Kameradrohne

6 Sicherheits- und Verteidigungsforschung

Zusammenfassung

Ob geopolitische Unsicherheiten, Desinformationen oder die Auswirkungen der Klimakrise – Deutschland steht um ein Vielfaches angewachsenen Bedrohungen für Demokratie, Gesellschaft und Wirtschaft im Inneren und Äußeren gegenüber. Um auf diese entschlossen zu reagieren und Deutschland resilient, wehrhaft und nachhaltig handelnd aufzustellen, wurde 2023 – auch vor dem Hintergrund der Zeitenwende – erstmals eine umfassende Nationale Sicherheitsstrategie beschlossen.

Die Sicherheits- und Verteidigungsforschung, eines der strategischen Forschungsfelder der Hightech Agenda Deutschland (HTAD), leistet dabei einen wichtigen Beitrag, um auch in Zukunft Sicherheit und Souveränität, gesellschaftliche Resilienz sowie staatliche Handlungs- und Wehrfähigkeit zu gewährleisten. Sie liefert die wissenschaftliche Grundlage, um Risiken besser zu verstehen, Bedrohungen vorzubeugen und auf Krisen angemessen zu reagieren – von Naturgefahren über technologische Risiken bis hin zu geopolitischen Konflikten.

Mit der zivilen Sicherheitsforschung fördert die Bundesregierung innovative Lösungen für den zivilen Bevölkerungsschutz, die Katastrophenvorsorge und für ein sicheres Leben in einer resilienten Gesellschaft. Sie adressiert sowohl klassische Gefahrenlagen als auch neue Herausforderungen wie Desinformation, hybride Bedrohungen und die Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit.

Auch für einen sicheren Umgang mit den Hinterlassenschaften der Kernenergienutzung, etwa beim Rückbau von Anlagen oder der Endlagerung radioaktiver Abfälle, aber auch hinsichtlich des Betriebs von Forschungsreaktoren in Deutschland und von Reaktoren im Ausland, schafft Forschung neue technische Lösungen und garantiert hohe Sicherheitsstandards – national wie international.

Angesichts wachsender Cyberbedrohungen und technologischer Entwicklungen wie Künstlicher Intelligenz (KI) und Quantentechnologien setzt die Bundesregierung im Bereich der IT- und Cybersicherheitsforschung auf sichere und vertrauenswürdige IT-Lösungen unter Einbindung von Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. Zudem arbeiten institutionell geförderte Einrichtungen wie die Cyberagentur, das Nationale Forschungszentrum für angewandte Cybersicherheit ATHENE und das CISPA Helmholtz-Zentrum für Informationssicherheit gemeinsam daran, die digitale Souveränität zu stärken.

Verteidigungs- und wehrwissenschaftliche Forschung gewährleistet die Handlungs- und Zukunftsfähigkeit der Bundeswehr. Sie überführt zivilwissenschaftliche Erkenntnisse in militärisch nutzbare Fähigkeiten und berücksichtigt dabei aktuelle Forschung und Entwicklungen in der gesamten Breite der wehrwissenschaftlich relevanten Forschungsbereiche. Dazu kooperiert Deutschland mit den europäischen, transatlantischen und internationalen Wertepartnern und bringt sich maßgeblich in Forschungs- und Innovationsinitiativen ein.

Ursachen von Konflikten zu verstehen und politische Handlungsoptionen zu entwickeln, zählt zu den Aufgaben der Friedens- und Konfliktforschung. Die Bundesregierung fördert sowohl die sozialwissenschaftliche als auch die naturwissenschaftlich-technische Erforschung von Grundlagen der Friedenssicherung und deren Anwendung.

6.1 Zivile Sicherheit

Zivile Sicherheit, Zivil- und Katastrophenschutz und Katastrophenvorsorge sind unverzichtbar, um Menschen und Infrastruktur zu schützen. Der Klimawandel führt zu häufigeren Extremwetterlagen wie Hochwasser, Stürmen, Hitzewellen und Dürre. Auch Herausforderungen wie Pandemien, geopolitische Konflikte, Terrorismus und (Cyber-)Kriminalität stellen ernstzunehmende Risiken dar. Durch gute Vorbereitung, Aufklärung und koordinierte Maßnahmen können Leben gerettet, Schäden begrenzt sowie die Resilienz der Gesellschaft gestärkt und so die langfristige Sicherheit für alle gewährleistet werden. Forschung für zivile Sicherheit trägt dazu bei, neue Strategien, Technologien und Konzepte zu entwickeln, um den Bevölkerungsschutz in Deutschland wirksamer zu machen. Sie hilft, Risiken besser zu verstehen, Frühwarnsysteme zu ertüchtigen, Sicherheitsvorfälle zu identifizieren und aufzuklären sowie Einsatzkräfte optimal auszurüsten.

6.1.1 Forschung für die zivile Sicherheit

Mit dem Rahmenprogramm „Forschung für die zivile Sicherheit – Gemeinsam für ein sicheres Leben in einer resilienten Gesellschaft 2024–2029“ stärkt die Bundesregierung die Forschung und Innovation zur Weiterentwicklung sicherheitsunterstützender Prozesse und Sicherheitslösungen, die unsere Gesellschaft auf die Herausforderungen der Zukunft besser vorbereiten. Dafür stellt die Bundesregierung insgesamt bis zu 493 Mio. Euro bereit.

Selbstfahrendes System

Als Ziele und Handlungsfelder nimmt das Rahmenprogramm den Schutz der Bevölkerung – etwa bei Naturkatastrophen, technischen Großschadenslagen oder Pandemien – in den Blick. Es adressiert zudem sicherheitsrelevante Herausforderungen wie hybride Bedrohungen durch Cyberangriffe und Desinformation, die zuverlässige Versorgung mit Lebensmitteln, Medikamenten und Dienstleistungen, die Stärkung der Eigenvorsorge und Resilienz der Menschen sowie das Erkennen, Verstehen und Bekämpfen von Kriminalitäts- und Radikalisierungsphänomenen.

Im Mittelpunkt des Programms stehen die Anwenderinnen und Anwender von Sicherheitslösungen und deren Bedarfe sowie der Innovations- und Wissenstransfer in die Praxis. Hierfür spielt insbesondere das Innovationslabor Sicherheitsforschung als Plattform für Demonstration, Vernetzung und anwendungsnahe Erprobung eine wichtige Rolle. Gestärkt werden sollen zudem die Identifikation von Schlüsseltechnologien, deren souveräne Beherrschung für die Gewährleistung von Sicherheit unabdingbar ist, sowie die grenzüberschreitende Zusammenarbeit und der Austausch vor allem mit den europäischen Partnern.

Im Rahmen der institutionell geförderten Sicherheits- und Verteidigungsforschung arbeitet das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in interdisziplinären Projekten an der Entwicklung, Erprobung und Bewertung von sicherheits- und verteidigungsrelevanten Technologien. Dabei leistet das DLR Beiträge zu den Themenbereichen Schutz und Überwachung kritischer Infrastrukturen, innere Sicherheit, Krisen- und Katastrophenmanagement sowie Umweltsicherheit.

6.1.2 Bevölkerungsschutz und Extremwettervorsorge

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) im Geschäftsbereich des BMI hat den Auftrag, den Schutz der Bevölkerung in Krisen- und Katastrophenfällen und im Verteidigungsfall durch Vorsorge, Koordination und Warnmeldungen wirkungsvoll zu unterstützen. Dafür engagiert sich das BBK aktiv in Forschung und Entwicklung: Es initiiert und fördert Forschungsprojekte an Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen, um praxisnahe Lösungen für den Bevölkerungsschutz zu schaffen. Die Bandbreite reicht von Risikomanagement im Bereich der Kritischen Infrastrukturen, Didaktik und Lernprozessen über Notfallvorsorge und Bevölkerungsschutz bis hin zur Nutzung sozialer Medien zur Erstellung aktueller Lagebilder. Darüber hinaus beteiligt sich das BBK an Forschungsvorhaben, die z. B. im Rahmenprogramm Forschung für zivile Sicherheit gefördert werden. So trägt das BBK dazu bei, neue Erkenntnisse in konkrete Schutzmaßnahmen zu überführen und den Bevölkerungsschutz kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat den Auftrag, alle Katastrophenschutzeinrichtungen in der Bundesrepublik Deutschland einheitlich über drohende Wettergefahren zu informieren und vor Extremwetterereignissen zu warnen. Forschung und Entwicklung, die der DWD in Zusammenarbeit mit Universitäten und Forschungsinstituten betreibt, dienen der Verbesserung von Wettervorhersagen und -warnungen. Ein Beispiel ist das neu entwickelte „Integrierte Vorhersagesystem Unwetter“ zur verbesserten Kurzfrist- und Sturzflutvorhersage.

FuI-Maßnahmen

Anwendungen in der zivilen Sicherheit

Das BMFTR fördert FuE-Vorhaben im Bereich der zivilen Sicherheit und legt dabei den Fokus auf konkrete Lösungen und Anwendungen, die sowohl den Akteuren der zivilen Sicherheit als auch der breiten Öffentlichkeit zugutekommen sollen.

FutureFoodS Call 2024: Transformation der Ernährungssysteme – Interaktion neu gestalten, Innovationen vorantreiben und nachhaltige Ernährungsweise stärken

Das BMFTR fördert FuEuI-Vorhaben, die den Wandel hin zu einer nachhaltigeren Lebensmittelproduktion und Ernährungsweise beschleunigen und somit widerstandsfähige europäische und globale Ernährungssysteme schaffen.

Innovationen umfassend nutzen – Praxisleuchttürme der zivilen Sicherheit

Das BMFTR unterstützt besonders geeignete Projekte des Rahmenprogramms „Forschung für die zivile Sicherheit“ in Form von Innovationsprojekten, um diese fortzuentwickeln, damit sie die Leistungsfähigkeit ihrer Forschungsansätze unter Einsatzbedingungen wissenschaftlich unter Beweis stellen können und die Innovationskraft sowie den Praxistransfer zu stärken.

Künstliche Intelligenz in der zivilen Sicherheitsforschung

Das BMFTR fördert FuE-Vorhaben, um Potenziale der KI zur Erhöhung der Sicherheit der Bevölkerung zu identifizieren und anwendungsbezogene Lösungsansätze zu erarbeiten.

Modellregionenwettbewerb „Besser essen in der Region“

Das BMLEH fördert modellhafte Projekte mit innovativen Beiträgen für eine gesunde, ausgewogene und regional verankerte Ernährung direkt vor Ort.

Sektorübergreifende Maßnahmen resilienter Versorgung

Das BMFTR fördert FuE-Projekte, die sektor- und akteursübergreifende Konzepte und Maßnahmen des Risiko- und Krisenmanagements erarbeiten, um die Aufrechterhaltung der Versorgung von Bevölkerung, Wirtschaft und Staat mit kritischen und systemrelevanten Gütern sowie Hilfs- und Dienstleistungen in Krisen- und Katastrophensituationen zu sichern.

6.2 Forschung zur kerntechnischen Sicherheit und Strahlenforschung

Nach dem Ausstieg aus der Kernenergie zur Stromerzeugung steht Deutschland vor der Aufgabe, den Rückbau der Atomkraftwerke sicher abzuschließen und Lösungen für die Endlagerung hochradioaktiver Abfälle voranzutreiben. Zudem werden Forschungsreaktoren und weitere kerntechnische Anlagen weiterhin betrieben. Die nukleare Sicherheitsforschung der Bundesregierung liefert dafür wichtige wissenschaftliche Grundlagen. Auch der sichere Betrieb kerntechnischer Anlagen im Ausland liegt im deutschen Interesse. Deshalb engagiert sich Deutschland weiterhin aktiv in internationalen Diskussionen zur nuklearen Sicherheit und zur Weiterentwicklung des Standes von Wissenschaft und Technik. Das Konzept der Bundesregierung zur Kompetenz- und Nachwuchsentwicklung im Bereich der nuklearen Sicherheit ist Grundlage für Maßnahmen zum Erhalt und Ausbau fachlicher Kompetenzen.

Hand mit Strahlenmessgerät

Strahlenforschung und Strahlenschutzforschung schaffen die wissenschaftliche Grundlage, um Gesundheitsrisiken durch ionisierende und nicht-ionisierende Strahlung sowie ihren Nutzen in u. a. Technik und Medizin fundiert zu bewerten. Die Bundesregierung fördert diese Forschung, um das hohe Niveau und den langfristigen Kompetenzerhalt in Deutschland zu sichern. Die Ressortforschung des BMUKN – insbesondere durch das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) und das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) – liefert anwendungsnahe Erkenntnisse für die sachgerechte Erfüllung der Ressortaufgaben. Im Geschäftsbereich des BMWK forschen die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) zur Endlagerung sowie die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) zur Sicherheit von Transport- und Lagerbehältern für radioaktives Material.

Die Bundesregierung fördert anwendungsorientierte Forschung zur nuklearen Sicherheit über mehrere Programme: Das Förderkonzept FORKA unterstützt FuE-Vorhaben zum Rückbau kerntechnischer Anlagen. Ergänzend stärkt das BMFTR auch den Kompetenzerhalt und die Nachwuchsförderung, um Deutschlands Expertise zur Sicherheit kerntechnischer Anlagen im In- und Ausland langfristig zu sichern. Das Projektförderprogramm des BMUKN zur Sicherheitsforschung für kerntechnische Anlagen finanziert anwendungsorientierte Grundlagenforschung in den Forschungsgebieten Reaktorsicherheit, verlängerte Zwischenlagerung und Behandlung hochradioaktiver Abfälle und Endlagerung sowie Querschnittsthemen zu diesen Forschungsgebieten.

Deutschland engagiert sich in der europäischen und internationalen nuklearen Sicherheits- und Strahlenschutzforschung, etwa über Euratom, die Nuclear Energy Agency (NEA) der OECD und die Internationale Atomenergie-Organisation (engl. International Atomic Energy Agency; IAEA). Das Euratom-Forschungs- und -Ausbildungsprogramm 2021–2025 fokussierte sich auf die kontinuierliche Verbesserung von Sicherheit und Strahlenschutz. Ziel ist es, die Technologieführerschaft der EU zu stärken – insbesondere bei Sicherheitsstandards, Schutzmaßnahmen, Strahlenschutz, Entsorgung radioaktiver Abfälle und dem Rückbau kerntechnischer Anlagen.

FuI-Maßnahmen

Forschung für den Rückbau kerntechnischer Anlagen (FORKA)

Das BMFTR fördert FuE-Projekte, die sich mit der Entwicklung, Optimierung und Erprobung anwendungsorientierter Technologien und Verfahren für die Bewältigung der durch den Rückbau kerntechnischer Anlagen entstehenden Aufgaben befassen, um den Schutz von Mensch und Umwelt sowie die Effizienz der eingesetzten Verfahren im kerntechnischen Rückbau in den Fokus zu setzen.

Nukleare Sicherheit

Das BMUKN fördert im Rahmen des Projektförderprogramms zur Sicherheitsforschung kerntechnischer Anlagen FuE-Vorhaben der anwendungsorientierten Grundlagenforschung in den Forschungsgebieten Reaktorsicherheit, verlängerte Zwischenlagerung und Behandlung hochradioaktiver Abfälle und Endlagerung sowie Querschnittsthemen zu diesen Forschungsgebieten., um zum Schutz von Mensch und Umwelt beizutragen.

Nukleare Sicherheitsforschung und Strahlenforschung

Das BMFTR fördert FuE-Projekte zu nuklearer Sicherheit und Strahlenforschung mit dem Ziel, nationale Expertise im Bereich der Kerntechnik und Strahlenforschung zu erhalten.

6.3 IT- und Cybersicherheit

Mit der zunehmenden Digitalisierung und digitalen Vernetzung sind Wirtschaft, Staat und Gesellschaft darauf angewiesen, im digitalen Raum geschützt zu sein, damit insbesondere kritische IT-Systeme zuverlässig funktionieren. Gegenwärtig steigen die Anforderungen an die Cybersicherheit erneut an: Cyberangriffe auf Unternehmen, Privatpersonen und öffentliche Einrichtungen nehmen zu. Auch moderne Quanten- und KI-Technologien stellen neue Herausforderungen für die IT- und Cybersicherheit dar.

Person untersucht Hardware
Untersuchung von Hardwarekomponenten an der Zentralen Stelle für Informationstechnik im Sicherheitsbereich (ZITiS)

Spätestens seit den zunehmenden geopolitischen Spannungen und systemischen Rivalitäten legt die Bundesregierung mit ihrer Cybersicherheitsstrategie und der Cybersicherheitsagenda besonderes Augenmerk auf die Stärkung von cybersicherheitspolitischen Schutzmaßnahmen, die Erhöhung von Investitionen in die IT- und Cybersicherheit sowie auf die Modernisierung der Cybersicherheitsarchitektur. Cybersicherheitsforschung stellt hier ein wesentliches Handlungsfeld dar, um die digitale Souveränität zu stärken.

6.3.1 Akteure und Strukturen der Cybersicherheitsforschung

Die Cybersicherheitsforschung in Deutschland baut auf einem leistungsfähigen Netzwerk aus wissenschaftlichen Einrichtungen, wirtschaftlichen Akteuren und staatlichen Stellen auf. Sie ist ein zentrales Element der nationalen Sicherheitsarchitektur und zielt darauf ab, digitale Souveränität zu stärken, technologische Innovationen voranzutreiben und den Schutz kritischer Infrastrukturen sicherzustellen.

Zu den wichtigsten Akteuren gehören insbesondere das CISPA Helmholtz-Zentrum für Informationssicherheit, das Nationale Forschungszentrum für angewandte Cybersicherheit ATHENE und das KASTEL – Institut für Informationssicherheit und Verlässlichkeit am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Dazu gehören zudem Einrichtungen der Ressortforschung wie die des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) sowie die Zentrale Stelle für Informationstechnik im Sicherheitsbereich (ZITiS), die als Forschungs- und Entwicklungsdienstleister für die Sicherheitsbehörden des Bundes agiert.

Die vom Bund geförderte Agentur für Innovation in der Cybersicherheit GmbH, kurz Cyberagentur, treibt die Entwicklung von Schlüsseltechnologien voran, die zur Stärkung der inneren und äußeren Sicherheit beitragen. Sie forscht nicht selbst, sondern initiiert Projekte, auf deren Basis Forschungsaufträge an Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft vergeben werden. Im Fokus stehen vertrauenswürdige und resiliente IT, Mensch-Technik-Interaktion und Künstliche Intelligenz. Darüber hinaus bearbeitet die Cyberagentur Themen wie Nano- und Quantentechnologie, Weltraum- und maritime Sicherheit, Bionik, Gehirn-Computer-Schnittstellen, prädiktive Analytik, autonome Systeme und Kryptografie. 2024 hat die Cyberagentur einen Wettbewerb zur Entwicklung eines mobilen Quantencomputers im Umfang von mehr als 35 Mio. Euro gestartet. In einem mehrstufigen Verfahren arbeiten drei Konsortien an einem System, das unter Einsatzbedingungen der Bundeswehr und der Sicherheitsbehörden sowie in Krisensituationen zuverlässig funktioniert.

Das Nationale Koordinierungszentrum für Cybersicherheit (NKCS) bündelt als ressortübergreifende Plattform Förderaktivitäten im Bereich Cybersicherheit. Dazu zählen nationale Fördermaßnahmen mit Cybersicherheitsbezug sowie Maßnahmen aus den EU-Programmen „Digitales Europa“ und „Horizont Europa“, welche die EU-weite Cybersicherheit stärken sollen. Daneben unterstützt das NKCS die Europäische Kommission und das Europäische Kompetenzzentrum für Cybersicherheit bei der Identifikation und Priorisierung der europäischen Förderschwerpunkte. Ziel ist es, Deutschland und Europa als führende Standorte für Cybersicherheitsinnovationen zu positionieren. Für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) spielt die Transferstelle Cybersicherheit im Mittelstand eine wichtige Rolle. Sie bietet niederschwellige, praxisnahe Unterstützungsangebote und stärkt so die Sicherheitskompetenz im wirtschaftlichen Mittelstand.

Mit der Entwicklung von Quantencomputern stellen sich auch neue Herausforderungen für die Kryptografie. Daher nimmt das BSI quantensichere Kryptografie als Alternative in den Blick. Gemeinsam mit europäischen Partnern veröffentlichte das BSI 2024 eine Erklärung zum Thema Post-Quanten-Kryptografie und forderte Wirtschaft, Betreiber Kritischer Infrastruktur sowie die öffentliche Verwaltung zum Handeln auf. Mit Leitfaden, aktualisierten Empfehlungen und einem Positionspapier schafft das BSI Orientierung und bewertet den Stand der Technik.

6.3.2 Forschungsrahmenprogramm IT-Sicherheit und Agenda Cybersicherheitsforschung

Mit dem Forschungsrahmenprogramm für IT-Sicherheit „Digital. Sicher. Souverän.“ bündelt die Bundesregierung ressortübergreifend ihre Aktivitäten zur IT-Sicherheitsforschung. Ziel ist es, die Entwicklung innovativer und vertrauenswürdiger IT-Lösungen für Bürgerinnen und Bürger, Wirtschaft und Staat zu fördern. Für das federführend vom BMFTR gesteuerte Forschungsrahmenprogramm hat die Bundesregierung bereits mehr als 640 Mio. Euro bereitgestellt.

Im Fokus stehen sowohl technologische Entwicklungen, z. B. in den Bereichen sichere KI-Systeme und IT-Sicherheit durch Anwendungen der Quantentechnologien, als auch digitale Resilienz und gesellschaftliche Fragestellungen wie Datenschutz, digitale Selbstbestimmung, Desinformation und Vertrauen in Technik. Das Programm basiert auf europäischen Werten wie Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit, die als Grundlage für eine menschengerechte Digitalisierung verstanden werden.

Als lernendes Programm angelegt tritt „Digital. Sicher. Souverän.“ in einen kontinuierlichen Dialog mit Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft, um Forschungsschwerpunkte und Förderinstrumente flexibel an neue Entwicklungen anzupassen und den digitalen Wandel aktiv und sicher mitzugestalten. Mit der Agenda Cybersicherheitsforschung hat das BMFTR 2023 seine Maßnahmen zielgenauer auf die Herausforderungen der Zeitenwende ausgerichtet. Im Mittelpunkt stehen dafür die Intensivierung der Zusammenarbeit mit Wertepartnern und die Stärkung der technologischen Souveränität bei gleichzeitiger Reduzierung kritischer Abhängigkeiten in der Cybersicherheit.

6.3.3 IT-Sicherheit in der Wirtschaft

Die fortschreitende Digitalisierung und Vernetzung bietet große Chancen für Wirtschaft und Verwaltung, erhöht aber zugleich die Abhängigkeit von IT-Systemen und damit das Risiko von Cyberangriffen. Besonders mittelständische Unternehmen müssen ihr wertvolles Know-how besser vor digitalen Bedrohungen schützen. Daher fördert das BMWE mit der Initiative „IT-Sicherheit in der Wirtschaft“ FuE und Wissenstransfer zur Prävention und Erkennung von Cybersicherheitsrisiken und zur Reaktion darauf sowie zur Stärkung der Sicherheitskompetenz von KMU. Als zentrale Informationsplattform zum Thema steht dabei die Transferstelle Cybersicherheit im Mittelstand zur Verfügung. Im Rahmen der Initiative werden zudem Fokusprojekte gefördert, die zur Erhöhung des IT-Sicherheitsniveaus beitragen und Lösungen entwickeln, die transferfähig sind und auch in anderen KMU Anwendung finden können.

Mit der Förderinitiative „StartUpSecure“ des BMFTR werden zudem technologieorientierte Gründungsvorhaben im Bereich IT-Sicherheit unterstützt. In eigens eingerichteten Gründungsinkubatoren in den Kompetenzzentren CISPA, ATHENE, KASTEL sowie am Horst-Görtz-Institut für IT-Sicherheit der Ruhr-Universität Bochum erhalten Interessierte umfassende Beratungen zu Neugründungen im Bereich der IT-Sicherheit.

FuI-Maßnahmen

Cybersicherheit und digitale Souveränität in den Kommunikationstechnologien 5G/6G

Das BMI fördert FuE-Vorhaben rund um IT- und Cybersicherheit im Bereich 5G/6G. Im Einzelnen werden Projekte zu fünf Themenschwerpunkten gefördert: Test-Infrastrukturen und Studien im 5G/6G-Backbone-Bereich, Cybersicherheit in 5G/6G-Digitalisierungsfeldern, Aufbau von 5G/6G-Prüf- und -Zertifizierungsstellen, Sicherheit und Resilienz von 5G/6G-Technologien und Infrastrukturen sowie Start-ups und kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) im Bereich 5G/6G-Netzwerksicherheit und Open RAN.

Forschungsnetzwerk Anonymisierung für eine sichere Datennutzung

Das BMFTR unterstützt die Gründung eines Forschungsnetzwerkes zur sicheren Datennutzung mit dem Ziel, die Verfügbarkeit von Daten zu erhöhen und die Potenziale der Digitalisierung in Wirtschaft und Gesellschaft stärker zu nutzen. Im Mittelpunkt stehen dabei neue, tragfähige Technologien, Verfahren und Methoden zur Anonymisierung bzw. Depersonalisierung von personenbeziehbaren Daten.

IT-Sicherheit in der Wirtschaft – Transferstelle Cybersicherheit und Fokusprojekte

Das BMWE fördert den Aufbau der Transferstelle Cybersicherheit und Fokusprojekte, um Herausforderungen der IT- und Cybersicherheit im Mittelstand zu adressieren.

Plattform Privatheit – IT-Sicherheit schützt Privatheit und stützt Demokratie

Das BMFTR fördert FuE-Vorhaben in der Informationstechnologie, mit dem Ziel, die Privatheit sowie die sichere Datennutzung zu fördern.

Sichere Zukunftstechnologien in einer hypervernetzten Welt: Künstliche Intelligenz

Das BMFTR fördert FuE-Projekte, die innovative Lösungen zu sicheren und vertrauenswürdigen KI-Systemen und KI-gestützte Sicherheitslösungen entwickeln, um Forschung, Expertise und Wertschöpfung im Bereich der IT-Sicherheit zu stärken und Lösungen für den sicheren Einsatz von KI-Technologien voranzubringen.

Transfer und Netzintegration der Quantenkommunikation

Das BMFTR unterstützt vorwettbewerbliche FuE-Vorhaben, welche die Quantenmesstechnik in Anwendungsfelder jenseits der akademischen Forschung überführen und so ihre Robustheit stärken, die Bedienbarkeit verbessern und sie in bestehende Systeme integrieren.

Vertrauen in Demokratie und Staat: digitale Desinformationen erkennen und abwehren

Das BMFTR fördert FuE-Vorhaben im Bereich des Erkennens und Abwehrens von Desinformationen, um zur gesellschaftlichen Resilienz, zur Stärkung der Demokratie sowie zur technologischen Souveränität beizutragen.

6.4 Verteidigungs- und wehrwissenschaftliche Forschung

6.4.1 Wehrwissenschaftliche Forschung – institutionelle und Ressortforschung

Die wehrwissenschaftliche Forschung zählt zu den zentralen Pfeilern der Sicherheit und Souveränität Deutschlands. Sie erweitert zielgerichtet das Fähigkeitsprofil der Bundeswehr und dient nationalen Sicherheitsinteressen, indem sie aktuelle Forschung und Entwicklungen in der gesamten Breite bei Bedarf aufgreift und konkrete militärische Fähigkeiten bereitstellt. Mit der Entwicklung eines breiten Spektrums militärischer Fähigkeiten trägt die wehrwissenschaftliche Forschung unmittelbar dazu bei, dass die deutschen Streitkräfte ihrem Verteidigungsauftrag nachkommen können. Sie baut dabei auch auf Erkenntnissen der zivilen Forschung auf. Auch vor dem Hintergrund der Zeitenwende setzt sich das BMFTR in seinem Positionspapier zur Forschungssicherheit dafür ein, die derzeit strikte Trennung von ziviler und militärischer Forschung neu zu bewerten.

Soldaten mit Drohne

Im Rahmen der Ressortforschung des BMVg werden umfassende Analyse- und Bewertungsfähigkeiten in allen wehrwissenschaftlich relevanten Forschungsbereichen bereitgestellt. Diese beinhalten Themen der wehrtechnischen Forschung und Technologie, der wehrmedizinischen und militärpsychologischen, der sozialwissenschaftlichen und militärgeschichtlichen, der geowissenschaftlichen sowie der cyber- und informationstechnischen Forschung.

Auch bezüglich der Dimension Weltraum soll Deutschland glaubwürdig abschreckungs- und verteidigungsfähig aufgestellt werden. Daher bekräftigte die Bundesregierung mit der Verabschiedung der Weltraumsicherheitsstrategie im November 2025 den Bereich der Weltraumforschung als Teil der wehrtechnischen Forschung und Technologie. In Zusammenarbeit mit dem DLR und der Fraunhofer-Gesellschaft sollen Forschung und Entwicklung vorangetrieben werden, um die Fähigkeit, Risiken und Bedrohungen sowie Methoden und Technologien zu deren Abwehr zu identifizieren, zu bewerten und zu untersuchen, zu stärken (4.6 Weltraumsicherheit).

Das Forschungsinstitut CODE an der Universität der Bundeswehr München ist eines der führenden Forschungszentren für Cybersicherheit in Deutschland. Es bündelt interdisziplinäre Expertise in Bereichen wie IT-Sicherheit, Kryptografie, sichere Systeme und digitale Resilienz nicht nur für die Bundeswehr, sondern auch für die Gesellschaft und kooperiert dafür mit Partnern aus Wissenschaft, Industrie und Behörden.

Das Zentrum für Digitalisierungs- und Technologieforschung der Bundeswehr (dtec.bw) ist ein wissenschaftliches Forschungszentrum, getragen von den beiden Universitäten der Bundeswehr. Es finanziert anwendungsnahe Forschungsprojekte zur digitalen Transformation mit Relevanz für Bundeswehr, Gesellschaft und Wirtschaft. Ziel ist es, innovative Technologien zu erschließen und den Wissens- und Technologietransfer zu stärken. Das dtec.bw wird finanziert von der Europäischen Union – NextGenerationEU.

6.4.2 Internationale Zusammenarbeit in der Sicherheits- und Verteidigungsforschung

Die Zusammenarbeit Deutschlands mit Wertepartnern in der Verteidigungs- und Sicherheitsforschung – wie im Rahmen von EU und NATO – ist zentral für die Stärkung seiner technologischen Souveränität und sicherheitspolitischen Handlungsfähigkeit.

Der Europäische Verteidigungsfonds (EVF; engl. European Defence Fund; EDF) fördert die Zusammenarbeit der EU-Mitgliedstaaten in der Verteidigungsforschung und -entwicklung. Ziel ist es, durch Forschung und Entwicklung die technologische Souveränität Europas zu stärken, die Wettbewerbsfähigkeit der Rüstungsindustrie zu erhöhen und gemeinsame Fähigkeiten zu entwickeln. Deutschland spielt als größter Nettozahler und ausgeprägter Innovationsstandort eine zentrale Rolle und bringt sich sowohl finanziell als auch mit industrieller und wissenschaftlicher Expertise aktiv ein. Vom Gesamtbudget des EVF von knapp 8 Mrd. Euro für den Zeitraum 2021–2028 entfallen 2,7 Mrd. Euro auf die Finanzierung der gemeinsamen Verteidigungsforschung und 5,3 Mrd. Euro auf die Entwicklung von verteidigungsbezogenen Produkten und Technologien.

Mit dem EU Defence Innovation Scheme (EUDIS) soll der Zugang von KMU, Start-ups und anderen nicht-traditionellen Akteuren der Verteidigungsindustrie zum EVF erleichtert werden. Ziel ist es, Eintrittsbarrieren in den Verteidigungsbereich zu senken und technologische Innovationen zur Marktreife zu fördern. EUDIS begleitet Innovatoren entlang des gesamten Entwicklungszyklus, damit sie wachsen, skalieren und ihre Lösungen erfolgreich auf den Markt bringen. Der Hub for EU Defence Innovation (HEDI) soll als zentrale Initiative der Europäischen Verteidigungsagentur (engl. European Defence Agency; EDA) die Zusammenarbeit zwischen Mitgliedstaaten bei der Entwicklung neuartiger militärischer Fähigkeiten stärken. Dafür werden u. a. EU-weit Forschungsideen systematisch erfasst, geprüft und in Proof‑of‑Concept‑Projekte überführt.

Um ihren technologischen Vorsprung zu sichern, Verteidigungsfähigkeiten zu stärken und neuen Bedrohungen zu begegnen, treibt auch die NATO Wissenschaft, Forschung und technologische Entwicklung aktiv voran. Mit ihrer Strategie für Wissenschaft und Technologie hat sie dafür im Jahr 2025 Leitlinien festgelegt. Die Wissenschafts- und Technologie-Organisation (engl. Science and Technology Organization; STO) ist das zentrale Organ der NATO für wissenschaftliche Zusammenarbeit und technologische Innovation. Im Rahmen ihres gemeinsamen Arbeitsprogramms fördert sie Forschung und technologische Entwicklung in Bereichen wie KI, Weltraum, Robotik und Cybersicherheit für Verteidigungs- und Sicherheitszwecke.

Im Rahmen des Programms Wissenschaft für Frieden und Sicherheit (engl. Science for Peace and Security; SPS) fördert die NATO sicherheitsrelevante zivile Wissenschaft und Technologien, um aufkommende Sicherheitsherausforderungen und deren Auswirkungen auf die internationale Sicherheit zu bewältigen, u. a. in den Bereichen disruptive Technologien, Cyberabwehr, Resilienz und Schutz kritischer Infrastrukturen. Gefördert werden dazu transnationale Projekte zu Forschung, Entwicklung und Kapazitätsaufbau.

Deutschland beteiligt sich auch aktiv an Förderinstrumenten der NATO für Technologieentwicklung und junge Unternehmen aus dem Bereich Sicherheit und Verteidigung. Im Rahmen von Challenges fördert die NATO mit dem „Defence Innovation Accelerator for the North Atlantic (DIANA)“ Start-ups bei der Entwicklung von Dual-Use-Technologien. Zudem wurde 2022 mit dem NATO-Innovationsfonds (engl. NATO Innovation Fund; NIF) ein Risikokapitalfonds mit einem Volumen von mehr als einer Milliarde Euro aufgelegt, um in junge Unternehmen im Deep-Tech-Bereich zu investieren.

6.5 Friedens- und Konfliktforschung

Die Friedens- und Konfliktforschung in Deutschland verbindet Grundlagen- und angewandte Forschung zu internationalen und innerstaatlichen Konflikten mit dem Transfer der Erkenntnisse in die nationale und internationale Politik. Sie wird getragen von Stiftungen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen, darunter das PRIF – Leibniz-Institut für Friedens- und Konfliktforschung und die Deutsche Stiftung Friedensforschung als Förderorganisation.

Die Geistes- und Sozialwissenschaften liefern im Rahmen der Friedens- und Konfliktforschung wissenschaftliche Grundlagen zum Verständnis inner- und zwischenstaatlicher Konflikte und leisten damit wichtige Beiträge dazu, dass Politik und Gesellschaft diesen angemessen begegnen können.

Gruppenfoto
Präsentation des Friedensgutachtens 2024 durch die deutschen Friedensforschungsinstitute BICC, IFSH, INEF und PRIF

Innerhalb des Rahmenprogramms „Gesellschaft verstehen – Zukunft gestalten“ stärkt das BMFTR gezielt die Friedens- und Konfliktforschung durch den Aufbau und die Förderung von Strukturen und die Nachwuchsförderung. Bis 2028 werden zum einen Kompetenznetze gefördert, in denen Akteure dezentral miteinander kooperieren, um verbundene Forschungsschwerpunkte gemeinsam zu untersuchen. Zum anderen werden regionale Zentren als Zusammenschlüsse von Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen einer Region unterstützt, die sich gemeinsam zu Leuchttürmen der deutschen Friedens- und Konfliktforschung entwickeln sollen.

Mit der Förderung der „ConflictA – Konfliktakademie“ unterstützt das BMFTR den Aufbau weiterer Forschungsstrukturen, um das Verständnis von Gegenwartskonflikten zu verbessern und entsprechende Bewältigungsstrategien zu entwickeln.

Zudem fördert das BMFTR auf Initiative des Deutschen Bundestages bis 2028 Nachwuchsgruppen in der naturwissenschaftlich-technischen Friedens- und Konfliktforschung, deren Fokus auf der Erforschung von Entwicklungen in der Rüstungskontrolle und Abrüstung liegt.

FuI-Maßnahmen

Nachwuchsgruppen in der naturwissenschaftlich-technischen Friedens- und Konfliktforschung

Das BMFTR fördert die Bildung von Nachwuchsgruppen im Bereich der naturwissenschaftlich-technischen Friedens- und Konfliktforschung mit dem Ziel, den Kompetenzerhalt in diesem Themenfeld am Forschungsstandort Deutschland zu unterstützen.

Stärkung und Weiterentwicklung der Friedens- und Konfliktforschung

Das BMFTR fördert Forschungsvorhaben, die zentrale nationale, transnationale und globale Herausforderungen bei der Prävention und konstruktiven Bearbeitung von (Gewalt-)Konflikten adressieren, um so auch die Friedens- und Konfliktforschung in Deutschland interdisziplinär und standortübergreifend enger zu vernetzen sowie nachhaltige Kooperationsstrukturen zu schaffen.

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