Wissenschaft und Forschung sind zentrale Innovationstreiber und grundlegend für die Sicherung der nationalen und internationalen Wettbewerbsfähigkeit Hamburgs. Durch die Zukunftsverträge der Hamburger Hochschulen und den weiteren Ausbau der Technischen Universität Hamburg werden diese Kernbereiche gezielt gestärkt. Das enge Zusammenspiel von Wissenschaft, Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft schafft exzellente Rahmenbedingungen für Gründungen und Innovationen.
Im Rahmen der Landesinnovationsförderung werden spezielle Formate kontinuierlich weiterentwickelt, um den wissenschaftsbasierten Transfer aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen zu optimieren. Mit den Calls for Transfer (C4T) unterstützt Hamburg wirtschafts- und gesellschaftsrelevante Innovationsideen aus den Hochschulen, um diese wirksam in Industrie und Gesellschaft zu übertragen. Seit 2015 fördert Hamburg zudem den systematischen Auf- und Ausbau der Fraunhofer-Einheiten, um den Technologietransfer in die Wirtschaft weiter zu verbessern.
Die Universität Hamburg hat im Zuge der Exzellenzstrategie und auf Empfehlung des Stifterverbandes eine Transfer-Agentur etabliert, die universitäre Innovationsprozesse, Kooperationsmöglichkeiten und transferorientierte Dienstleistungen koordiniert und fördert. Die Hamburg Innovation GmbH als zentrale Transfereinrichtung der Hochschulen unterstützt die Innovationsaktivitäten umfassend, während die Innovations Kontakt Stelle (IKS) den direkten Zugang zwischen Unternehmen und Wissenschaft gewährleistet.
Für die Gründungsphase bieten Förderprogramme der Investitions- und Förderbank Hamburg wie das Programm für Innovation (PROFI), der Innovationsstarter Fonds Hamburg und InnoFounder gezielte Unterstützung. Über den Förderaufruf #UpdateHamburg werden zudem soziale Innovationen gefördert.
Der Schutz geistigen Eigentums, die Validierung und Verwertung von Hochschultechnologien sowie die Förderung des Transfers innovativer Ideen aus Wissenschaft in die Wirtschaft sind weitere zentrale Förderziele. Die Patentverwertungsagentur unterstützt dabei professionell. Zudem begleitet das Verbundprojekt Startup Port wissenschaftsbasierte Ausgründungen. Hamburg konnte 2025 mit dem erfolgreichen Projekt „Impossible Founders“ beim Startup Factory Wettbewerb einen großen Gewinn erzielen; hierfür stehen über 50 Millionen Euro für Deep-Tech-Startups bereit. Erfolgreiche Hamburger Start-ups wie Free Now, Tomorrow, Xing, das Unicorn 1Komma5°, AboutYou oder aus dem Hochschulbereich traceless verdeutlichen die Innovationskraft der Stadt.
In der zweiten Runde der Förderinitiative „Innovative Hochschule“ hat sich das „Ligeti Zentrum“ erfolgreich etabliert. Die Hochschule für Musik und Theater (HFMT), die Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW), die Technische Universität Hamburg (TUHH) und das Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) haben ein interdisziplinäres Transferzentrum geschaffen, das innovative Produkte und Konzepte an der Schnittstelle von Kunst, Wissenschaft und Technik entwickelt.
Hamburg verfolgt weiterhin das Ziel, den multilateralen Transfer zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft gezielt zu fördern. Dabei spielt die Unterstützung wissenschaftsbasierter Ausgründungen eine zentrale Rolle, die durch die enge Zusammenarbeit von Hochschulen, Politik und Unternehmen kontinuierlich ausgebaut wird.
Ein wichtiger Baustein ist die intensive Kooperation der Hochschulen und Forschungseinrichtungen innerhalb der Partnerschaft PIER Plus. Zudem stärkt die neue Hamburger Startup Factory „Impossible Founders“ gezielt Gründungsaktivitäten im Bereich Deep Tech.
Mit der geplanten Weiterentwicklung der Innovationsparks wird der Transfer von wissenschaftlichen Erkenntnissen in marktfähige Produkte noch wirkungsvoller unterstützt.
Im Jahr 2025 beginnt die aktive Vermarktung des Innovationsparks Altona, zu dem auch das 2024 fertiggestellte Startup- und Technologiezentrum „tecHHub“ gehört.
Das Innovationsquartier Harburg soll sich künftig zur Tech City Hamburg entwickeln. Nach der Grundsteinlegung des Körber Technologies Campus im Mai 2025 ist zudem die Erschließung weiterer Flächen im Innovationspark Bergedorf in Planung.