Niedersachsen

Das Wissenschaftssystem in Niedersachsen

Die breit aufgestellte niedersächsische Forschungslandschaft zeichnet sich durch forschungspolitische Schwerpunktsetzungen aus, die sich von der Gesundheit über die Energiewende bis zur Mobilität an großen gesellschaftlichen Herausforderungen orientieren, zu deren Bewältigung die Wissenschaft wichtige Beiträge liefert.

Lebenswissenschaften: Zu den Schwerpunkten der niedersächsischen Forschungsförderung gehören die Lebenswissenschaften. Um Weiterentwicklungen der Gesundheitsforschung zu unterstützen, Prävention und Diagnostik zu verbessern sowie die Entwicklung hin zur individualisierten Medizin voranzutreiben, werden die bereits bestehenden Kooperationen von universitären und außeruniversitären Einrichtungen ausgebaut und gestärkt.

Neben den Schwerpunkten Infektionsforschung, Herz-Kreislauf-Forschung, Lungenforschung und Forschung zu neurodegenerativen Erkrankungen, bei denen die Medizinische Hochschule Hannover und die Universitätsmedizin Göttingen an den einschlägigen Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung beteiligt sind, stellen die regenerative Medizin, die Hörforschung und die Neurowissenschaften wichtige Forschungsfelder dar. Im Niedersächsischen Zentrum für Biomedizintechnik, Implantatforschung und Entwicklung (NIFE) ist ein transdisziplinäres Zentrum der Implantatforschung geschaffen worden.

In dem vom Land breit angelegten Forschungsverbund „R2N – Replace and Reduce aus Niedersachsen“ wird die Entwicklung von Ersatz- und Ergänzungsmethoden für Tierversuche in der biomedizinischen Forschung unterstützt. Forscherinnen und Forschern wird die Möglichkeit gegeben, Ersatz- und Ergänzungsmethoden für Tierversuche zu entwickeln und damit Alternativen zu Tierversuchen voranzutreiben. Dabei werden Methoden erforscht, die Versuche am lebenden Tier ersetzen und stattdessen anhand von Organen und Geweben ex vivo oder Zellkulturen in vitro durchgeführt werden.

Energieforschung: Im Zentrum der niedersächsischen Energieforschung stehen der Ausbau und die Weiterentwicklung der erneuerbaren Energien, die Entwicklung neuer Speichertechnologien sowie Fragen der Netzintegration und Netzstruktur.

Mit ForWind verfügt Norddeutschland über ein international anerkanntes Zentrum für Windenergieforschung. Die 28 zu ForWind gehörenden Institute und Gruppen in Oldenburg, Hannover und Bremen betreiben weltweit einmalige Forschungsinfrastrukturen, die mit Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft für die Windenergieforschung eingesetzt werden. Die strategische Planung im Forschungsverbund Windenergie von DLR, ForWind und dem Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) ermöglicht zudem die Durchführung von sehr großen Verbundforschungsvorhaben auf nationaler Ebene.

Für die Integration von vor allem Wind- und Sonnenenergie und das Zusammenspiel mit dem Energiesystem betreibt das Land Niedersachsen das Energie-Forschungszentrum Niedersachsen (EFZN), ein wissenschaftliches Zentrum der Universitäten Braunschweig, Clausthal, Göttingen, Hannover und Oldenburg.

Das DLR-Institut für Vernetzte Energiesysteme in Oldenburg entwickelt Technologien und Konzepte für die zukünftige Energieversorgung auf Basis erneuerbarer Energien.

Mit seinen Forschungseinrichtungen liefert das Land Niedersachsen einen wichtigen Beitrag zu den norddeutschen, bundesweiten und auch internationalen Anstrengungen beim Umbau zu einem erneuerbaren Energiesystem.

Mobilität: Das Mobilitätsland Niedersachsen liefert in der Forschung neue Erkenntnisse für die Mobilität von morgen. In der Fahrzeugtechnik hat Niedersachsen mit dem Niedersächsischen Forschungszentrum Fahrzeugtechnik (NFF) der Technischen Universität

Braunschweig die Weichen für einen neuen Zugang zum Thema Mobilität gestellt. Um die Batterie als Energiespeicher für mobile Anwendungen weiterzuentwickeln, werden an der Battery LabFactory Braunschweig des NFF Produktionseinflüsse, neue Materialien sowie alternative Fertigungsverfahren analysiert und deren Wirkung auf die Leistungsfähigkeit der Batteriezellen bestimmt.

Die Eröffnung des Forschungscampus (BMBF) LeichtbauCampus Open Hybrid LabFactory im September 2016 ist ein weiterer Meilenstein in der niedersächsischen Mobilitätsforschung. Ziel dieses einzigartigen Kompetenzzentrums ist es, Technologien zu neuen und kostengünstigen Varianten im Automobilleichtbau zu entwickeln und diese in Fertigungstechnologien umzusetzen.

Um die Digitalisierung der Mobilität voranzutreiben, fördert Niedersachsen den Aufbau eines Testfeldes. Unter Federführung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) werden Szenarien und Analysen zum automatisierten und vernetzten Fahren gemeinsam mit maßgeblichen Industriepartnern erforscht.

In der Luft- und Raumfahrt haben die Technische Universität Braunschweig, das DLR und die Leibniz Universität Hannover ihre breit gefächerten Kompetenzen im Niedersächsischen Forschungszentrum für Luftfahrt (NFL) gebündelt. Gemeinsames Ziel ist die Entwicklung effizienter, lärmarmer, sicherer und umweltfreundlicher Verkehrsflugzeuge mit besonderen Kurzstart- und Kurzlandefähigkeiten.

Meeres- und Klimaforschung: Zentrale Akteure der Meeres- und Klimaforschung in Niedersachsen sind das Institut für Chemie und Biologie des Meeres (ICBM) der Universität Oldenburg, das Forschungsinstitut Senckenberg am Meer sowie die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe in Hannover. Zudem wurde 2017 das Helmholtz-Institut für Funktionelle Marine Biodiversität an der Universität Oldenburg (HIFMB) gegründet, eine gemeinsame Einrichtung des Alfred-Wegener-Instituts, des Helmholtz-Zentrums für Polar- und Meeresforschung und der Universität Oldenburg. Nach der vierjährigen Aufbauphase wird das HIFMB 2021 in die Helmholtz-Gemeinschaft übernommen. Bremische und niedersächsische Meeresforschungseinrichtungen vernetzen sich im Nordwest-Verbund Meeresforschung. Das ICBM in Oldenburg ist Heimatinstitut des Tiefseeforschungsschiffes „Sonne“.

Eine weitere bedeutende Forschungseinrichtung ist das Forschungszentrum Küste (FZK) der Universitäten Hannover und Braunschweig. In dieser arbeiten Küsteningenieure an den Herausforderungen eines modernen, an die Anforderungen des Klimawandels angepassten Küstenschutzes. Das FKZ betreibt u. a. den Großen Wellenkanal, den größten frei zugänglichen Wellenkanal der Welt, der in den kommenden Jahren umfangreich modernisiert und ergänzt wird.

Digitalisierung: Als Querschnittsthema betrifft die Digitalisierung alle wissenschaftspolitischen Schwerpunkte des Landes. Die mit ihr einhergehenden Veränderungen in Wirtschaft und Gesellschaft werden mit unterschiedlichen Akzenten an mehreren Einrichtungen als wichtiges Zukunftsthema in den Mittelpunkt der Forschung gestellt. So verfügt die Leibniz Universität Hannover mit dem Produktionstechnischen Zentrum (PZH) über eines der bundesweit bedeutendsten Zentren für Produktionstechnik, das mit seinen Forschungen die Industrie 4.0 aus wissenschaftlicher Perspektive mitprägt. Auch im Oldenburger OFFIS – Institut für Informatik spielen Fragen der Digitalisierung in verschiedenen Anwendungsfeldern wie Verkehr, Energie und Gesundheit eine wichtige Rolle. Das Forschungszentrum L3S (Hannover/Braunschweig) entwickelt mit seinem Schwerpunkt Web Sciences Methoden und Technologien, die das Internet an die reale Welt anbinden und die sichere Vernetzung in allen Feldern der Wissensgesellschaft ermöglichen. Am Standort Göttingen ist der Rat für Informationsinfrastrukturen angesiedelt, der mit seinen Empfehlungen die nationale Strategie zu informationsbasierten Infrastrukturen vorbereitet.

Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften: Mit dem Programm Pro*Niedersachsen fördert das Land gezielt Forschung in den Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften. Ein neuer Akzent wird mit einer eigenen Förderlinie zur Unterstützung beim Erschließen materieller Kulturgüter gesetzt.

Neben dieser breit angelegten Förderung setzt das Land Schwerpunkte, um die Erforschung neuer gesellschaftlich relevanter Entwicklungen der Gegenwart besonders voranzutreiben. Beispiele sind die Förderung der Entwicklungsökonomie an der Universität Göttingen, die sich mit der Reduzierung des Armutsrisikos in Entwicklungsländern befasst, sowie die Förderung der Migrationsforschung an der Universität Osnabrück im Rahmen des Aufbaus des Deutschen Zentrums für Integrations- und Migrationswissenschaft e. V. (DeZIM).

Agrarwissenschaften: Eine moderne innovative Landwirtschaft ist aufgefordert, im Sinne einer ressourcen-, umwelt- und klimaschonenden sowie tiergerechten Produktion ökonomische, ökologische und ethische Aspekte in Einklang zu bringen. In Niedersachsen als einem Kernland der Pflanzenproduktion und Tierhaltung sind diese Aspekte von besonderer Bedeutung. Mit einer Förderung von anwendungsorientierten, inter- bzw. transdisziplinären Forschungsverbünden zur nachhaltigen Agrarproduktion auf hohem wissenschaftlichem Niveau stärkt das Land die Forschungsaktivitäten in den Agrarwissenschaften. Zwischen 2017 und 2019 werden fünf Forschungsverbünde zum Thema „Nachhaltige Agrarproduktion“ gefördert.

Nachwuchsförderung: Niedersachsen fördert die Frühphase eigenständigen wissenschaftlichen Arbeitens mit einem eigenen Promotionsprogramm. Um neue Potenziale zu erschließen und die Hochschulen stärker zu vernetzen, werden damit strukturierte Programme, besonders kooperative Promotionsprogramme unter Einbeziehung von Fachhochschulen, unterstützt. Vom Land und den Hochschulen verabschiedete Leitlinien sichern zusätzlich eine hohe Qualität aller Promotionsverfahren. Im Zuge einer gesetzlichen Neuregelung wurden zudem die Einflussmöglichkeiten der Promovierenden auf hochschulinterne Entscheidungsprozesse deutlich ausgebaut.

Neben der Stärkung der Juniorprofessur unterstützt und begleitet das Land seine Hochschulen bei der Implementierung planbarer und transparenter Karrierewege, wie z. B. des Tenure-Track-Modells. Somit bietet Niedersachsen für den gesamten Weg in den Beruf als Wissenschaftlerin bzw. Wissenschaftler attraktive Rahmenbedingungen.

Dieses Bild zeigt Standorte der Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Niedersachsen

* Die Anzahl der Standorte der Hochschulen und Forschungseinrichtungen umfasst neben den Hauptstandorten auch die weiteren im Bundesland vorhandenen Standorte, z. B. Nebenstandorte einer außeruniversitären Forschungseinrichtung.
Datenbasis: Hochschulen – Hochschulrektorenkonferenz Stand 01/2018; Außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sowie Bundes- und Landeseinrichtungen mit FuE-Aufgaben – Eigenangaben der Einrichtungen und Länder. Geobasisdaten: © EuroGeographics bezüglich der Verwaltungsgrenzen.

BMBF

Forschungs- und Technologieförderung

Hochschulen und Forschungseinrichtungen sind die zentralen Akteure im regionalen Innovationssystem. Kooperationen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft bilden eine entscheidende Grundlage für Innovation, Wachstum und Beschäftigung. Technologieförderung und -transfer sind daher wichtige Anliegen der Forschungs-, Struktur- und Wirtschaftspolitik des Landes. Wesentliches Ziel ist die Stärkung des Innovations- und Wettbewerbspotenzials vor allem von kleineren und mittleren Unternehmen.

Erfolgreiche Instrumente sind Netzwerke und Kooperationsprojekte von Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen. Zwischen dem Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (MW) und dem Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) besteht in Forschung, Technologie und Innovation eine enge Zusammenarbeit. Im Innovationsnetzwerk Niedersachsen arbeiten etwa 275 Beratungs- und Vermittlungseinrichtungen aus Forschung, Verbänden und Gebietskörperschaften zusammen. Sie stehen den regionalen Unternehmen als kompetente Partner zur Verfügung.
 

Cluster- und Netzwerkförderung

In der Forschung und Entwicklung vernetzt das Land überwiegend durch Instrumente wie Forschungs- und Innovationsverbünde.

Das Innovationszentrum Niedersachsen koordiniert und betreut diese Netzwerke bis zur Marktreife. Es agiert als unabhängiger Strategie- und Technologieberater der niedersächsischen Landesregierung und richtet branchenspezifische und branchenübergreifende Wirtschaftsfördernetzwerke ein, um Impulse in die Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zur Entwicklung und Verbreitung zukunftsweisender Schlüsseltechnologien zu setzen. Aktuell werden branchenspezifische Netzwerke und Geschäftsstellen zu Industrie 4.0, Life Sciences, Digitalisierung, Start-ups, eHealth  und Ambient Assisted Living, Agrartechnik, Bürgerenergiegesellschaften, Mobilität und Automotive sowie sozialen Innovationen betrieben.

Technologietransfer und Gründungsförderung

Kooperationen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft sind eine entscheidende Grundlage für Innovation, Wachstum und Beschäftigung. Die Fachhochschulen haben als Motor der regionalen Entwicklung eine besondere Bedeutung. Mit dem Fachhochschulentwicklungsprogramm (FEP) stärkt das Land Niedersachsen die Fachhochschulen als praxisnahe Ausbildungsstätten für hoch qualifizierte Fachkräfte und als Innovationstreiber der regionalen Wirtschaft. Das Land stellt bis 2020 über 400 Mio. Euro für die Entwicklung der Fachhochschulen bereit und erhöht damit die Grundhaushalte der Hochschulen dauerhaft um 26 %. Mit diesen Mitteln werden zum einen die Studienplatzkapazitäten ausgebaut. Durch das FEP wird zum anderen die anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung gestärkt, der Wissens- und Technologietransfer in den Regionen unterstützt und die Fachhochschulforschung ausgebaut.

Die Innovationskraft der regionalen Wirtschaft durch Kooperationen mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen zu steigern, ist ein Schwerpunkt der Förderperiode 2014 bis 2020 des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in Niedersachsen. Die Förderung kommt Hochschulen und Forschungseinrichtungen zugute, die vorwiegend anwendungsorientiert mit mittelständischen Unternehmen kooperieren und deren Innovationsprozess unterstützen.

Technologieorientierte Gründungen und Start-up-Unternehmen erfüllen eine wichtige Funktion bei der Digitalisierung und Modernisierung der Wirtschaft. Das Land engagiert sich mit einem neuen Förderpaket, um die Start-up-Szene in Niedersachsen zukünftig noch stärker zu unterstützen. Dieses Förderpaket umfasst Beteiligungskapital für Start-up-Unternehmen, Förderung von Start-up-Zentren sowie das Sichtbarmachen und die Vernetzung von Start-ups in Niedersachsen.

Internationale Zusammenarbeit (einschließlich EU)

Internationalisierung ist ein zentraler Baustein der institutionellen Profilentwicklung der niedersächsischen Forschungslandschaft und ihrer Hochschulen sowie ein wesentliches Instrument der Qualitätssicherung. Sie dient der Zusammenarbeit in Wissenschaft, Forschung und Lehre und fördert zugleich einen interkulturellen Dialog, der geprägt ist von Toleranz, Respekt und gegenseitiger Wertschätzung. In global vernetzten Gesellschaften sind Hochschulen und Forschungseinrichtungen als Zukunftswerkstätten für Innovationen in besonderer Weise gefordert, international zu kooperieren, um Forschungsergebnisse auszutauschen und mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern verschiedenster Nationalitäten zusammenzuarbeiten. In den strategischen Zielvereinbarungen 2014 bis 2018, der leistungsbezogenen Mittelzuweisung sowie im Hochschulentwicklungsvertrag zwischen dem Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur und den niedersächsischen Hochschulen hat die Internationalisierung besondere Bedeutung. So unterstützt das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur die Hochschulen gezielt bei deren Internationalisierung durch Maßnahmen wie Anbahnung internationaler Forschungskooperationen oder die Anwerbung und Betreuung ausländischer Studentinnen und Studenten. Im Wintersemester 2016/2017 waren 20.591 Studierende mit ausländischem Pass an niedersächsischen Hochschulen immatrikuliert, im Wintersemester 2013/2014 lag die Zahl noch bei 16.364. Zwischen niedersächsischen Hochschulen und internationalen Partnern bestehen weit über 2.700 institutionalisierte Kooperationsbeziehungen, die in der Regel die gegenseitige Anerkennung von Studien- und Prüfungsleistungen, den Austausch von Studierenden, Lehr- und Forschungspersonal sowie die Zusammenarbeit in Forschung und Lehre umfassen.

Das Land Niedersachsen unterstützt darüber hinaus mit dem Stipendienprogramm Wissenschaft.Niedersachsen.Weltoffen internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die geflohen sind, vertrieben wurden oder in ihrem Heimatland an der Wahrnehmung ihrer Rechte gehindert werden.

Die niedersächsischen Hochschulen bieten außerdem auf vielfältige Weise aktive Unterstützung bei der Integration von Flüchtlingen an. Lehramtsstudierende wirken in der Sprachförderung mit. Durch Angebote wie Gasthörer-, Paten- und Mentoring-Programme, Schnupperstudien, spezielle Studienangebote und Lehrveranstaltungen, Schreibwerkstätten, Konferenzen, Aktions- und Blockwochen sowie Campus- und Sommerfeste ebnen die Hochschulen den studieninteressierten Flüchtlingen den Weg auf den Campus. Das Land unterstützt die Planungen und Aktivitäten der Hochschulen, von der Sprachförderung bis hin zur Aufnahme eines Studiums.

Die Landesregierung hat im November 2014 die Niedersächsische regionale Innovationsstrategie für intelligente Spezialisierung (RIS3) als Grundlage für die Gestaltung der Förderung des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) für den Förderzeitraum 2014 bis 2020 vorgelegt. Spezialisierungsfelder sind Mobilitätswirtschaft, Gesundheits- und Sozialwirtschaft, Energiewirtschaft, Land- und Ernährungswirtschaft, Digital- und Kreativwirtschaft, neue Materialien/Produktionswirtschaft sowie maritime Wirtschaft.