Nachhaltige Entwicklung urbaner Regionen weltweit

In den Städten entscheiden sich weltweit Fragen der ökologischen, ökonomischen und sozialen Entwicklung, aber auch der Regierbarkeit, Sicherheit und politischen Teilhabe. Der globale Fahrplan für die nachhaltige Stadtentwicklung der kommenden 20 Jahre liegt vor: die New Urban Agenda.

Sie ist das Ergebnis der UN-Konferenz „Habitat III“ zu Wohnen und nachhaltiger Stadtentwicklung, die am 20. Oktober 2016 in Quito (Ecuador) stattfand. Mit der New Urban Agenda haben die Staaten ein Dokument vorgelegt, das sich mit der Entwicklung, Funktion und nachhaltigen Ausgestaltung von Städten befasst – und das zum ersten Mal unter dem Eindruck einer stark verstädterten Welt und mit der Perspektive weiteren Stadtwachstums. Die New Urban Agenda stellt klare Forderungen für eine moderne Stadt: kompakte Siedlungsentwicklung mit angemessenen Freiräumen, sparsamer Umgang mit Ressourcen, Stärkung öffentlicher Verkehrsmittel und gesunde Lebensbedingungen für alle. Sie wird damit zum Werkzeugkasten für Akteure der kommunalen Ebene und ist eine Richtschnur und politische Stärkung in ihrem Engagement für eine nachhaltige und integrierte Stadtentwicklung.

Zudem ist die New Urban Agenda ein wesentlicher Baustein für die Umsetzung der UN-Nachhaltigkeitsziele „Sustainable Development Goals“ (SDGs) (insbesondere SDG 11 inclusive and resilient cities). Sie folgt mit ihren Forderungen einer energiesparenden und erneuerbare Energien fördernden Stadtentwicklung den Beschlüssen der UN-Klimakonferenz COP 21 in Paris. Die Forschung zu nachhaltigen urbanen Regionen stärkt die Problemlösungskompetenz in Deutschland und in den Partnerländern sowie die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Forschungseinrichtungen und Unternehmen.

Urbane Kulisse einer tropischen Großstadt

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