Internationale Kooperationen der Hochschulen und Forschungseinrichtungen bestehen mit zahlreichen Partnern weltweit. An den Hochschulen des Landes beträgt der Anteil der bildungsausländischen Studierenden 10,9 % (Wintersemester 2023/2024).
Baden-Württemberg International (BW_i), die zentrale Standortförderungsagentur des Landes zur Internationalisierung von Wirtschaft und Wissenschaft, unterstützt u. a. die Hochschulen und Forschungseinrichtungen bei ihrer internationalen Positionierung. BW_i trägt maßgeblich zur Stärkung der Sichtbarkeit des Standortes bei.
Baden-Württemberg ist sehr erfolgreich bei der Einwerbung von EU-Mitteln für Forschung und Innovation. Im laufenden EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation Horizont Europa (2021–2027) gehören baden-württembergische Hochschulen mit 730 Beteiligungen und rund 469 Mio. Euro eingeworbenen EU-Zuwendungen zu den Spitzenreitern unter den deutschen Ländern (Datenstand: April 2025). Darüber hinaus stehen den Akteuren im Land Mittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) für Forschungs- und Innovationsvorhaben und für den Ausbau von Forschungsinfrastrukturen zur Verfügung. Zehn baden-württembergische Hochschulen sind außerdem Teil einer Europäischen Hochschulallianz. In diesen erproben sie gemeinsam mit europäischen und internationalen Partnern Modelle der noch engeren Hochschulkooperation und entwickeln gemeinsame Strategien zur Stärkung der europäischen Lehre und Forschung. Das Land unterstützt die Teilnahme der Wissenschafts- und Wirtschaftsakteure an EU-Programmen.
Die Steinbeis-Stiftung für Wirtschaftsförderung mit dem Steinbeis-Europa-Zentrum, der Steinbeis-2i GmbH und weiteren Einrichtungen ist ein wichtiger Akteur im Innovationssystem und bildet für Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Hochschulen und regionale Wirtschaftsförderer eine wichtige Anlaufstelle für Kooperationen.
Enge und intensive Kooperationsbeziehungen verbinden Baden-Württemberg mit seinen Nachbarregionen in Frankreich, der Schweiz, Österreich und Liechtenstein. Dies zeigt sich beispielsweise am hochschulartenübergreifenden Wissenschaftsverbund Vierländerregion Bodensee EVTZmbH und im grenzüberschreitenden Forschungsförderprogramm „Wissenschaftsoffensive“ am Oberrhein. Zu nennen sind zudem der EVTZ Eucor – The European Campus, ein Verbund von fünf Universitäten, und TriRhenaTech, ein Verbund von 20 Hochschulen bzw. Instituten für angewandte Wissenschaften am Oberrhein.
Internationale Zusammenarbeit in Wissenschaft, Forschung und Technologie findet zudem im Rahmen des multilateralen Netzwerks „Vier Motoren für Europa“ sowie im Rahmen der EU-Strategie für den Donauraum (seit 2011) und der EU-Strategie für den Alpenraum (seit 2014) statt.
Baden-Württemberg beteiligt sich an der Vanguard-Initiative für „Neues Wachstum durch Smart Specialisation“.
Das Land unterstützt auch weiterhin die Teilnahme der Wissenschafts- und Wirtschaftsakteure an Projekten mit Fokus auf Forschung und Innovation, die mit EU-Mitteln gefördert werden.
Baden-Württemberg setzt sich kontinuierlich für die transatlantischen Partnerschaften ein. Hierzu zählen unter anderem die Landespartnerschaften mit Kalifornien, USA, und Ontario, Kanada. Mit Blick auf die hohe Dynamik von Wirtschaft, Wissenschaft, Forschung und Innovation in Asien wird Baden-Württemberg die bestehenden Partnerschaften weiterentwickeln. Baden-Württemberg erarbeitet hierzu sogenannte Asien-Pazifik-Leitlinien.