Unterstützung von Kooperationen zwischen öffentlich geförderter Forschung, Wirtschaft und Gesellschaft

Die deutsche Forschungs- und Innovationslandschaft ist vielfältig, deshalb fördert die Bundesregierung die Vernetzung von Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft mit einem breiten Angebot. Übergreifendes Ziel ist die Förderung einer Innovationskultur, die neben technischen Innovationen auch das Potenzial nicht-technischer und sozialer Innovationen berücksichtigt und in der Transfererfolge eine angemessene Wertschätzung erfahren. Durch den strategischen Zusammenschluss von Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft werden regionale und überregionale Innovationspole geschaffen. Sie bilden Plattformen für innovative Forschungsvorhaben und befördern die zielgerichtete wirtschaftliche oder gesellschaftliche Verwertung von Forschungsergebnissen.

Die Bundesregierung stärkt die Hochschulen in der Erprobung neuartiger Strategien der Zusammenarbeit in der Region und unterstützt sie im Auf- und Ausbau innovativer Kooperationsformate. Damit wird die Profilierung der deutschen Hochschulen als attraktive Innovationspartner für Wirtschaft und Gesellschaft vorangetrieben. So startete 2016 die Förderinitiative Innovative Hochschule, finanziert durch Bund und Länder (siehe auch V Die Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern).

Im Pakt für Forschung und Innovation, der bis zum Jahr 2020 gilt, wurde mit den Wissenschafts- und Forschungsorganisationen eine Intensivierung der Vernetzungs- und Transferaktivitäten vereinbart. Die Vernetzung soll zu einer nachhaltigen Etablierung von Partnerschaften zwischen Wirtschaft und Wissenschaft führen und zum beiderseitigen Nutzen die Lücke zwischen Grundlagen- und Anwendungsforschung auf der einen und Markteinführung auf der anderen Seite schließen (siehe auch V Die Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern).

Spitzencluster-Wettbewerb

Der Spitzencluster-Wettbewerb unterstützt die leistungsfähigsten Cluster aus Wissenschaft und Wirtschaft dabei, ihre Anziehungskraft zu vergrößern und sich im internationalen Wettbewerb in der Spitzengruppe zu etablieren. Seit 2007 wurden in drei Wettbewerbsrunden 15 Spitzencluster von einer unabhängigen Jury ausgewählt. Es sind die Cluster mit den besten Strategien für Zukunftsmärkte in ihren jeweiligen Technologiefeldern. Jeder Spitzencluster wird über fünf Jahre mit bis zu 40 Mio. Euro gefördert. Fast 30 % der Fördermittel gehen an kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Bis zum Ende der Förderperiode im Jahr 2017 werden so zusammen mit den Eigenbeiträgen der Wirtschaft ca. 1,2 Mrd. Euro für Projekte zur Umsetzung der Clusterstrategien eingesetzt. Insgesamt 2.000 Unternehmen, Hochschulen, Forschungseinrichtungen und sonstige Akteure realisieren die Strategien der 15 Spitzencluster in mehr als 1.500 Innovationsprojekten. Hinzu kommen eine Vielzahl von im Rahmen der Spitzenclusteraktivitäten initiierten Investitionen in Forschungs- und Bildungsinfrastrukturen und die erfolgreiche Beteiligung beispielsweise an europäischen Programmen wie den Wissens- und Innovationsgemeinschaften (KIC) des Europäischen Instituts für Technologie (EIT).

Schon die begleitende Evaluierung zeigte auf: Der Spitzencluster-Wettbewerb ist ein besonders erfolgreiches Instrument der Forschungs- und Innovationsförderung. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist die enge Vernetzung der regionalen Akteure aus Wissenschaft und Wirtschaft auf der Grundlage einer gemeinsamen Clusterstrategie, die durch die Förderung stark zugenommen hat. Ein Indiz für die Nachhaltigkeit der Förderung ist, dass die zehn Spitzencluster der ersten beiden Wettbewerbsrunden, deren Förderung zum Teil bereits seit mehr als drei Jahren ausgelaufen ist, mit nahezu konstanten Kapazitäten in den Clustermanagements und hohem Engagement der Clusterakteure in den Gremien weiterarbeiten. So sind die Spitzencluster Katalysatoren für gemeinsame Bildungs- und Forschungsaktivitäten, ein gutes Pflaster für Start-ups, und sie stärken die Reputation des Innovationsstandorts Deutschland. In einer Ex-post- Evaluation wird aktuell untersucht, welche Wirkungen nach Abschluss der Förderung eingetreten sind.

Dieses Bild zeigt die Internationalisierung von Spitzenclustern, Zukunftsprojekten und vergleichbaren Netzwerken

Abb. III-1: Internationalisierung von Spitzenclustern, Zukunftsprojekten und vergleichbaren Netzwerken

BMBF

Internationalisierung von Spitzenclustern und vergleichbaren Netzwerken

Globale Herausforderungen und weltweite Innovationschancen übersteigen oft die Möglichkeiten produktiver regionaler Innovations- und Wertschöpfungsketten. Sie müssen deshalb immer öfter arbeitsteilig mit internationalen Partnern angegangen werden. Dies fördert die Maßnahme Internationalisierung von Spitzenclustern, Zukunftsprojekten und vergleichbaren Netzwerken (siehe auch Abb. III 1). Ende 2016 startete das BMBF die dritte Runde dieser Fördermaßnahme. Weitere zehn und damit insgesamt 32 ausgewählte Cluster und vergleichbare Netzwerke intensivieren in einer Konzeptions- und einer Umsetzungsphase ihre Kontakte zu internationalen Innovationsregionen mit dem Ziel, durch international ausgerichtete Forschungsprojekte Innovationssprünge zu realisieren. Die Förderung der dritten Runde begann Anfang 2018. Außerdem starteten die ersten Forschungs- und Innovationsprojekte der Umsetzungsphase mit Partnern aus den USA, Kanada, Brasilien und Singapur (siehe Infobox Projektbeispiel: SCIKE).

Mit einer umfassenden Begleitung durch das zentrale Begleitforschungsprojekt InterSpiN sowie den Vertiefungsstudien MeNeC, PubliSTA und Virtuelle Clusterakademie werden das Wissen zu internationalen Forschungs- und Innovationskooperationen wie auch die Erfahrungen aus den Projekten wissenschaftlich aufgearbeitet und im Sinne eines lernenden Programms an die Beteiligten rückgekoppelt.

In Ergänzung der Internationalisierung von Spitzenclustern, Zukunftsprojekten und vergleichbaren Netzwerken stärkt die Bundesregierung die Zusammenarbeit im Europäischen Forschungsraum durch eine enge Verzahnung nationaler und europäischer Forschungs- und Innovationsförderung (siehe auch IV 2 Deutschlands Rolle in Europa).

go-cluster

Das Programm go-cluster des BMWi steht für eine zukunftsorientierte Clusterpolitik mit dem Ziel, leistungsfähige Innovationscluster hin zu international exzellenten Clustern weiterzuentwickeln. go-cluster bietet bedarfsorientierte Serviceleistungen für die Clusterakteure sowie für Politik, Wissenschaft und Wirtschaft. Die regelmäßige Analyse von Trends der internationalen Clusterpolitik ermöglicht Empfehlungen für die Ausrichtung der deutschen Perspektive. go-cluster fördert außerdem Projekte zur Entwicklung und Umsetzung neuartiger und innovativer Clusterservices und Clusterkonzepte.

Projektbeispiel: SCIKE – Realisierung der Software-Cluster-Internationalisierungsstrategie

Der Software-Cluster ist Europas Silicon Valley der Unternehmenssoftware. Mit 134.000 Beschäftigten in den rund 11.000 Software-Unternehmen rund um Darmstadt, Kaiserslautern, Karlsruhe und Saarbrücken arbeiten fast 25 % aller Beschäftigten der deutschen Software-Branche in der Region des Software-Clusters. Mehr als 1.500 dieser Unternehmen sind, gemeinsam mit einer Vielzahl renommierter Universitäten, Fachhochschulen und Forschungseinrichtungen, im Cluster selbst vertreten. Sie tragen damit in erheblichem Maße zu dem durch die regional ansässige Software-Industrie erwirtschafteten Umsatz in Höhe von 30,8 Mrd. Euro bei, der einem Anteil von 31,9 % am deutschen und 7,1 % am europäischen Gesamtumsatz der Software-Industrie entspricht. Damit ist der Software-Cluster maßgeblich dafür verantwortlich, dass Deutschland auf dem Gebiet der Unternehmenssoftware weiterhin eine führende Rolle einnimmt.

Um den Partnern aus dem Software-Cluster den Eintritt in die Innovationssysteme der internationalen Partnerregionen zu erleichtern, wurden in dem Spitzencluster Strukturen und Standardprozesse zur stärkeren Internationalisierung von KMU eingeführt. Ein maßgeblicher Teil des Verbundprojekts SCIKE wird in Kooperation mit Forschungseinrichtungen und Firmen aus Brasilien umgesetzt. Im Fokus dieser Zusammenarbeit stehen die Energiewende und die Erarbeitung innovativer Software-Lösungen für deren erfolgreiche Umsetzung. Die gebündelten deutschen und brasilianischen Kompetenzen münden in gemeinsam umgesetzten Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationsaktivitäten in der Region Bahia (Brasilien). Der Software-Cluster vermittelt u. a. sein Domänenwissen im Bereich Cross Energy Management, Plattformentwicklung und Cybersecurity. Die brasilianischen Partner bringen beispielsweise ihr Fachwissen über das brasilianische Innovationssystem und den Energiemarkt ein. Durch die Kooperation mit Bahia erhält der Software-Cluster die Möglichkeit, seine Kompetenz in der „IT für Energiemanagement“ in realen Testumgebungen einzubringen, Erfahrungen aus einem anders regulierten Anwendungskontext zu sammeln und sein internationales FuE-Netzwerk in Richtung der aufstrebenden Wirtschaftsregion Südamerika auszuweiten.

Nationale Innovationscluster können sich um eine Aufnahme in go-cluster bewerben. Derzeit vereint das Programm rund 90 Innovationscluster aus allen Regionen Deutschlands und vernetzt somit rund 15.500 Clusterakteure, darunter ca. 10.500 KMU aus 38 Technologiefeldern. Über Best-Practice-Beispiele informiert regelmäßig die Reihe ClusterERFOLGE. Sie berichtet über spannende neue Projekte oder Initiativen aus den Clustern.

Clusterplattform Deutschland

Mit der Clusterplattform Deutschland stellen BMWi und BMBF – unterstützt von den Ländern – die zentrale Informationsplattform für Clusterakteure in Deutschland und im Ausland zur Verfügung. Die Website ist in Deutsch und Englisch verfügbar. Sie informiert über die Clusterlandschaft und -politik, über laufende Ausschreibungen und Programme auf der Ebene von Land, Bund und EU. Mittels einer Suchfunktion mit verschiedenen Auswahlkriterien wie Exzellenz-Maßnahme, technologischer Fokus oder Bundesland kann gezielt nach Clustern – differenziert nach Technologiefeldern und Standorten – recherchiert werden.

Forschungscampus

Komplexe und vielschichtige Forschungsfelder mit hohem Forschungsrisiko, aber auch hohem Potenzial für Sprunginnovationen erfordern langfristig angelegte Kooperationen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Im Jahr 2011 hat das BMBF die Förderinitiative Forschungscampus zur Stärkung langfristiger strategischer Partnerschaften gestartet. In einem Forschungscampus bündeln die Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft ihre Kompetenzen unter einem Dach, um gemeinsam an einer langfristig angelegten Forschungsagenda
zu arbeiten. Für einen Zeitraum von bis zu 15 Jahren erhält jeder Forschungscampus eine Anreizfinanzierung von bis zu 2 Mio. Euro pro Jahr. Die Partner in den neun Forschungscampi planen für die derzeitige fünfjährige Förderphase zusätzlich zu ihren Eigenanteilen in den geförderten Projekten Eigenbeiträge in Höhe von ca. 244 Mio. Euro. Verbindliche Vereinbarungen regeln die Zusammenarbeit und vor allem den Umgang mit geistigem Eigentum. Sie sind das Fundament, auf dem die vertrauensvolle und langfristige Zusammenarbeit der Partner aufgebaut ist.

Bereits im Sommer 2018 stellt sich der erste Forschungscampus erneut der Beurteilung durch die Jury zum Übergang in die zweite fünfjährige Förderphase. Sieben weitere Forschungscampi folgen zwischen Anfang 2019 und Anfang 2020. Der neunte Forschungscampus stellt sich dann Anfang 2021 der Jury.

Das 2016 beendete Begleitvorhaben Forschungscampus pro aktiv lieferte erste wissenschaftliche Erkenntnisse zum Förderansatz Forschungscampus. Die Forschungscampi bilden demnach eine Plattform für innovative und missionsorientierte Themen und Problemlösungsansätze. Sie tragen damit zu einer weiteren Dynamisierung der Schnittstellen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft, aber auch innerhalb der Wissenschaft bei. Eine Evaluation der BMBF-Förderinitiative Forschungscampus ist ab 2018 geplant.

Der kontinuierliche Austausch zwischen allen Beteiligten der Förderinitiative findet in regelmäßigen Strategieworkshops statt. Darüber hinaus werden vermehrt Synergien durch eine direkte Zusammenarbeit einzelner Campi erschlossen (siehe Infobox Die Forschungscampi STIMULATE und M²OLIE).

Forschung an Fachhochschulen

Fachhochschulen forschen anwendungs- und lösungsorientiert. Sie arbeiten vielfach eng mit (regionalen) Unternehmen zusammen und leisten einen wichtigen Beitrag zur Qualifizierung von Fachkräften. Bereits seit 1992 unterstützt das BMBF den Wissens- und Technologietransfer zwischen Fachhochschulen und Unternehmen. Das Programm Forschung an Fachhochschulen ist das zentrale Instrument zur Förderung der anwendungsorientierten Forschung an Fachhochschulen in den Ingenieur-, Natur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften.

Die Förderlinien des Programms umfassen themenoffene und themenspezifische Fördermöglichkeiten:

  • Forschung an Fachhochschulen mit Unternehmen (FHprofUnt) fördert FuE-Kooperationen vor allem mit KMU, um durch Wissens- und Technologietransfer innovative Lösungen für die betriebliche Praxis zu erreichen.
  • IngenieurNachwuchs – Kooperative Promotion unterstützt die forschungs- und anwendungsnahe Qualifizierung von Ingenieurinnen und Ingenieuren und hier besonders die Qualifizierung von forschungsstarkem Nachwuchs bei kooperativen Promotionen in Zusammenarbeit mit Universitäten und Unternehmen.
  • Kernziel der 2017 erschienenen Förderlinie Lebensqualität durch soziale Innovationen (FH-Sozial) ist es, durch Forschung soziale Innovationen für praxisorientierte Lösungen zur Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen zu entwickeln und zu implementieren.
  • Förderung von strategischen Investitionen an Fachhochschulen (FHInvest) ermöglicht die Förderung von Investitionsprojekten zur Bereitstellung und Anwendung innovativer technischer Forschungsgeräte. Seit 2015 werden Forschungsgroßgeräte zu vergleichbaren Bedingungen auch in FHprofUnt gefördert.
  • 2015 initiierte das BMBF die themenoffene Maßnahme Starke Fachhochschulen – Impuls für die Region (FH-Impuls). FH-Impuls richtet sich an forschungsstarke Fachhochschulen, die einen bereits vorhandenen Forschungsschwerpunkt mit hohem Transfer- und Umsetzungspotenzial ausbauen und ihr Forschungsprofil nachhaltig schärfen wollen. Im Juli 2016 wurden zehn Partnerschaften zur Förderung ausgewählt, deren Forschungsprojekte inzwischen begonnen haben. Seit April 2017 ist ein Team, bestehend aus der Technopolis Group, dem Stifterverband und inspire research, mit der wissenschaftlichen Begleitung der Fördermaßnahme und der Vernetzung der zehn FH-Impuls-Partnerschaften betraut.
  • Mit der 2017 veröffentlichten Maßnahme EU-Antrag-FH zielt das BMBF darauf ab, die Beteiligung der Fachhochschulen an Horizont 2020 als Partner, möglicherweise auch als Koordinatoren, von EU-Forschungsanträgen zu erhöhen. Unterstützt wird die Vernetzung mit europäischen wissenschaftlichen Partnern zur Vorbereitung von konkreten Projektanträgen und deren Einreichung bei der EU.
  • EU-Strategie-FH ergänzt die Maßnahme EU-Antrag-FH und soll Fachhochschulen sowohl strategisch als auch themenspezifisch auf die Herausforderungen von Horizont 2020 und das nachfolgende Forschungsrahmenprogramm ab 2021 (FP9) vorbereiten. Ziel ist dabei, das Forschungspotenzial der Fachhochschulen im Europäischen Forschungsraum besser auszunutzen. Eine entsprechende Förderrichtlinie wurde im Frühjahr 2017 vom BMBF veröffentlicht.

Um seine Fördermaßnahmen bedarfsgerecht weiterzuentwickeln, hat das BMBF eine empirische Begleitung des Programms Forschung an Fachhochschulen in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse der von der Technopolis Group durchgeführten Untersuchung wurden 2016 veröffentlicht.

Mit dem „Lernlabor Cybersicherheit“ hat das BMBF 2016 ein neues Kooperationsformat zwischen Fachhochschulen und der Fraunhofer-Gesellschaft etabliert. Ziel der Initiative ist es, das praxis- und forschungsnahe Weiterbildungsangebot in der IT-Sicherheit für KMU auszubauen.

Die Forschungscampi STIMULATE und M²OLIE: Innovative Medizintechnik aus Deutschland

Zwei der deutschlandweit neun geförderten Forschungscampi beschäftigen sich mit Themen der Medizintechnik: Der Forschungscampus STIMULATE in Magdeburg hat die Entwicklung bildgeführter minimalinvasiver Methoden zur Behandlung von Erkrankungen aus den Bereichen Krebs, Neurologie und Herz-Kreislauf-System zum Ziel. Der Forschungscampus M2OLIE in Mannheim arbeitet an einem theranostischen Verfahren, das die Diagnose und die nötige Behandlung einer Krebspatientin oder eines Krebspatienten innerhalb eines Arbeitstages ermöglichen soll.

In jedem der beiden Forschungscampi haben sich Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft für die gemeinsame Forschungsarbeit auf Basis eines Kooperationsvertrages zusammengeschlossen. Aktuell sind dies an beiden Standorten jeweils ca. 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus rund 40 Partnereinrichtungen. Die kurzen Wege und die Zusammenarbeit „unter einem Dach“ ermöglichen eine schnelle und synergetische Lösungsfindung in den Forschungscampi. Für die beteiligten Hochschulen, die Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, die Universität und die Hochschule Mannheim sowie die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, haben die Forschungscampi einen hohen Stellenwert; sie wirken profilbildend und geben Strategieprozessen Impulse. Den beteiligten Unternehmen, darunter etwa 20 KMU, ermöglichen sie den Zugang zu neuen Technologien, zum Know-how der Partner und den Kontakt zu speziellen Fachkräften. Zur Unterstützung des Wissens- und Technologietransfers wurden in den Forschungscampi Regeln zum Umgang mit Ergebnissen und deren Verwertung festgelegt.

M2OLIE und STIMULATE arbeiten auf der strategischen und der operativen Ebene eng zusammen. Bereits zum dritten Mal traf sich die internationale Fachgemeinschaft auf der gemeinsam ausgerichteten „Image Guided Intervention Conference“ (IGIC).