Hessen – FuI-Schwerpunkte

In der Herz-Lungen-Forschung, der Künstlichen Intelligenz, der Batterieforschung, der Wahrnehmungsforschung, der Mikrobiologie und der Zellbiologie hat sich Hessen mit sechs Exzellenzclustern in der internationalen Spitzenforschung verortet und damit zukunftsweisende Forschungsschwerpunkte mit hoher Sichtbarkeit und vielversprechendem Anwendungspotenzial vorzuweisen. Dass Hessen in der Forschung in vielen Feldern herausragend aufgestellt ist, ist auch das Resultat landesseitiger Förderprogramme, wie der Landes-Offensive zur Entwicklung Wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz (LOEWE). Das wettbewerbliche Programm unterstützt die Wissenschaftseinrichtungen bei der Umsetzung strategischer Profilbildungsprozesse und institutioneller Schwerpunktsetzungen und stärkt die Forschungs- und Innovationskraft Hessens nachhaltig. Im Zeitraum 2008 bis 2024 hat das Land Hessen Fördermittel in Höhe von rund 1,21 Mrd. Euro bereitgestellt. Finanziert werden seit 2008 herausragende LOEWE-Zentren, LOEWE-Schwerpunkte sowie LOEWE-KMU-Verbundvorhaben mit kleinen und mittleren Unternehmen zur Stärkung der anwendungsbezogenen Forschung und des Transfers. Seit 2021 werden zusätzlich LOEWE-Spitzen-Professuren, LOEWE-Start-Professuren sowie Projekte in der Förderlinie LOEWE-Exploration finanziert, um exzellente Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für Hessen zu gewinnen und die Umsetzung hochinnovativer und im positiven Sinne risikobehafteter Ideen zu unterstützen.

Das Programm Distr@l fördert themenoffen und anwendungsorientiert hochinnovative digitale Technologieprojekte aus Forschung und Entwicklung. Im Vordergrund steht die Erprobung oder Schaffung neuer Produkte, Prozesse und Dienstleistungen, um die digitale Transformation zu beschleunigen. In Einzel- oder Verbundvorhaben werden die anwendungsnahen Forschungsprojekte durch KMU, Start-ups und Hochschulen durchgeführt und dadurch auch der Technologietransfer von der Wissenschaft in die Wirtschaft gestärkt.

Im Förderzeitraum 2020 bis Juli 2025 wurden 160 Projekte mit einem Fördervolumen von rund 52 Mio. Euro für eine Förderung ausgewählt. Im gleichen Zeitraum wurden etwa 27 Mio. Euro aus der Wirtschaft kofinanziert. Darüber hinaus kommen rund 3,5 Mio. Euro aus dem EFRE-Programm 21+.

In der medizinischen Forschung wird an unterschiedlichen Standorten am besseren Verständnis von Krankheiten und innovativen Ansätzen zu ihrer Bekämpfung geforscht. So ist Hessen beispielsweise mit Partnereinrichtungen an fünf der Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung beteiligt – dem Deutschen Zentrum für Lungenforschung, dem Deutschen Zentrum für Infektionsforschung, dem Deutschen Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung, dem Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung und dem Deutschen Zentrum für Psychische Gesundheit.

Das Hessische Zentrum für Künstliche Intelligenz (hessian.AI) bündelt die Kompetenzen von 13 hessischen Hochschulen und ist Partner im Aufbau einer europäischen AI Factory mit einem Gesamtvolumen von 55 Mio. Euro.

Damit knüpft es an die Hessische KI-Zukunftsagenda an. Um KI noch stärker in die Anwendung zu bringen, ist der Aufbau eines KI-Anwendungszentrums in Frankfurt vorgesehen.

Die hessische Landesregierung hat es sich zum Ziel gesetzt, Hessen zum Leitstandort der Laserfusionsforschung zu machen. Ziel ist es, ein wissenschaftlich-wirtschaftliches Innovationsökosystem in diesem strategischen Technologiefeld zu errichten.

Nach oben