Mit der Hightech-Strategie die Kräfte für mehr Wettbewerbsfähigkeit und Lebensqualität bündeln

Umweltfreundliche Energie, eine gute Gesundheitsversorgung, intelligente Mobilität – das sind Beispiele für Forschungsbereiche, die die Bundesregierung mit ihrer Hightech-Strategie besonders unterstützt. Gute Ideen aus der Wissenschaft sollen möglichst schnell beim Menschen ankommen, etwa in Form neuer Produkte oder Dienstleistungen.

Die Hightech-Strategie (HTS) bündelt zu Beginn jeder Legislaturperiode ressortübergreifend die Förderung von FuI. Sie fokussiert die forschungs- und innovationspolitischen Aktivitäten der Bundesregierung auf prioritäre Handlungsfelder und gesellschaftlich vorrangige Themen. Seit 2006 trägt sie maßgeblich dazu bei, die Position Deutschlands im globalen Wettbewerb zu stärken und ein Umfeld zu schaffen, das die Umsetzung von Ideen in marktfähige Produkte und Dienstleitungen befördert.

Der übergreifende strategische Ansatz der HTS gilt national wie international als Erfolgsbeispiel. So folgen Rahmenprogramme wie Horizont 2020 einem ähnlichen Ansatz. Auch die EFI hat wiederholt bestätigt, dass die HTS ein gutes Modell der Governance eines Forschungs- und Innovationssystems ist. Die Erfolge der vergangenen Jahre zeigen: Investitionen in FuI zahlen sich aus. Die Bundesregierung hat die Ausgaben für FuE in den letzten zehn Jahren um 68 % auf 15,6 Mrd. Euro im Jahr 2016 angehoben. Gemeinsam mit der Wirtschaft wurde das Ziel der Strategie Europa 2020, 3 % des BIP in FuE zu investieren, nahezu erreicht. Damit sind Bildung, Wissenschaft und Forschung konsequent gestärkt worden.

Heute ist Deutschland als hochattraktiver Forschungs- und Innovationsstandort gut aufgestellt. Das bestätigt auch die EFI. Zahlreiche Indikatoren belegen diese positive Entwicklung:

  • Im Jahr 2016 wurden gesamtwirtschaftlich insgesamt 92,2 Mrd. Euro für die Durchführung von FuE ausgegeben. Weltweit zählt Deutschland zu den zehn forschungsintensivsten Volkswirtschaften.
  • Der Anteil der FuE-Ausgaben in Deutschland lag mit fast 3 % am BIP im Jahr 2016 über dem Wert der USA und weit über dem Durchschnitt der EU. Die durchschnittliche FuE-Intensität der EU-28-Länder betrug im Jahr 2016 nach aktueller Schätzung 2,03 %. Innerhalb der EU erreichten nur Schweden und Österreich eine höhere FuE-Intensität als Deutschland.
  • Die Zahl der in FuE Beschäftigten ist in den vergangenen Jahren stark angestiegen. In Deutschland waren im Jahr 2016 mehr als 650.000 Personen (Vollzeitäquivalente) in FuE beschäftigt. Im Jahr 2015 waren mehr als 43.000 ausländische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an deutschen Hochschulen tätig.
  • Die Innovationsausgaben deutscher Unternehmen beliefen sich 2016 auf 158,8 Mrd. Euro. Über drei Viertel entfielen auf die Industrie. Im Vorjahresvergleich stiegen die Innovationsausgaben insgesamt um 2 %. Im europäischen Vergleich wird in keinem anderen Land für Innovationen so viel ausgegeben wie in Deutschland. Der Anstieg der Innovationsausgaben wurde dabei nicht nur von Großunternehmen, sondern auch von den kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) getragen. Im Jahr 2016 gaben KMU mit weniger als 500 Beschäftigten über 36 Mrd. Euro für Innovationsaktivitäten aus.
  • Die deutsche Wirtschaft erreichte im Jahr 2016 mit Produktinnovationen einen Umsatz von 719 Mrd. Euro – etwa 3 % mehr als im Jahr zuvor.
  • Die Anzahl wissenschaftlicher Veröffentlichungen aus Deutschland hat sich in den letzten Jahren kontinuierlich erhöht. Und die OECD-Exzellenzrate, die angibt, welcher Anteil der eigenen wissenschaftlichen Veröffentlichungen zu den meistzitierten Publikationen weltweit gehört, verbesserte sich zwischen 2006 und 2016 von 11,2 % auf 12,2 %.
  • Im Jahr 2015 gab es 371 weltmarktrelevante Patente aus Deutschland pro Million Einwohnerinnen und Einwohner. Im Vergleich zu den USA verfügt Deutschland damit über einen fast doppelt so hohen Anteil angemeldeter weltmarktrelevanter Patente in Relation zur Bevölkerung.

Im Sinne eines breiten Innovationsverständnisses unterstützt die Bundesregierung in der HTS technologische und nicht-technische Innovationen, also auch soziale und gesellschaftliche Innovationen, sowie neue Geschäftsmodelle und Prozessinnovationen. Neben sozialen Innovationen steht die gesellschaftliche Beteiligung bei der Weiterentwicklung und Umsetzung der HTS stark im Fokus. Digitale Technologien eröffnen neue Möglichkeiten und setzen neue Maßstäbe im gesellschaftspolitischen Dialog. Die Bundesregierung führt die Tradition des Dialogs in der Forschungs- und Innovationspolitik fort und baut sie mit neuen partizipativen Formaten konsequent aus.