­Innovationsdynamik in der Wirtschaft

Kleine und mittlere Unternehmen gehören in vielen Bereichen zu den Vorreitern des technologischen Fortschritts, doch fehlt es ihnen – anders als Großunternehmen – häufig an Geld für eigene Forschung. Für sie hat die Bundesregierung besondere Förderprogramme entwickelt, etwa "KMU-innovativ" oder das "Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand".

Die staatliche Forschungs- und Innovationsförderung ist im besonderen Maße darauf gerichtet, den Kreis innovativer, wachstumsstarker kleiner und mittlerer Unternehmen zu erweitern. Die Innovationskraft der deutschen Wirtschaft wird durch leistungsfähige und kreative Unternehmen gestärkt. Es gilt, Innovationspotenziale vor allem im Mittelstand und im Handwerk, bei technologieorientierten Ausgründungen sowie in strukturschwachen Regionen zu heben.

Unternehmen, insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU), werden in Deutschland durch ein effektives System der Forschungs- und Innovationsförderung unterstützt. Dies geschieht aufseiten des BMWi durch die Bündelung von vier Programmen unter dem Leitsatz Von der Idee zum Markterfolg sowie aufseiten des BMBF über das Zehn-Punkte-Programm Vorfahrt für den Mittelstand. Darüber hinaus wird der Mittelstand mit technologiespezifischen Programmen gezielt angesprochen.

Die Innovationsdynamik einer Volkswirtschaft wird maßgeblich durch Unternehmensgründungen beeinflusst. Gründungen in forschungs- und wissensintensiven Sektoren tragen überdurchschnittlich zu Wachstum und Beschäftigung bei, sind aber zu Beginn häufig unterfinanziert. Die Programme EXIST, INVEST, GO-Bio, Gründerwettbewerb Digitale Innovationen sowie der High-Tech Gründerfonds und coparion fördern die Entfaltung einer neuen Gründungsdynamik vor allem in den Frühphasen neuer technologischer Entwicklungen und stärken Deutschland als wettbewerbsfähigen Standort für Wagniskapital. Mit dem 2017 verabschiedeten Fünf-Punkte-Programm Mehr Chancen für Gründungen wird das BMBF seine Gründungsförderung schrittweise ausbauen.

In strukturschwachen Regionen sind Innovationspotenziale zu erschließen, um dort die Innovationskraft, das Wirtschaftswachstum und die Beschäftigung zu stärken. Im vom Bundeskabinett im September 2017 verabschiedeten „Fortschrittsbericht der Bundesregierung zur Weiterentwicklung eines gesamtdeutschen Fördersystems für strukturschwache Regionen ab 2020“ ist die Innovationsförderung als ein zentraler Bestandteil des neuen Fördersystems benannt. Die Innovationsinitiative für die Neuen Länder – Unternehmen Region fördert die Herausbildung international wettbewerbsfähiger Kompetenzstandorte mit hoher Innovationsdynamik in mehreren erfolgreichen Programmformaten. Mit dem Rahmenkonzept Innovation & Strukturwandel wird der Förderansatz – spätestens ab 2020 bundesweit – weiterentwickelt. Die Regionalförderung der Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur hilft strukturschwachen Regionen in Ost und West, technologie- und investitionspolitische Ziele zu erreichen.