt werden.