Nordrhein-Westfalen ist ein internationaler Spitzenstandort für Wissenschaft und Forschung. Seine zielgerichtete und konsequente Weiterentwicklung ist das Ziel der Wissenschaftspolitik. Eine Aufgabe, der sich das Land gemeinsam mit den Hochschulen und Forschungseinrichtungen annimmt.
Grundlagenforschung sowie angewandte Forschung und Entwicklung stehen dabei gleichberechtigt nebeneinander, denn beide tragen zu wissenschaftlichem Erkenntnisgewinn und zur Innovationskraft des Landes bei. Mit spezifischen Maßnahmen der themenoffenen Förderung sowie mit Fördermaßnahmen für ausgewählte Forschungsfelder und Fragestellungen stärkt Nordrhein-Westfalen an den Instituten, Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften freie Forschung, in der Zukunftsfelder in eigener Verantwortung erforscht werden können.
Mit 77 Hochschulen, rund 700.000 Studierenden und mehr als 50 außeruniversitären Forschungseinrichtungen besitzt Nordrhein-Westfalen eine der dichtesten Wissenschafts- und Forschungslandschaften in Europa. Daneben gibt es eine Vielzahl von an den Hochschulen angesiedelten Forschungsinstituten sowie neun medizinische Fakultäten und Universitätskliniken.
Durch eine Hochschulgesetzgebung, die dem Leitgedanken der Hochschulautonomie verpflichtet ist, stärkt das Land die Gestaltungskraft der Hochschulen und schafft damit eine wichtige Voraussetzung für die erfolgreiche Entwicklung des Wissenschaftsstandorts Nordrhein-Westfalen. Ein weiteres Augenmerk legt Nordrhein-Westfalen auf die Qualifikation des wissenschaftlichen Nachwuchses an den Hochschulen für angewandte Wissenschaften: Mit dem Promotionskolleg für angewandte Forschung der Fachhochschulen Nordrhein-Westfalen (Promotionskolleg NRW) wird die Attraktivität eines Fachhochschulstudiums weiter erhöht.
Um Lösungsbeiträge zu großen gesellschaftlichen Herausforderungen wie der Bewältigung der Folgen der COVID-19-Pandemie, der Energiewende, dem demografischen Wandel, der künftigen Mobilität und der Digitalisierung liefern zu können, ist die Forschungspolitik Nordrhein-Westfalens darauf ausgerichtet, die von den Hochschulen und Forschungseinrichtungen in eigener Verantwortung entwickelten und profilierten Forschungsschwerpunkte gezielt zu stärken. Das Land unterstützt damit besonders die Rolle der Hochschulen und Forschungseinrichtungen als Katalysatoren für die Entwicklung von Lösungen für diese Herausforderungen. Fördermaßnahmen für ausgewählte Forschungsfelder und Fragestellungen richten sich neben den Natur- und Ingenieurwissenschaften u. a. auch auf die Wirtschafts-, Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften.
Für Nordrhein-Westfalen ist eine hohe Anschlussfähigkeit an die Förderprogramme des Bundes und der Europäischen Union von besonderem Gewicht. Deshalb unterstützt das Land die Hochschulen und Forschungseinrichtungen im Rahmen einer verlässlichen Kofinanzierungsstrategie.
Die Regionale Innovationsstrategie NRW 2021–2027 setzt auf intelligente Spezialisierung und identifiziert sieben Innovationsfelder.
Auf der Grundlage einer erfolgreichen Innovationsförderung wird Nordrhein-Westfalen das EFRE/JTF-Programm NRW 2021–2027 im Einklang mit den Zielen der europäischen Regionalpolitik wie der europäischen Forschungsagenda sowie der Plattform für strategische Technologien für Europa (STEP) nutzen, um die Stärken des Standorts fortzuentwickeln, die Kooperation und den Wissenstransfer von Hochschulen und Forschungseinrichtungen in die Unternehmen zu stärken, die regionalen Innovationsökosysteme weiterzuentwickeln und die Fachkräfteversorgung, nicht zuletzt in den Schlüsseltechnologien, sicherzustellen.