­Vernetzung und Transfer

Nur wenn Forschende sich vernetzen und ihr Wissen zusammenführen, können Ergebnisse aus der Forschung schneller zur Anwendung kommen. Die Bundesregierung unterstützt den Ideentransfer zwischen Forschungseinrichtungen und Unternehmen, indem sie Kooperationen, Cluster und Netzwerke fördert.

Die Kooperationsstärke von Unternehmen wird zunehmend zur Wettbewerbsstärke. Ziel der Bundesregierung ist die Stärkung des wechselseitigen Ideen-, Wissens- und Technologietransfers zwischen Unternehmen, Hochschulen, außeruniversitären Forschungseinrichtungen und weiteren Akteuren aus der Gesellschaft. Die Förderung von Netzwerken und Clustern ist eine wichtige Basis für die Zusammenarbeit. Die Öffnung von Innovationsprozessen rückt zunehmend in den Fokus.

Der Spitzencluster-Wettbewerb, die Maßnahme zur Internationalisierung von Spitzenclustern und vergleichbaren Netzwerken, das Programm go-cluster und die Initiative Forschungscampus fördern die themen- und ergebnisorientierte strategische Kooperation zwischen Wissenschaft, Unternehmen und Gesellschaft. Um die Innovationspotenziale von Fachhochschulen noch besser nutzbar zu machen, unterstützt das BMBF mit dem Programm Forschung an Fachhochschulen FuE-Kooperationen in der anwendungsorientierten Forschung zwischen Fachhochschulen und Unternehmen sowie die Qualifizierung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Bund und Länder vereinbarten mit der Fortschreibung des Pakts für Forschung und Innovation bis 2020 eine Intensivierung der Vernetzungs- und Transferaktivitäten der Wissenschafts- und Forschungsorganisationen. Zudem startete die Bund-Länder-Förderinitiative Innovative Hochschule, mit der die Verankerung von Hochschulen in ihrer Region nachhaltig unterstützt und so ihre strategische Rolle als Innovationsmotor in ihrem Umfeld weiter gestärkt wird.

Die Wege von der Forschung in den Markt oder in die gesellschaftliche Anwendung sollen künftig noch kürzer und schneller werden. Dabei gilt es in erster Linie, die Innovationslücke zwischen ersten Ergebnissen aus der Grundlagenforschung und einer möglichen Anwendung zu schließen. Die BMBF-Fördermaßnahme Validierung des technologischen und gesellschaftlichen Innovationspotenzials wissenschaftlicher Forschung – VIP+ unterstützt Forscherinnen und Forscher dabei, das Innovationspotenzial ihrer Forschungsergebnisse frühzeitig zu validieren sowie relevante wirtschaftliche oder gesellschaftliche Anwendungsbereiche zu erschließen. Um Verwertung und Technologietransfer weiter zu intensivieren, wurden die Patentierungs- und Normungsaktivitäten des BMWi Anfang 2016 in der Maßnahme Wissens- und Technologietransfer durch Patente und Normen (WIPANO) gebündelt.