Baden-Württemberg setzt neben exzellenter Forschung und einem leistungsfähigen Umfeld an Unternehmen auf eine strategische Zusammenarbeit der Akteure in neuen Innovationsökosystemen.
Der Innovationscampus Cyber Valley zeigt, wie eine Partnerschaft exzellenter Wissenschaftseinrichtungen und führender Unternehmen international Strahlkraft und ein einzigartiges KI-Innovationsökosystem hervorbringen kann. Das neugegründete ELLIS-Institut unterstützt dies mit einzigartigen Rahmenbedingungen für die KI-Forschung.
Mit dem Innovationspark Künstliche Intelligenz Baden-Württemberg (IPAI) entsteht ein weiteres großes KI-Ökosystem als Innovations- und Wertschöpfungszentrum für KI-basierte Produkte und Dienstleistungen.
Im Innovationscampus Mobilität der Zukunft kooperieren die beiden stärksten ingenieurwissenschaftlichen Universitäten des Landes, die Universität Stuttgart und das KIT. Die enge Zusammenarbeit führt zu neuen Impulsen in der Mobilitäts- und Produktionsforschung und zielt dabei auch auf nachhaltigere Lösungen in diesen Bereichen ab.
Der Innovationscampus Health + Life Science Alliance Heidelberg Mannheim stärkt die Zusammenarbeit hervorragender biomedizinischer Einrichtungen, um neue Erkenntnisse in der Gesundheitsforschung zu gewinnen und in die Anwendung zu übertragen.
Der Innovationscampus QuantumBW bündelt die einzigartigen wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Kompetenzen in Baden-Württemberg, um Netzwerke zu stärken, international sichtbarer zu machen und aus Forschungsergebnissen marktreife Produkte zu entwickeln. Dabei wird ein integrativer und transferorientierter Ansatz verfolgt.
Der 2024 gegründete Innovationscampus Nachhaltigkeit hat das Ziel, gemeinsam mit zahlreichen Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft wissenschaftliche Innovationen im Bereich Nachhaltigkeit zu fördern.
Die Digitalisierung der Wirtschaft bildet einen weiteren Schwerpunkt. Mit der Initiative Wirtschaft digital Baden-Württemberg (seit 2025 Umfirmierung und vormals bekannt unter IW4.0) werden Maßnahmen angestoßen, um KMU im Land auf den Weg in die digitale Zukunft zu führen. Das Land verfügt mit elf regionalen und drei themenspezifischen Digital Hubs, einem Handwerks-Hub sowie zwei European Digital Innovation Hubs über ein flächendeckendes Netzwerk von Ideen-, Experimentier- und Kollaborationsräumen, um gemeinsam an Digitalprojekten arbeiten zu können. Mit dem Aktionsprogramm KI für den Mittelstand werden zudem die Anwendungspotenziale von KI für Unternehmen gefördert. Die KI-Exzellenzzentren als regionale Anlaufstellen und Experimentierräume stehen landesweit für Unternehmen bereit.
Die strategische Schwerpunktsetzung erfolgt im Rahmen von Strategiedialogen und Landesstrategien. So werden beispielsweise in den starken Ingenieurwissenschaften Förderimpulse in den Technologiefeldern Energieforschung, Elektromobilität, Wasserstofftechnologie, Leichtbau, Luft- und Raumfahrt, Produktion und nachhaltiges Bauen gesetzt. Im Bereich Gesundheit werden aktuell die Fokusthemen Gesundheitsdatennutzung und medizinische Translation bearbeitet.
Auch das transformative Forschungsformat „Reallabor“ fördert durch Kollaboration von Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft die Nachhaltigkeit. Hier fördert das Land aktuell vier innovative Projekte in den Förderlinien Reallabor Klima und Reallabor KI.
Das Land bekennt sich klar zum Klimaschutz und möchte weltweiter Vorreiter bei Umwelttechnologien werden. Die Forschungsunterstützung reicht dabei von nachhaltigkeitsorientierten Biotechnologien, ökologischem Landbau und emissionsarmer Mobilität bis hin zu erneuerbarer Energieproduktion und Energiespeicherung.
Im Hinblick auf die Bedrohungen für die demokratischen Gesellschaften in Europa rückt auch das Thema der Sicherheits- und Verteidigungsforschung in den Fokus. Verschiedene Forschungskompetenzen im Land werden vermehrt zu sicherheitsrelevanter Forschung beitragen, so etwa im Bereich der Cybersicherheit und bei Verteidigungstechnologien im Bereich der Luft- und Raumfahrt. Auch gerade als Beitrag zur dringend gebotenen mittel- und langfristigen Verbesserung der strategischen Sicherheitslage unserer Nation in bedrohungsintensiver Weltlage wird Baden-Württemberg die notwendige Vernetzung der betroffenen Akteure vorantreiben und dafür einen sechsten Innovationscampus Sicherheit und Verteidigung einrichten.