Sachsen – Transfer und Gründungen

Technologietransfer gehört zu den Schwerpunkten der sächsischen Technologiepolitik. Hierzu dienen insbesondere die Instrumente der Technologietransferförderung, die Förderung von Transferassistentinnen, die Förderung von technologiepolitisch bedeutsamen Veranstaltungen und die Förderung der Validierung von Forschungsergebnissen.

Basierend auf den Ergebnissen einer aktuellen Studie zu Stärken und Schwächen des sächsischen Transfersystems soll der Wissens- und Technologietransfer verbessert werden. Das Ziel ist, dass Unternehmen innovative Ideen schneller in Produkte umsetzen und Forschungsergebnisse wirksamer verwerten.

Mit der Hochschulinnovationsstrategie hat Sachsen eine Grundlage geschaffen, um den Technologietransfer aus den Hochschulen strategisch zu verankern und fortzuentwickeln.

Sachsen unterstützt Start-up-Neugründungen mit einer ausgebauten Förderung. Das schlägt sich in einem langfristig positiven Zuwachstrend nieder. Mit Staffbase und Sunfire haben zwei Start-ups Unicorn-Status erreicht. Weitere wachstumsstarke Start-ups wie Wandelbots und anvajo konnten hohe Finanzierungen einwerben. Besonders im Deep-Tech-Bereich bestehen gute Perspektiven, die Zahl der Neugründungen künftig deutlich zu steigern. Dafür spricht die Dynamik, mit der die Halbleiterindustrie, die Biotechnologie und weitere Zukunftsbranchen in Sachsen wachsen und anwendungsnahe Forschung ausgebaut wird, z. B. durch die Exzellenzcluster der TU Dresden oder das neue Center for the Transformation of Chemistry. Strategisch setzt Sachsen auf eine frühe Mobilisierung und unternehmerische Ausbildung von Gründern und auf eine starke Vernetzung innerhalb des Gründungsökosystems, u. a. um Gründern Zugang zu Erfahrungswissen, privatem Kapital und Unternehmenspartnern zu erleichtern. Die Innovationsplattform FutureSAX organisiert als zentrale Anlaufstelle den Austausch. Herausforderungen im Gründungsgeschehen adressiert Sachsen mit bewährten und neuen Instrumenten, z. B. der Förderung von Gründungsinitiativen an Hochschulen, Stipendien zur Finanzierung des Lebensunterhalts (InnoStartBonus), dem Technologiegründerstipendium und dem Risikokapitalangebot des Technologiegründerfonds Sachsens. Im Jahr 2023 wurde die Akzeleratoren-Förderung und der Business-Angel-Bonus eingeführt. Mit dem ExciteLab Dresden und dem R42 Games Accelerator sind zwei neue Akzeleratoren entstanden. Weitere werden nach einem neuen Call im Jahr 2025 hinzukommen. Der Business-Angel-Bonus ist ein Zuschuss für Start-ups, die Eigenkapital privater Investoren einwerben konnten, und unterstützt die Weiterentwicklung einer Business-Angel-Kultur in Sachsen. Die Mehrzahl dieser Instrumente wird in der Förderperiode bis 2027 aus EU-Mitteln unterstützt.

Im Leuchtturmwettbewerb des Bundes Startup Factories warb der Verbund aus sächsischen und thüringischen Hochschulen boOst Startup Ecosystem eine Bundesförderung von 10 Mio. Euro ein, mit der sich bis 2030 die Zahl der Start-ups in Sachsen und Thüringen verdoppeln soll.

Um die Innovationskraft zu erhöhen und die Effektivität von Innovationsprozessen zu steigern, fördert Sachsen im Rahmen einer agilen Gründungsstrategie die Schwerpunkte Vernetzung, Innovationskultur, Impulsvernetzung und Sichtbarkeit.

Mit den Förderungen Business-Angel-Bonus und Akzeleratoren EFRE 2021–2027 unterstützt Sachsen privates Wagniskapital und innovative Gründungen. Mit Hilfe der Akzeleratorenförderung sollen Aufbau und Markteintritt junger Unternehmen beschleunigt, unternehmerisches Know-how vermittelt und durch gezielte Vernetzung die Grundlagen für eine erfolgreiche Unternehmensentwicklung geschaffen werden. Ziel des Business-Angel-Bonus ist es, privates Kapital für die Finanzierung von Start-ups in den vom Kohleausstieg betroffenen sächsischen Regionen zu erschließen.

Neue Impulse sind von boOst Startup Ecosystem zu erwarten.

Sachsen plant gesetzliche Änderungen, um die Bedingungen für Beteiligungen der sächsischen Wissenschaftseinrichtungen an Ausgründungen zu vereinfachen.

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