Sachsen – Cluster und Netzwerke

Europas führendes Cluster der Mikroelektronik Silicon Saxony, eine starke Automobil- und Zulieferindustrie mit ihrem AMZ-Netzwerk und weitere Netzwerke/Cluster in innovativen Branchen tragen zur Zukunftsfähigkeit der Wirtschaft bei.

Grundstein ist die Clusterförderung, um die strategische Vernetzung von KMU untereinander und mit Forschungs- und Transfereinrichtungen, Hochschulen, Kammern, Verbänden und wirtschaftsnahen Akteuren zu stärken.

Zum Einsatz kommen die Instrumente Kooperationsnetzwerke und Innovationscluster. Bisher wurden 13 Kooperationsnetzwerke, z. B. in den Bereichen Gesundheitstextilien, Gestaltung der Digitalisierung, Energietechnologien, Luft- und Raumfahrt, Smart Services, technische Innovationen für die Landwirtschaft, thermoplastische Composites, 3D-Druck und traditionelles Kunsthandwerk, mit einer dreijährigen Förderung unterstützt. Mit Innovationsclustern werden über einen Zeitraum von bis zu zehn Jahren anspruchsvolle, höchst innovative und vor allem cross-sektorale Vorhaben gefördert, die die globalen Herausforderungen und Chancen für die industrielle Wettbewerbsfähigkeit Sachsens optimal ausnutzen. Die Förderung erfolgt in Förderwettbewerben. Im ersten Wettbewerb im Jahr 2017 wurden vier Cluster (Wasserstofftechnologie, Sensortechnik, Smart Medical Devices and Therapies und Intelligente Bahntechnik) ausgewählt. Drei davon setzen ihre Arbeit auch im 2. Förderabschnitt fort. In der zweiten Wettbewerbsrunde (2022) wurden zwei Cluster (Carbonbeton und Kreislaufwirtschaft) ausgewählt. Im dritten Aufruf 2024 wurde der Cluster Robotics Saxony (KI und Robotik) ausgewählt.

Zudem entwickelt Sachsen nach Erfolg im Bundeswettbewerb Digital Hubs die Standorte Dresden und Leipzig zu spezialisierten Start-up-Ökosystemen von internationalem Rang für Smart Systems (Basistechnologien für das Internet der Dinge) und Smart Infrastructure (Energiewirtschaft, digitale Gesundheitsversorgung und Smart Cities).

Die TU Bergakademie Freiberg und das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf sind Hauptpartner der EU-geförderten Knowledge and Innovation Community EIT RawMaterials, dem weltweit größten und bedeutendsten Netzwerk im Bereich Rohstoffe. Hauptziel ist die Verbesserung nachhaltigen Wachstums und der Wettbewerbsfähigkeit Europas durch Innovationskraft.

Mit der EFRE-Förderung werden wissenschaftliche Netzwerke über die Grenzen der Fachbereiche und Institutionen hinweg etabliert, um intelligente Spezialisierung und Diversifizierung zu verbinden. Gefördert werden komplexe, kooperative und wertschöpfungsbezogene Netzwerke mit einem hohen Nachhaltigkeitswert und hohem Innovations- und Zukunftspotenzial. Ziel sind strategische Kooperationen zur Entwicklung disruptiver Innovationen.

Bis 2027 arbeiten in einer Anschubfinanzierung sieben Forschungsnetzwerke in den Themenbereichen energieautarke Kommunikations- und Informationstechnologie, künstliche Intelligenz in der Medizin, Bioelektronik, Sicherheit und Nachhaltigkeit, Quantentechnologien, Smarte KI-basierte Robotik und Fusionsforschung.

Die sächsische technologie- und branchenoffene Cluster- und Netzwerkförderung wird auch künftig in Buttom-up-Prozessen entstehende Strukturen unterstützen. Begleitende Formate, z. B. clusterthematische Workshops und Veranstaltungen, verbessern die Vernetzung der Cluster untereinander und helfen, die Arbeit der Cluster und Netzwerke weiter zu professionalisieren.

Durch ihr erfolgreiches Engagement haben die sächsischen Partner eine gute Ausgangsposition, die Entwicklung des EIT RawMaterials auch im Rahmen des bis 2027 laufenden EU-Rahmenprogramms für Forschung und Innovation Horizont Europa mitzugestalten.

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