Hamburg

Das Wissenschaftssystem in Hamburg

Das Wissenschaftssystem in Hamburg ist in den letzten Jahren durch eine besondere Dynamik gekennzeichnet, die sich weiter fortsetzen wird. Dafür hat der Senat der Freien und Hansestadt Hamburg (FHH) den Bereich MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) an den Hamburger Hochschulen und die Geistes- und Sozialwissenschaften an der Universität Hamburg durch den Wissenschaftsrat (WR) begutachten lassen. In Umsetzung der WR-Empfehlungen wurden u. a. ein MINT-Forschungsrat zur Weiterentwicklung der MINT-Bereiche sowie eine hochschulübergreifende Informatikplattform mit ca. 100 Informatikprofessuren (davon 35 neue Professuren) etabliert. Darüber hinaus investiert die FHH bis 2020 40 Mio. Euro zusätzlich in die Exzellenzförderung und Unterstützung der Hamburger Initiativen in der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder. Im Folgenden werden die Forschungsschwerpunkte in Hamburg vorgestellt.

Naturwissenschaftliche Strukturforschung auf dem Forschungscampus Bahrenfeld: Auf dem Forschungscampus besteht ein weltweit einzigartiges Strukturforschungszentrum, in dem zahlreiche universitäre und außeruniversitäre Partner kooperieren. Auf der Basis einer langjährigen Zusammenarbeit der Universität Hamburg mit dem Deutschen Elektronen Synchrotron (DESY) bietet der Standort Forschungsinfrastrukturen mit einem einzigartig breiten Spektrum an Lichtquellen, die in ihrer Kombination weltweit führend sind. Während die Freie-Elektronen-Laser FLASH/FLASH II hochintensive ultrakurze Lichtblitze im vakuumultra-violetten Bereich sowie im weichen Röntgenbereich liefern, ist PETRA III die derzeit brillanteste Speicherring-Röntgenstrahlungsquelle weltweit. Im September 2017 wurde nun auch der Europäische Freie-Elektronen-Laser EU XFEL, eine 3,4 km lange Forschungsanlage der Superlative, offiziell in Betrieb genommen.

Das 2012 gegründete Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD) erforscht dynamische Phänomene in Materie auf elektronischer, atomarer und molekularer Ebene. Im Januar 2017 wurde mit dem Bau des neuen Institutsgebäudes begonnen, dessen Kosten auf 37 Mio. Euro veranschlagt sind. Das MPSD ist aus dem Center for Free-Electron Laser Science (CFEL) hervorgegangen, welches im Rahmen einer Kooperation von DESY, der Max-Planck-Gesellschaft und der Universität Hamburg u. a. die neuen Möglichkeiten der Strahlungsquellen für die Erforschung struktureller Änderungen von Atomen, Molekülen und kondensierter Materie erforscht. Für die Unterbringung des CFEL wurde ein 50 Mio. Euro teurer Neubau auf dem Campus errichtet.

Im Zentrum für Struktur- und Systembiologie (CSSB) werden die hochaktuellen Forschungsfelder Strukturbiologie und Systembiologie mit Fokus auf die Infektionskrankheiten gebündelt und die Großgeräte am DESY gezielt für die Lebenswissenschaften genutzt. Dabei stellt die Kombination der Disziplinen Physik, Chemie, Biologie und Medizin sowie die Zusammenarbeit von Helmholtz- und Leibniz-Einrichtungen, von Hochschulen und Universitätskliniken ein Alleinstellungsmerkmal für die biomedizinische Grundlagenforschung dar. Der im Juni 2017 eingeweihte, für 52 Mio. Euro errichtete Forschungsbau wird gemeinsam von Bund, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein getragen. Zur Erfolgsgeschichte des Campusausbaus in Bahrenfeld gehört auch die Eröffnung des 61 Mio. Euro teuren Forschungsneubaus Center for Hybrid Nanostructures (CHYN) im Juli 2017, ein Zentrum zur interdisziplinären Erforschung von Nanostrukturen.

Im Jahr 2012 waren die Universität Hamburg, das DESY und weitere Partner mit dem Hamburg Center for Ultrafast Imaging (CUI) in der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder erfolgreich. Die im CUI vereinten Partner in Kooperation mit den o. g. neu gegründeten Forschungseinrichtungen und den neuartigen Forschungsinfrastrukturen sind hervorragend aufgestellt für die Nachfolge der Exzellenzinitiative.

Klimaforschung am KlimaCampus Hamburg: Die Universität Hamburg mit dem Centrum für Erdsystemforschung und Nachhaltigkeit, das Max-Planck-Institut für Meteorologie, das Deutsche Klimarechenzentrum (DKRZ) und das Helmholtz-Zentrum Geesthacht (HZG) arbeiten in einem zukunftsweisenden Verbund der Klimaforschung, in dem der Exzellenzcluster Integrated Climate System Analysis and Prediction (CliSAP) eine zentrale Rolle spielt. Weitere wissenschaftliche Kompetenzen in der Klima-, Klimafolgen- und Klimaanpassungsforschung gibt es an der HafenCity Universität Hamburg, der Technischen Universität Hamburg-Harburg, dem Climate Service Center Germany (GERICS) und in Bundesinstitutionen wie dem Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie, dem Seewetteramt des Deutschen Wetterdienstes und der Bundesanstalt für Wasserbau. Diese Einrichtungen haben ihre Kompetenzen als gleichberechtigte Partner im Netzwerk KlimaCampus Hamburg gebündelt.

Am DKRZ ist es gelungen, für die Erdsystemforschung den Dreiklang aus geeigneter Rechnerinfrastruktur, passgenauem User-Support und effizienter Datenhaltung auf weltweit konkurrenzfähigem Niveau langfristig zu sichern. Um der Klimaforschung auch baulich Rahmenbedingungen auf Spitzenniveau zur Verfügung zu stellen, entsteht derzeit ein Gebäudekomplex mit 22.000  Nutzfläche für die Klimaforschung und die Geowissenschaften der Universität Hamburg.

Medizin auf dem Campus Eppendorf: Ein weiterer Schwerpunkt der Wissenschaftspolitik in Hamburg ist die Weiterentwicklung des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) als Spitzenstandort der Hochschulmedizin in Deutschland. Die strategische Entwicklung des UKE wird entlang der Empfehlungen des Wissenschaftsrats von 2011 schrittweise in Forschung, Lehre und Klinikum umgesetzt. Das Universitätsklinikum hat seine Forschungsinhalte und Ziele fokussiert und strukturiert, wofür fünf Forschungszentren stehen. Aktuell ist es dem UKE gelungen, zusammen mit der Tsinghua University Beijing den Transregio-Sonderforschungsbereich 169 „Crossmodales Lernen: Adaptivität, Prädiktion und Interaktion“ einzuwerben.

Das UKE, das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin und das Heinrich-Pette-Institut – Leibniz-Institut für Experimentelle Virologie konnten ihre Beteiligung am Deutschen Zentrum für Infektionsforschung weiter ausbauen, ebenso das UKE seine Beteiligung am Deutschen Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung. Bisher sind rund 20 Mio. Euro an die Hamburger Partnereinrichtungen geflossen.

Die von über 30 Kliniken und Instituten des UKE getragene „Hamburg City Health Study“ ist mit 45.000 beteiligten Hamburgerinnen und Hamburgern die größte lokale Gesundheitsstudie der Welt. Einmalig ist u. a.. das Ziel, genetische Daten zusammen mit klinischen Daten, Ultraschall- und MRT-Bildern und Umweltfaktoren auszuwerten.

Mit der Inbetriebnahme der neuen Kinderklinik im Herbst 2017 für rund 70 Mio. Euro wurde ein Kompetenzzentrum für eine kind- und jugendgerechte Krankenversorgung auf Universitätsniveau geschaffen. Im Frühjahr 2017 hat das UKE mit der Entwicklung eines modernen, integrierten Modellstudiengangs Zahnmedizin („iMED DENT“) begonnen, der von der FHH finanziell gefördert wird und 2019 an den Start gehen soll. Ein Reformziel ist, die Interdisziplinarität von Medizin und Zahnmedizin von Beginn an zu schulen.

Geisteswissenschaften auf dem Campus Eimsbüttel: Die Geisteswissenschaften sind eine Stärke der Universität Hamburg in Forschung und Lehre. Dazu zählt beispielhaft der seit 2011 geförderte Sonderforschungsbereich „Manuskriptkulturen in Asien, Afrika und Europa“, ein erfolgreicher fächerübergreifender Verbund, an dem elf asiatische, afrikanische und europäische Philologien, Kunstgeschichte und historische Musikwissenschaft, Informatik und Materialwissenschaft beteiligt sind. Eine Besonderheit ist auch die Vielfalt an sogenannten kleinen Fächern an der Universität Hamburg. Mit 49 kleinen Fächern und über 80 Professuren zählt die Universität Hamburg neben der LMU München zu den Universitäten mit den meisten kleinen Fächern in Deutschland.

Mit dem GIGA German Institute of Global and Area Studies, dem Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg und dem interdisziplinären Carl Friedrich von Weizsäcker-Zentrum für Naturwissenschaft und Friedensforschung gibt es darüber hinaus international anerkannte Kompetenzen in der Regionalforschung, Globalisierungsforschung, Rüstungskontrolle sowie Friedens- und Sicherheitsforschung, welche einen engen Verbund aus universitärer und außeruniversitärer Forschung bilden. Ergänzt werden diese durch die Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg und das Institut für die Geschichte der deutschen Juden (beides Landesinstitute).

Bereits 2010 wurde an der Universität Hamburg die Akademie der Weltreligionen (AWR) gegründet, die sich mit theologischen Ansätzen der Religionen unter Schwerpunktsetzung auf Islam, Judentum, Buddhismus und Alevitentum beschäftigt und eine Stätte des interreligiösen Dialogs ist. 2014 wurde an der AWR die weltweit erste (Junior-)Professur „Alevitentum und Dialog“ eingerichtet, im Jahr 2016 eine Juniorprofessur „Islamische Theologie/Islamisches Recht“.

Die Fraunhofer-Strategie der FHH: Seit dem Beitritt Hamburgs zur überregionalen Förderung der Fraunhofer-Gesellschaft zum 1. Januar 2015 wird sukzessive der Ausbau bereits vorhandener und der Aufbau neuer Fraunhofer-Einheiten betrieben.

Für das Fraunhofer-Center für Maritime Logistik und Dienstleistungen an der Technischen Universität Hamburg-Harburg werden mit einem Neubau im Harburger Binnenhafen die räumlichen Voraussetzungen für ein dynamisches Wachstum geschaffen. Mit dem Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik IWES ist die Ansiedlung einer neuen Abteilung in Hamburg-Bergedorf vereinbart. Hamburg lässt zu diesem Zweck die räumliche Infrastruktur für einen Großprüfstand für Blattlager von Multi-Megawatt-Windenergieanlagen errichten, der 2018 in Betrieb gehen soll. Der Screening Port des Fraunhofer-Instituts für Molekularbiologie und Angewandte Oekologie IME (Standort Aachen) hat sich erfolgreich etabliert, und es werden Möglichkeiten für einen weiteren Ausbau geprüft. Darüber hinaus plant der Senat der FHH, die Fraunhofer-Aktivitäten am Standort in den Themenbereichen 3D-Druck und Nanotechnologie ab 2018 weiter auszubauen.
 

Dieses Bild zeigt Standorte der Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Hamburg

* Die Anzahl der Standorte der Hochschulen und Forschungseinrichtungen umfasst neben den Hauptstandorten auch die weiteren im Bundesland vorhandenen Standorte, z. B. Nebenstandorte einer außeruniversitären Forschungseinrichtung.
Datenbasis: Hochschulen – Hochschulrektorenkonferenz Stand 01/2018; Außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sowie Bundes- und Landeseinrichtungen mit FuE-Aufgaben – Eigenangaben der Einrichtungen und Länder. Geobasisdaten: © EuroGeographics bezüglich der Verwaltungsgrenzen.

BMBF

Innovationspolitik mit Technologie-, Gründer- und Netzwerkförderung

Die Innovationspolitik des Senats stützt sich auf die gemeinsam von der Hamburger Politik mit Wirtschaft und Wissenschaft betriebene InnovationsAllianz für Hamburg. Ziel dieser Initiative ist es, die Rahmenbedingungen für Innovationen zu verbessern und Hamburg mit seiner Metropolregion bis zum Jahr 2020 zu einer der führenden Innovationsregionen in Europa zu entwickeln.

Die Basis der Strategie bilden die Hamburger Cluster in den Bereichen Life Sciences, Logistik, Luftfahrt, Medien & IT, erneuerbare Energien, Gesundheitswirtschaft, Kreativwirtschaft sowie maritime Wirtschaft, die als Spezialisierungsfelder im Sinne einer Smart Specialisation Strategy agieren.

Hamburg ist der drittgrößte Standort der zivilen Luftfahrtindustrie weltweit. Dessen Zukunftsfähigkeit hängt von der Entwicklung innovativer Industrieprodukte und -prozesse ab. Mit dem TechCenter des Zentrums für Angewandte Luftfahrtforschung (ZAL), getragen von Industrie, KMU, DLR, Hochschulen und FHH, wurde bereits eine gemeinsame Luftfahrt-Forschungsplattform geschaffen. Die FHH hat sich aus diesem Grund dafür eingesetzt, dass Hamburg DLR-Sitzland wird und mit den Themenbereichen „Systemarchitekturen in der Luftfahrt“ und „Wartungs- und Reparaturkonzepte“ im ZAL-TechCenter eine zukunftsweisende Forschungsinfrastruktur etabliert wird, deren Institute 2017 ihre Arbeit aufnahmen.

Unter dem Dach der InnovationsAllianz Hamburg ist eine Initiative gegründet worden, die sukzessive ein Netz von Forschungs- und Innovationsparks (F&I-Parks) etablieren soll. Bei F&I-Parks handelt es sich um Einrichtungen und Gewerbeflächen für den Technologie- bzw. Wissenstransfer, in denen Wirtschaft und Wissenschaft anwendungsorientiert forschen und entwickeln. Aktuelle Beispiele sind das Technologiezentrum EnergieCampus Bergedorf, das Innovationszentrum (Inkubator) Bahrenfeld und der InnovationsCampus for Green Technologies Harburg, der Anfang 2017 eröffnet wurde.

Zur Gründungsförderung soll eine Gründungsplattform geschaffen werden, mit der neue Impulse für wissensbasierte Gründungen aus dem Umfeld von Hochschulen bzw. von Spin-off-Gründungen erreicht werden sollen. Dazu wurde ein Konzept entwickelt, das unterschiedliche gründungsrelevante Themenfelder wie z. B. unternehmerische Motivation, Technologie- und Ideen-Scouting, Vernetzung und Finanzierungsmöglichkeiten aufgreift.

Folgende weitere Maßnahmen zur Innovationsförderung wurden aufgelegt:

  • 2013 wurde die Hamburgische Investitions- und Förderbank (IFB Hamburg) als zentrales Förderinstitut der FHH gegründet. Ziel der IFB Hamburg ist es u. a., das wirtschaftsfreundliche Umfeld Hamburgs weiter zu stärken sowie etablierte und neue Unternehmen langfristig von der Hansestadt als zentralem Innovations- und Wirtschaftsstandort zu überzeugen und zu fördern.
  • Das Programm für Innovation (PROFI) der IFB fördert Vorhaben der industriellen Forschung und der experimentellen Entwicklung mit bis zu 500.000 Euro pro Projekt. Damit sollen die Unternehmen mehr und schneller wirtschaftliche Produkt- und Prozessinnovationen entwickeln und die FuE-Netzwerke zwischen Unternehmen sowie zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen gestärkt werden.
  • Der Innovationsstarter Fonds Hamburg ist ein Beteiligungsfonds, der jungen, innovativen und kapitalintensiven Unternehmen in der Gründungsfrühphase eine Förderung von bis zu 1 Mio. Euro je Beteiligung ermöglicht. Aussichtsreichen innovativen Unternehmen soll damit das in der Frühphase dringend benötigte Eigenkapital zur Verfügung gestellt werden.
  • Als Ergänzung zum Beteiligungsfonds wurde 2013 das Förderprogramm InnoRampUp aufgelegt. Gefördert werden innovative Existenzgründungen und junge Unternehmen in der Pre-Seed- und Seed-Phase mit bis zu 150.000 Euro pro Vorhaben.
  • Die Innovations Kontakt Stelle (IKS) Hamburg sorgt dafür, dass Hamburger Unternehmen Zugang zu Hochschulen und Wissenschaft haben. Dazu kooperiert die IKS eng mit den weiteren Hamburger Transfereinrichtungen. In der Bund-Länder-Initiative Innovative Hochschule konnte sich die Hochschule für Musik und Theater Hamburg (HfMT) mit dem Vorhaben „Alphi Stage_2.0: Alsterphilharmonie. Die Bühne als Ort des künstlerischen Wissenstransfers und der gesellschaftlichen Teilhabe“ als bundesweit einzige künstlerische Hochschule durchsetzen. In dem mit über 7,5 Mio. Euro geförderten Projekt will die HfMT neue, innovative Methoden des Wissenstransfers umsetzen und einen Beitrag zur Innovation von Musik und Theater in der Praxis leisten.

Internationale Zusammenarbeit (einschließlich EU)

Eine internationale Ausrichtung der Wissenschaftseinrichtungen und der systematische Ausbau internationaler Wissenschaftskooperationen sind für Hamburg ein wichtiges strategisches Ziel. Im breiten Spektrum der internationalen Zusammenarbeit lassen sich in Hamburg drei Schwerpunkte nennen:

  • der regional fokussierte Ausbau und die Intensivierung der Kooperation zwischen Hamburg, Norddeutschland und Nordeuropa, mit Schwerpunkt auf der Ostseeregion;
  • die internationale Kooperation auf Basis der in Hamburg vorhandenen einzigartigen Forschungsinfrastruktur, die eine wesentliche Grundlage für bestehende und zukünftige regionale und internationale Forschungsverbünde bietet;
  • die Unterstützung der Wissenschaftseinrichtungen bei der Einwerbung von EU-Forschungsfördermitteln und die aktive Ausgestaltung des nächsten EU-Forschungs- und Innovationsprogramms.

Der Ostseeraum ist heute eine der wettbewerbsstärksten Wissensregionen der Welt mit einer exzellenten Hochschul- und Forschungsinfrastruktur in unmittelbarer Nähe zur Metropolregion Hamburg. Diesen Standortvorteil hat Hamburg genutzt und als Leadpartner das INTERREG-Projekt „Baltic Science Network“ (Laufzeit bis 2019, Fördervolumen 3 Mio. Euro) eingeworben. An diesem wissenschaftspolitischen Netzwerk sind mehr als 20 Partner beteiligt: Wissenschaftsministerien der EU-Ostseeanrainerstaaten, weitere wissenschaftspolitisch relevante Organisationen sowie der Ostseerat. Ziel des Netzwerks ist es, durch eine bessere Abstimmung von Forschungs- und Innovationsstrategien im Ostseeraum die transnationale Zusammenarbeit im Wissenschaftsbereich zu intensivieren.

Durch die erfolgreiche Umsetzung eines der größten und ambitioniertesten Forschungsprojekte des Europäischen Strategieforums für Forschungsinfrastrukturen (ESFRI) ist am 1. September 2017 der größte Röntgenlaser der Welt – European XFEL – in der Metropolregion Hamburg offiziell in Betrieb gegangen (Gesamtumfang rund 1,22 Mrd. Euro, Preisniveau 2005). Darüber hinaus steht der Wissenschaft in Nordeuropa an den Standorten Hamburg, Berlin und Lund mit BER II (bis Ende 2019), PETRA III, BESSY II, FLASH und MaxLab IV (2016 eingeweiht) eine weltweit einzigartige Kombination an Großforschungsinfrastrukturen für die Forschung mit Photonen- und Synchrotronstrahlung zur Verfügung.