Ziele und Prioritäten der Internationalisierung von Forschung und Innovation

Mehr Mobilität von Studierenden und Forschenden, eine stärkere Zusammenarbeit mit Entwicklungs- und Schwellenländern, durch Ausbildung Perspektiven schaffen– das sind einige der Ziele, die die Bundesregierung  mit ihrer Strategie zur Internationalisierung von Wissenschaft und Forschung verfolgt.

Seit Februar 2017 setzt die Strategie der Bundesregierung zur Internationalisierung von Bildung, Wissenschaft und Forschung den Rahmen für die internationale Zusammenarbeit Deutschlands in diesen Bereichen. Sie definiert Ziele und Prioritäten mit Blick auf die zunehmende Globalisierung und Digitalisierung von Bildung, Wissenschaft und Forschung, die Entfaltung des Europäischen Forschungsraums und die Herausbildung neuer, globaler Innovationszentren außerhalb der etablierten Wissenschaftsstandorte.

Im Jahr 2008 hatte die Bundesregierung erstmals strategische Ziele für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in Wissenschaft, Forschung und Innovation definiert. Mit dem Aktionsplan Internationale Kooperation zog das BMBF im Jahr 2014 eine Bilanz der bisherigen Internationalisierungserfolge und leitete wichtige Anpassungen für die weitere Umsetzung und die Fortentwicklung der Internationalisierungsstrategie ab. So haben sich in den vergangenen zehn Jahren neue Herausforderungen ergeben oder verstärkt. Dazu gehören z. B. die Integration in weltweite Wissensströme, die Gestaltung zunehmend komplexer, grenzüberschreitender Wertschöpfungsketten sowie der umfassende Ausbau digitaler Prozesse und Verfahren.

Die Internationalisierungsstrategie von 2017 definiert fünf Ziele zu Forschungsexzellenz, Innovation, Bildung und Qualifizierung, Zusammenarbeit mit Entwicklungs- und Schwellenländern sowie globalen Herausforderungen. Die Bundesregierung hat hier – als eine wesentliche Neuerung gegenüber der Internationalisierungsstrategie von 2008 – das zusätzliche Ziel „Bildung und Qualifizierung internationaler ausbauen“ aufgenommen. Sie trägt damit der zunehmenden Bedeutung der Berufsbildung in der Zusammenarbeit Deutschlands mit seinen internationalen Partnern Rechnung.

Das Leitmotiv der aktuellen Strategie der Bundesregierung lautet „Internationale Kooperation: vernetzt und innovativ“. Es folgt dem übergeordneten Ziel, die verschiedenen Handlungsebenen und die unterschiedlichen Akteure aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik noch stärker zusammenzubringen und zu vernetzen. Zu diesem Zweck hat die Bundesregierung einen hochrangig besetzten Runden Tisch „Internationalisierung von Bildung, Wissenschaft und Forschung“ eingerichtet. Kernziel des Runden Tisches ist es, bestehende Handlungserfordernisse bei der internationalen Zusammenarbeit in Bildung, Wissenschaft und Forschung zu identifizieren und Synergien zu schaffen, beispielsweise durch eine verstärkte ressortübergreifende Zusammenarbeit („Synergieprojekte“).