Warum ist internationale Zusammenarbeit wichtig?

Deutsche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler forschen weltweit. Forscherinnen und Forscher aus anderen Staaten sind regelmäßig zu Gast in Deutschland. Die deutsche Forschungslandschaft und ihre Akteure vernetzen sich weltweit.

Die großen Herausforderungen unserer Zeit wie Klimawandel, nachhaltige Energieversorgung oder Ernährungssicherheit machen nicht an Ländergrenzen halt. Um sie zu meistern, brauchen wir internationale Zusammenarbeit. Das gilt vor allem in Wissenschaft und Forschung. Darüber hinaus ist die Integration in globale Wissensflüsse und Wertschöpfungsketten zum entscheidenden Standortfaktor und Wettbewerbsvorteil geworden.

Die Bundesregierung hat auf die Herausforderungen der Globalisierung reagiert: Im Februar 2017 hat sie die neue Strategie zur Internationalisierung von Bildung, Wissenschaft und Forschung beschlossen. Sie begegnet damit Trends und Herausforderungen wie der Digitalisierung, der Weiterentwicklung des Europäischen Forschungsraums oder der Herausbildung neuer Innovationszentren außerhalb der etablierten Wissenschaftsstandorte.

Austauschprogramme ermöglichen es deutschen Studierenden, Doktorandinnen und Doktoranden sowie Auszubildenden, wertvolle Erfahrungen im Ausland zu sammeln. Gleichzeitig gelangt im Zuge von Forschungsaufenthalten und -kooperationen das Wissen ausländischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nach Deutschland.

Die Bundesregierung treibt die Vertiefung des Europäischen Forschungsraums weiter voran. Um die Wettbewerbsfähigkeit der Forschung zu sichern, hat die EU mit Horizont 2020 das weltweit finanzstärkste Förderprogramm für Forschung und Innovation aufgelegt. Von 2014 bis 2020 stellt sie 75 Milliarden Euro bereit – für Grundlagenforschung ebenso wie für die Vorbereitung marktfähiger Produkte. Das Europäische Strategieforum für Forschungsinfrastrukturen kümmert sich darum, dass EU-Mitgliedstaaten Großgeräte, Datenbanken oder Laboratorien gemeinsam errichten und betreiben.

Die Internationalisierung ist in der Forschung weit fortgeschritten. Auch in der Berufsbildung ist Deutschland Vorreiter: Derzeit ermöglichen 19 Länder weltweit die berufliche Bildung nach dem Vorbild unseres dualen Ausbildungssystems.

Dieses Bild zeigt junge Menschen, die während ihrer dualen Ausbildung mit dem Programm Erasmus+ im europäischen Ausland waren.

EuroApprentices sind junge Menschen, die während ihrer dualen Ausbildung mit dem Programm Erasmus+ im europäischen Ausland waren.

Reiner Zensen