Bremen

Das Wissenschaftssystem in Bremen

Das Wissenschaftssystem des Landes Bremen ist geprägt durch die Universität Bremen und 19 außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, die private Jacobs University Bremen, drei Fachhochschulen, die Hochschule für Künste und die Hochschule für öffentliche Verwaltung.

Die bremischen Hochschulen verfügen über eine große Fächervielfalt und haben ein breites Spektrum an Bachelor- und Masterstudiengängen in den Natur- und Ingenieurwissenschaften, in den Geistes-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften sowie in den künstlerischen Fächern eingerichtet. Die Umstellung auf die gestuften Studienstrukturen ist vollständig vollzogen. Alle Bachelor- und Masterstudiengänge sind akkreditiert.

An den bremischen Hochschulen sind nach den aktuellen Daten des Statistischen Bundesamts zum Wintersemester 2016/2017 insgesamt 36.228 Studierende immatrikuliert, davon 17.388 Studierende weiblichen Geschlechts (Anteil 47,9 %). Die Zahl der jährlichen Studienanfängerinnen und Studienanfänger ist weiterhin sehr hoch. Bremen beteiligt sich damit aktiv an der Umsetzung des Hochschulpakts 2020 des Bundes und der Länder und leistet einen überproportionalen Beitrag zur Ausbildung von Studierenden.

Zentrales Ziel der Bremer Hochschulen im Bereich von Lehre und Studium ist es, der sehr hohen Zahl von Studierenden ein qualitativ hochwertiges Studium zu ermöglichen, die Qualität der Lehre weiter zu verbessern und den Studienerfolg zu erhöhen. Dabei müssen sich die Hochschulen auf die zunehmende Heterogenität und Vielfalt der Studierendenschaft einstellen, auf unterschiedliche Zugangsvoraussetzungen und divergierende Lern- und Lebenssituationen der Studierenden sowie auf die sich daraus ergebenden Anforderungen an die Gestaltung und Organisation der Studienangebote. Ziel der Universität Bremen ist zudem ihre Weiterentwicklung zur international sichtbaren Forschungsuniversität und die Sicherung, Stärkung und Verbreiterung exzellenter wissenschaftlicher Leistungen in Forschung und Lehre.

Die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ist eine wesentliche Voraussetzung für die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit des Wissenschafts- und Innovationsstandorts Bremen. Die Bremer Hochschulen ergreifen zahlreiche Maßnahmen, um Hochschulabsolventinnen und Hochschulabsolventen als qualifizierte Fachkräfte im Land zu halten und „neue Köpfe“ ins Land zu holen. Auf diese Weise soll das Potenzial für den wissenschaftlichen Nachwuchs gewonnen werden.

Ein wichtiges Instrument der Nachwuchsförderung ist die strukturierte Doktorandenausbildung in Form von Graduiertenkollegs, Graduiertenschulen und speziellen Promotionsprogrammen. Die Universität Bremen hat insbesondere in den profilbildenden Schwerpunkten strukturierte Doktorandenprogramme eingerichtet und verfügt aktuell über 18 Graduiertenschulen, darunter zwei im Rahmen der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder geförderte Graduiertenschulen, sechs DFG-Graduiertenkollegs und zehn weitere überwiegend drittmittelgeförderte Graduiertenschulen. Diese strukturierten Promotionsprogramme werden zum Teil auch in Kooperation mit anderen Universitäten und mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen eingerichtet.

Als äußerst erfolgreiches Instrument der wissenschaftlichen Nachwuchsförderung in der sogenannten Postdoc-Phase hat sich in Bremen das Modell der Juniorprofessur etabliert. Bisher war in der Regel ein kompetitiver Tenure Track vorgesehen, nach erfolgter Novellierung des Bremischen Hochschulgesetzes im Jahr 2017 wird zukünftig der „echte“ Tenure Track, das heißt die Übernahme auf eine unbefristete Professur nach Durchführung einer qualitätsgesicherten Evaluation, möglich.

Die weitere Entwicklung des Wissenschaftssystems bis 2020 zielt auf eine noch stärkere Vernetzung von außer- und inneruniversitärer Forschung. Im Mittelpunkt steht dabei die Entwicklung von organisationsübergreifenden Strategien und großen Themenfeldern innerhalb der Wissenschaftsschwerpunkte.

Im Land Bremen sind aktuell zwei Institute der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren, drei der Fraunhofer-Gesellschaft, drei der Leibniz-Gemeinschaft, ein Institut der Max-Planck-Gesellschaft sowie die durch die Ländergemeinschaft finanzierte Forschungsstelle Osteuropa angesiedelt. Weiterhin hat sich Bremen als dritter Standort des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) etabliert. 2018 wurde mit dem IWT (Stiftung Institut für Werkstofftechnik) ein weiteres bremisches Landesinstitut in die Leibniz-Gemeinschaft aufgenommen.

Das Land Bremen verfügt darüber hinaus über acht ausschließlich von Bremen grundfinanzierte außerhochschulische Forschungseinrichtungen. Diese Forschungseinrichtungen erzielten im Jahr 2016 ein Drittmittelvolumen von 30,6 Mio. Euro bei einer Grundfinanzierungsquote (Anteil der Grundfinanzierung an den Gesamterträgen) von durchschnittlich 22,6 %. Dazu haben u. a. eine nachhaltige Forschungsplanung, eine zielgerichtete Berufung der Institutsleiterinnen und -leiter, der Abschluss jährlicher Zielvereinbarungen und Qualitätssicherungsmaßnahmen, z. B. durch externe Evaluationen, beigetragen.

Die Forschungsinfrastruktur des Landes wird kontinuierlich ausgebaut. Folgende Beispiele verdeutlichen die Aktivitäten des Landes:

  • weiterer Ausbau einer Plattform zur permanenten Beobachtung des arktischen Meeresbodens am Alfred-Wegener-Institut mit Beginn im Jahr 2015
  • Beteiligung des Alfred-Wegener-Instituts am Neubau des Forschungsschiffes POLARSTERN II, das 2019 in Betrieb gehen soll
  • Neubau eines Technikums am Alfred-Wegener-Institut zur Zusammenführung der Werkstätten und der Geräteentwicklung
  • Planung der Erweiterung des Bohrkernlagers im Programm IODP am MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften
  • Planung der Erweiterung der Büro- und Laborkapazität am MARUM
  • Neubau des Fraunhofer-Instituts für Bildgestützte Medizin MEVIS ab 2017
  • Realisierung eines Erweiterungsbaus am DFKI Bremen für Raumfahrtforschung und terrestrische Anwendungen ab 2017.
Dieses Bild zeigt Standorte der Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Bremen

* Die Anzahl der Standorte der Hochschulen und Forschungseinrichtungen umfasst neben den Hauptstandorten auch die weiteren im Bundesland vorhandenen Standorte, z. B. Nebenstandorte einer außeruniversitären Forschungseinrichtung.
Datenbasis: Hochschulen – Hochschulrektorenkonferenz Stand 01/2018; Außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sowie Bundes- und Landeseinrichtungen mit FuE-Aufgaben – Eigenangaben der Einrichtungen und Länder. Geobasisdaten: © EuroGeographics bezüglich der Verwaltungsgrenzen.

BMBF

Forschungs- und Technologieförderung

In der Forschung haben die Bremer Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen in vielen Bereichen eine sehr hohe Qualität erreicht. Die wissenschaftliche Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit der Universität Bremen wird durch die erfolgreiche Teilnahme an der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder in den Jahren 2007 und 2012 und den Gewinn von zwei Graduiertenschulen und einem Exzellenzcluster in den Meeres- und Sozialwissenschaften und das Zukunftskonzept Ambitioniert und Agil der Universität Bremen dokumentiert. Die Universität Bremen beteiligt sich mit insgesamt fünf Initiativen am Clusterwettbewerb der kommenden Exzellenzstrategie.

Die Drittmittelausgaben der Universität Bremen befinden sich nach einer kontinuierlichen Steigerung im vergangenen Jahrzehnt auf einem konstant hohen Niveau. Sie betrugen im Jahr 2016 gut 97 Mio. Euro, das sind etwa 34 % der Gesamtbudgets. Mit einem Anteil von 50 % der Mittel der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) an den Drittmitteln 2016 gehört die Universität Bremen zu den Aufsteigern bei den DFG-Bewilligungen und sichert sich auch damit ihren Platz als erfolgreiche mittelgroße Universität im Bundesgebiet.

An der Universität Bremen sind neben dem Zukunftskonzept u. a. ein Exzellenzcluster, eine Exzellenzgraduiertenschule, vier nationale und zwei internationale Graduiertenkollegs, drei Sonderforschungsbereiche (SFB), drei SFB/Transregio und drei Schwerpunktprogramme vertreten.

Für mehr exzellente Forschung stellt das Wissenschaftsressort in Ergänzung zu universitätsseitig eingesetzten Dispositions- und Wettbewerbsmitteln Sondermittel in Höhe von bis zu 6 Mio. Euro pro Jahr leistungsorientiert auf der Grundlage von Zielvereinbarungen zur Verfügung.

Den Rahmen für die Technologieförderung bildet das Innovationsprogramm 2020. Es soll die Wettbewerbsfähigkeit der Region nachhaltig stärken und zukunftsfähige Arbeitsplätze sichern und schaffen. Wichtige Aktivitäten des Programms sind der Ausbau von Kooperationen zwischen Wirtschaft und Wissenschaft, die Stärkung des Technologietransfers, die Förderung von Existenzgründungen, der Einsatz angepasster Finanzierungsinstrumente sowie die Unterstützung von Cluster- und Netzwerkstrukturen.

Das Land Bremen besitzt mit der Luft- und Raumfahrt, der Windenergie, der maritimen Wirtschaft bzw. Logistik und der Automobilwirtschaft hervorragende Clusterpotenziale mit großer Bedeutung für die Regionalwirtschaft. Zur gezielten Stärkung und Weiterentwicklung der Innovationscluster wurde von der bremischen Landesregierung, aufbauend auf dem Innovationsprogramm, die Clusterstrategie 2020 entwickelt. Mit einer fokussierten Innovationspolitik sollen die bereits erzielten Erfolge der vergangenen Jahre noch einmal erhöht werden. Das Land Bremen hat sich zum Ziel gesetzt, mit diesen Clustern eine nationale Führungsposition zu sichern oder auszubauen und dabei internationale Sichtbarkeit zu erreichen.

Darüber hinaus werden im Zuge der Innovationsförderung weitere beschäftigungspolitisch relevante Branchen sowie Kompetenzfelder wie Informations­- und Umwelttechnologien, Materialwissenschaften, Automatisierung/Robotik, Kreativwirtschaft und Nahrungsmittelwirtschaft bearbeitet.

Projektbezogene Technologieförderung und Technologietransfer erfolgen in erster Linie mit den bremischen Förderrichtlinien Förderung der Forschung, Entwicklung und Innovation (FEI), dem Programm zur Förderung Anwendungsnaher Umwelttechniken, dem Förderprogramm Angewandte Umweltforschung sowie dem Luft- und Raumfahrtforschungsprogramm.

Ziel der Projektförderung ist, die Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationstätigkeiten der Unternehmen des Landes hinsichtlich der Schaffung und Sicherung zukunftsfähiger Arbeitsplätze sowie der Verbesserung ihrer Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit zu unterstützen. Des Weiteren sollen der Wissens- und Technologietransfer und die Zusammenarbeit der bremischen Unternehmen mit den wissenschaftlichen Einrichtungen des Landes intensiviert und insgesamt die Entwicklung der bremischen Innovationscluster und -felder sowie die Wettbewerbsfähigkeit der Standorte Bremen und Bremerhaven gestärkt werden.

In Kooperationsprojekten regionaler KMU mit den bremischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen werden die Unternehmen bei der Erhöhung ihrer Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit unterstützt. Von diesen Kooperationen profitieren sowohl die Unternehmen als auch die Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Die Innovationsfähigkeit der Unternehmen wird gesteigert und die Möglichkeiten für die Integration neuester Forschungsergebnisse in die Entwicklung innovativer Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen verbessert.

Cluster- und Netzwerkförderung

Bei der Clusterstrategie 2020 stehen Maßnahmen zur Stärkung der regionalen Branchen Luft- und Raumfahrt, der Windenergie, maritimen Wirtschaft und Logistik sowie Automotive im Vordergrund. Die Clustermanagementstrukturen werden kontinuierlich professionalisiert, damit durch effektive Netzwerkaktivitäten die regionalen Partnerschaften zwischen einzelnen Unternehmen und Wissenschaftseinrichtungen sowie deren regionale bis internationale Vernetzung gestärkt werden.

Die Cluster- und Netzwerkaktivitäten des Landes Bremen strahlen auf Norddeutschland sowie die Nordwest-Region aus und schließen die Metropolregion Bremen-Oldenburg ein. Das gilt für die Netzwerke zur Windenergie (WAB Windenergie Agentur e. V.), zur Automobilindustrie (Automotive Nordwest e. V.), zur Luft- und Raumfahrt (AVIABELT Bremen e. V.) sowie zur Gesundheitswirtschaft (Gesundheitswirtschaft Nordwest e. V.).

Die Innovationspolitik des Landes Bremen orientiert sich am strategischen Rahmen der EU-Kommission für intelligentes, nachhaltiges und integriertes Wachstum Europa 2020. Entsprechend soll durch eine Verstärkung der vorhandenen regionalen und überregionalen Standortvorteile und Innovationspotenziale eine deutliche nationale und internationale Wahrnehmung des Standorts Bremen/Bremerhaven erreicht werden.

Ein wesentlicher Ansatz ist in diesem Zusammenhang die Regionale intelligente Spezialisierung – RIS3 (Smart Specialisation Strategy) im Sinne einer Konzentration der Aktivitäten der Länder und Regionen auf regionale Schlüsselprioritäten und Herausforderungen für eine wissensbasierte Regionalentwicklung. Dies beinhaltet u. a. einen unternehmensgetriebenen Strategieansatz, die Unterstützung von branchenübergreifenden Aktivitäten, die Fokussierung auf neue Märkte im Rahmen einer Internationalisierungsstrategie sowie die Vermeidung von Doppelförderungen.

Das Innovationsprogramm 2020 und die daraus abgeleitete Clusterstrategie 2020 für nachhaltiges Wachstum und Beschäftigung sind die bisherigen Antworten auf diese europapolitischen Rahmensetzungen und bilden derzeit den programmatischen Rahmen für die Innovations- und Clusterpolitik des Landes Bremen. Sie bilden somit den Kern der bremischen Strategie zur Regionalen intelligenten Spezialisierung.

Wissens- und Technologietransfer

Die Hochschulen des Landes Bremen haben ihren Wissens- und Technologietransfer weiter gestärkt und professionalisiert. So haben sowohl die Hochschulen als auch die Universität Bremen am Transferaudit des Stifterverbandes teilgenommen. Die Hochschulen nutzen für ihre Transferaktivitäten ein breites Spektrum an Instrumenten und kooperieren mit einer Vielzahl von Partnern aus Wirtschaft und Gesellschaft. Der Transfer in die Region besitzt dabei einen besonderen Stellenwert.

Praxisorientierte Lehre und forschendes Lernen zeichnen das Studium an den Bremer Hochschulen aus. Dies ermöglicht einen wirkungsvollen „Transfer über Köpfe“. Insbesondere in der Region profitieren die Arbeitgeber von den Innovationsimpulsen aus den Hochschulen, die sie über ihre neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhalten.

Die Bremer Hochschulen entwickeln innovative Kooperationsformate im Transfer. Beispiele sind die Uni Bremen Campus GmbH der Universität, unter deren Dach wissenschaftsnahe Dienstleistungen am Markt angeboten werden, und die Veranstaltungsreihe SCIENCE meets BUSINESS der Hochschule Bremerhaven.

Die Universität Bremen, die Hochschulen Bremen und Bremerhaven und die BAB – Förderbank für Bremen und Bremerhaven haben ihre Aktivitäten zur Gründungsunterstützung im Gründungsnetzwerk BRIDGE gebündelt. BRIDGE bietet Studierenden, Alumni sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Hochschulen ein aufeinander abgestimmtes Angebot aus Kursen und Beratung. Besonderes Highlight ist CAMPUSiDEEN, der Wettbewerb für Geschäftsideen, der inzwischen seit 15 Jahren fester Bestandteil der Bremer Gründerszene ist. Neben dem Bundesförderprogramm EXIST bietet auch das Bremer Landesprogramm BRUT den Spin-offs wertvolle Starthilfe. Die Universität Bremen wurde beim Gründungsradar des Stifterverbandes erneut als Hochschule mit Vorbildcharakter ausgezeichnet.

Internationale Zusammenarbeit (einschließlich EU)

Die Internationalisierung von Wissenschaft nimmt an den bremischen Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen einen hohen Stellenwert ein, denn die internationale Zusammenarbeit ist für eine erfolgreiche Wissenschaft und Forschung unverzichtbar. Die Hochschulen und Forschungseinrichtungen des Landes kooperieren mit zahlreichen Partnern weltweit. Alle Hochschulen haben Internationalisierungsstrategien entwickelt oder sind dabei, sie zu entwickeln. Ziel ist es, die im Laufe der Zeit entstandenen vielfältigen Kooperationen in Forschung und Lehre stärker zu profilieren und strategisch zu bündeln.

An den Bremer Hochschulen betrug der Anteil der ausländischen Studienanfänger an allen Studienanfängern im Jahr 2016 insgesamt 20,5 %; bezogen auf die Gesamtzahl der Studierenden betrug der Anteil der Ausländerinnen und Ausländer 14,9 %. Beim wissenschaftlichen Personal liegt der entsprechende Anteil aktuell bei 11,6 %. An fast allen Hochschulen sind International Offices und Willkommenszentren aufgebaut. Die Anzahl internationaler Studiengänge und das Angebot englischsprachiger Lehrveranstaltungen sind deutlich erhöht worden. Mit Einführung der Bachelor- und Masterstudienstrukturen sind zunehmend Mobilitätsfenster eingerichtet worden, die einen Auslandsaufenthalt oder ein Auslandsstudium erleichtern.

Die großen Erfolge der bremischen Hochschulen und außerhochschulischen Forschungseinrichtungen im 7. Forschungsrahmenprogramm (7. FRP, Laufzeit 2007–2013) werden im aktuellen EU-Rahmenprogramm Forschung und Innovation Horizont 2020 fortgesetzt. Seit Beginn der Laufzeit 2014 wurden rund 75 Mio. Euro Projektmittel in 164 Projektbeteiligungen (darunter 21 in koordinierender Funktion) akquiriert (Stand: Mai 2017). Die besondere Forschungsexzellenz zeigt sich auch an den insgesamt 16 vom Europäischen Forschungsrat (ERC) an bremische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vergebenen Stipendien, sogenannten ERC-Grants.