Hochschulpakt 2020

Mit dem im Sommer 2007 beschlossenen Hochschulpakt 2020 und seiner weiteren Fortsetzung mit Beschluss der Regierungschefinnen und -chefs am 11. Dezember 2014 schaffen Bund und Länder die Voraussetzungen für ein ausreichendes und bedarfsgerechtes Studienangebot. Der Hochschulpakt leistet gemeinsam mit anderen Aktivitäten von Bund und Ländern vor allem für die langfristige Fachkräfteentwicklung in Deutschland einen wesentlichen Beitrag. Der Hochschulpakt 2020 stützt sich auf drei Säulen:

  • Programm zur Aufnahme zusätzlicher Studienanfänger,
  • DFG-Programmpauschale,
  • Qualitätspakt Lehre.

Das Programm zur Aufnahme zusätzlicher Studienanfänger stellt sicher, dass auch bei steigenden Studienanfängerzahlen alle Studierwilligen ein Hochschulstudium aufnehmen können. Der Qualitätspakt Lehre trägt zur Verbesserung der Studienbedingungen und der Lehrqualität bei. Während sich das Programm zur Aufnahme zusätzlicher Studienanfängerinnen und Studienanfänger und der Qualitätspakt Lehre des Hochschulpakts auf Studium und Lehre konzentrieren, zielt die DFG-Programmpauschale auf die Stärkung der Forschung an Hochschulen. Seit 2007 wurde für die indirekten, zusätzlichen und variablen Projektausgaben in DFG-Forschungsvorhaben eine Programmpauschale in Höhe von 20 % der Projektmittel bereitgestellt. Bis zum Jahr 2015 stellte die Bundesregierung ein Gesamtvolumen von etwa 2,3 Mrd. Euro als Sonderfinanzierung an die DFG zur Verfügung. Für alle ab dem 1. Januar 2016 neu bewilligten Projekte beträgt die Programmpauschale 22 % der von der DFG bewilligten und verausgabten direkten Projektmittel. Der daraus entstehende Mehrbedarf wird von den Ländern nach dem Königsteiner Schlüssel getragen.

Für den Hochschulpakt 2020 werden – vorbehaltlich der Mittelbereitstellung durch die gesetzgebenden Körperschaften – über die Gesamtlaufzeit von 2007 bis 2023 vom Bund insgesamt 20,2 Mrd. Euro und von den Ländern 18,3 Mrd. Euro bereitgestellt.