­Weltweite Zusammenarbeit

In der Forschung arbeitet Deutschland mit Industrieländern genauso zusammen wie mit Schwellen- und Entwicklungsländern. Diese Zusammenarbeit trägt dazu bei, ein weltweites Verständnis für globale Herausforderungen zu bilden und gemeinsame Lösungen zu entwickeln.

Die deutsche Forschungslandschaft und ihre Akteure sind traditionell weltweit sehr gut vernetzt. Deutsche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler waren und sind mobil, und Forscherinnen und Forscher aus anderen Staaten sind regelmäßig zu Gast in Deutschland. Dieser internationale Austausch nimmt an Breite und Tiefe rasch zu. Durch vielfältige Kooperationen spielt Deutschland eine Schlüsselrolle in einer globalisierten Welt.

Deutschland hat mit zahlreichen internationalen Partnern verlässliche Rahmenbedingungen für Kooperationen geschaffen. Die Zusammenarbeit findet sowohl auf der Ebene von Regierungen, Verwaltungen und Mittlerorganisationen statt als auch auf der Ebene von Forschungsorganisationen und Hochschulen. Dabei ist es in jedem Einzelfall wichtig, die Besonderheiten der Partnerländer und den jeweiligen deutschen Bedarf zu berücksichtigen. Die wichtigste Basis für bilaterale Kooperationen sind Abkommen zur wissenschaftlich-technologischen Zusammenarbeit (WTZ) bzw. zur Zusammenarbeit in der Berufsbildung.

Die deutsche Forschungs- und Innovationspolitik verfolgt das Ziel, in Ländern mit strategisch bedeutsamen Wissenschafts- und Technologieressourcen besonders präsent zu sein. Das betrifft zum einen die Industriestaaten und zum anderen die Schwellenländer – mit einem besonderen Fokus auf den fünf BRICS-Staaten Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika. Zunehmend relevant wird die Kooperation mit ausgewählten Ländern, die rasch und dynamisch ihren Entwicklungsstatus verbessern.

In der forschungs- und bildungspolitischen Zusammenarbeit mit Regionen wie MENA und regionalen Organisationen in der Welt (z. B. ASEAN, AU, MERCOSUR) setzt Deutschland verstärkt auf regionale Ansätze und speziell zugeschnittene Maßnahmen. Darüber hinaus nimmt Deutschland seine globale Mitverantwortung wahr, indem es sein Know-how in internationale Organisationen und Foren (z. B. OECD, G7, UN) einbringt. So wurde beispielweise das im Jahr 2015 unter deutscher G7-Präsidentschaft angestoßene Thema „Zukunft der Meere und Ozeane“ bei den Folgetreffen der G7-Wissenschaftsministerinnen und -Wissenschaftsminister 2016 und 2017 weiter ausgestaltet.