Berlin

Das Wissenschaftssystem in Berlin

In kaum einer anderen Region Europas konzentrieren sich so viele Wissenschaftseinrichtungen wie in Berlin: Vier staatliche Universitäten, die Charité-Universitätsmedizin, drei staatliche Kunsthochschulen, vier staatliche und zwei konfessionelle Fachhochschulen, 29 private Hochschulen und rund 70 öffentlich finanzierte außeruniversitäre Forschungseinrichtungen haben ihren Sitz in der Bundeshauptstadt.

Seit 1997 steuert das Land Berlin seine staatlichen Hochschulen über Hochschulverträge mit mehrjähriger Laufzeit. Seit 2010 setzen sich die Hochschulbudgets aus einer Sockelfinanzierung und einer leistungsbasierten Finanzierung in den Bereichen Lehre, Forschung und Gleichstellung zusammen. Bei der Leistungsmessung wird sowohl nach Fächergruppen als auch nach Hochschularten unterschieden.

Die Bedingungen für Forschung und Lehre in Berlin wurden durch den Hochschulpakt 2020, den Pakt für Forschung und Innovation, die Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder sowie die landeseigene Qualitätsoffensive für die Lehre bzw. die anschließende Qualitäts- und Innovationsoffensive verbessert. Im Jahr 2016 haben die Hochschulen über die Hochschulverträge und die Berliner Qualitätsoffensive für die Lehre Hochschulpaktmittel in Höhe von 160,55 Mio. Euro erhalten. Die neuen Hochschulverträge 2018–2022 bieten längere Laufzeiten, jährliche Mittelaufwüchse um 3,5 % und einen erhöhten Grundbetrag.

An den Berliner Universitäten sind vier Exzellenzcluster und neun Graduiertenschulen ansässig, zudem werden die Zukunftskonzepte der Freien Universität Berlin (FUB) und der Humboldt-Universität zu Berlin (HUB) gefördert. Bis Herbst 2017 standen den Hochschulen zusätzliche Mittel in Höhe von 311 Mio. Euro, davon 77 Mio. Euro vom Land Berlin, im Rahmen der Exzellenzinitiative zur Verfügung. Zudem unterstützt das Land Berlin die Universitäten bei der Antragstellung für das Nachfolgeprogramm Exzellenzstrategie.

Derzeit können die Berliner Universitäten auf 27 Sonderforschungsbereiche und Transregioprojekte, 27 Schwerpunktprojekte, 17 Forschergruppen und eine klinische Forschungsgruppe verweisen. Dazu kommen 24 Graduiertenkollegs, davon fünf internationale. Insgesamt haben die FUB, HUB und TUB im Jahr 2015 beachtliche 389,1 Mio. Euro Drittmittel eingenommen.

Eine wichtige Rolle bei der Förderung der Berliner Spitzenforschung kommt der Einstein Stiftung Berlin zu. Ziel der aus Mitteln des Landes finanzierten Stiftung ist es, exzellente Berliner Forschungsprojekte institutionenübergreifend zu fördern. Mit der Stiftung bündeln Universitäten, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und das Land Kräfte, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Berliner Wissenschaft weiter zu erhöhen.

Die Charité genießt einen internationalen Ruf als herausragende universitäre Forschungseinrichtung der Lebenswissenschaften. Neben der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder und zahlreichen Sonderforschungsbereichen ist sie an drei der sechs nationalen Gesundheitsforschungszentren beteiligt. Ihr Drittmittelaufkommen betrug im Jahr 2016 146,7 Mio. Euro.

Mit der Gründung des Berliner Instituts für Gesundheitsforschung (Berlin Institute of Health) beschreiten die Charité und das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin neue Wege der Kooperation mit dem Ziel, translationale medizinische Forschung auf höchstem Niveau zu betreiben.

Mit dem Deutschen Internet Institut und dem Einstein Center for Digital Future öffnet Berlin zukunftsweisende Horizonte zur Untersuchung des digitalen Wandels.

Aufgrund einer in Europa stetig steigenden Zuwanderung gewinnen Fragen zur Integrations- und Migrationspolitik zunehmend an Bedeutung. Das Berliner Institut für Integrations- und Migrationsforschung setzt hier forschungsbasierte Zeichen und entwickelt neue Perspektiven.

Zur Entwicklung eines zukunftsfähigen Wissenschafts-­ und Wirtschaftsstandorts leisten die außeruniversitären Forschungseinrichtungen einen wichtigen Beitrag. Hierzu zählen drei Großforschungseinrichtungen der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren, vier Institute der Fraunhofer-Gesellschaft, sechs Einrichtungen der Max-Planck-Gesellschaft (einschließlich Archiv), zwölf Einrichtungen der Leibniz-Gemeinschaft sowie eine Reihe von Landes-einrichtungen. Hinzu kommen weitere gemeinsam von Bund und Ländern geförderte Institute sowie Bundeseinrichtungen wie die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung und die Physikalisch-Technische Bundesanstalt.

Die für Berlin typische Nähe von und Interaktion zwischen Natur-, Technik- sowie Geistes- und Sozialwissenschaften schaffen ein günstiges Innovationsklima. Die Bundeshauptstadt bietet hierfür mit ihren Hochschulen, den Kunsthochschulen und außerhochschulischen Einrichtungen wie z. B. dem Wissenschaftskolleg, dem Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung, dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung, der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften sowie den drei geisteswissenschaftlichen Zentren optimale Bedingungen.

Im Wintersemester 2016/2017 waren an den staatlichen Berliner Hochschulen 157.042 Studierende eingeschrieben; 29.662 Studierende haben im Jahr 2016 ein Studium im ersten Hochschulsemester aufgenommen. Die Zahl der Absolventinnen und Absolventen lag im gleichen Jahr bei 26.519. Die bundesweite Zielstellung, 40 % eines Altersjahrgangs durch ein Hochschulstudium auszubilden, wird inzwischen weit übertroffen.

Ein besonderes Augenmerk der Berliner Wissenschaftspolitik gilt der Frauenförderung. Mit einem Frauenanteil an den besetzten Professuren von 31 % positioniert sich Berlin über dem Bundesdurchschnitt; die bundesweite Zielstellung von 20 % Professorinnen hatte Berlin bereits 2005 erreicht. Die bundesweite Zielstellung von 40 % Frauen bei den besetzten Juniorprofessuren wird mit 47 % überschritten.

Die Universitäten haben Dachorganisationen für die strukturierte Ausbildung von Doktorandinnen und Doktoranden geschaffen. So werden in der Dahlem Research School der FUB, der Humboldt-Graduate School und in der Technischen Universität Berlin (TUB) strukturierte Promotionsprogramme und Graduiertenkollegs aus allen Bereichen der Universitäten zusammengefasst und betreut.

Dieses Bild zeigt Standorte der Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Berlin

* Die Anzahl der Standorte der Hochschulen und Forschungseinrichtungen umfasst neben den Hauptstandorten auch die weiteren im Bundesland vorhandenen Standorte, z. B. Nebenstandorte einer außeruniversitären Forschungseinrichtung.
Datenbasis: Hochschulen – Hochschulrektorenkonferenz Stand 01/2018; Außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sowie Bundes- und Landeseinrichtungen mit FuE-Aufgaben – Eigenangaben der Einrichtungen und Länder. Geobasisdaten: © EuroGeographics bezüglich der Verwaltungsgrenzen.

BMBF

Forschungs- und Technologieförderung

Durch die Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie GmbH werden technologieintensive und innovationsstarke Unternehmen in Berlin unterstützt sowie nationale und internationale Technologieunternehmen für den Standort Berlin gewonnen. Ziel der Berliner Technologiepolitik ist es, komplette Wertschöpfungsketten in den Technologiefeldern Life Science und urbane Technologien wie Energie, Umwelt, Mobilität, Optik und Photonik sowie Digitalwirtschaft/Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) abzubilden.

Die Förderinstrumente des Landes zielen auf die Erhöhung der Innovationsfähigkeit der Berliner Wirtschaft und den Wissens- und Technologietransfer. Mit dem Programm zur Förderung von Forschung, Innovationen und Technologien (Pro FIT) werden FuE-Vorhaben von Unternehmen einzeln oder im Verbund mit Wissenschaftseinrichtungen gefördert. Durch die Bereitstellung von Kapital des VC Fonds Technologie Berlin sollen die Finanzierungsbedingungen für technologieorientierte kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in Berlin in der Seed- und Start-up-Phase, die in Clustern sowie den Querschnittsthemen von herausgehobener Bedeutung für den Strukturwandel am Standort tätig sind, verbessert und damit die Innovationsintensität erhöht, die betriebliche Wettbewerbsfähigkeit der KMU und der Strukturwandel nachhaltig unterstützt sowie regionale Kompetenzen gestärkt werden.

Mit dem VC Fonds Kreativwirtschaft II können Beteiligungen für Berliner Unternehmen der Kreativwirtschaft bereitgestellt werden.

Das Personaltransfer-Programm Innovationsassistent ist eine wirksame Komponente der Know-how-Übertragung aus der Wissenschaft in KMU. Durch den projektbezogenen Einsatz von qualifizierten Absolventinnen und Absolventen der Hochschulen und Fachhochschulen können Unternehmen betriebliche Innovationsaufgaben besser lösen.

Das Programm Coaching BONUS deckt die gesamte Bandbreite unternehmerischer Fragestellungen innovativer, technologieorientierter bzw. kreativer KMU ab. Das reicht von Gründungsmodalitäten über Finanzierungsprobleme bis hin zu Marketing- und Vertriebsstrategien. Die Unterstützung im Coachingprozess und die sich daraus ergebende Qualifikation soll die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens nachhaltig stärken. Das Förderprogramm Transfer BONUS unterstützt Auftragsforschung und verfolgt dabei das Ziel, kleinen und mittleren Berliner Unternehmen den Zugang zu den Erkenntnissen von Wissenschaft und Forschung bzw. deren Nutzung zu erleichtern. Seit 2016 stehen für Digitalisierungsprojekte von Berliner KMU erweiterte Fördermöglichkeiten zur Verfügung.

Das Institut für angewandte Forschung (IFAF) bündelt die Forschungskompetenz von vier Berliner Fachhochschulen mit dem Ziel, anwendungsorientierte Kooperationsprojekte zu fördern, welche die Zusammenarbeit und den Wissens- und Technologietransfer mit kleinen und mittleren Unternehmen der Region sowie mit Non-Profit-Organisationen aus der Region stärken. Es fördert insbesondere Verbundprojekte von Hochschulen mit Partnern aus der Region Berlin-Brandenburg. Das IFAF wird in den nächsten Jahren durch eine signifikante Erhöhung seines Projektbudgets weiter gestärkt und ausgeweitet.

Cluster- und Netzwerkförderung

Das Land Berlin unterstützt den Aufbau länderübergreifender Managementstrukturen in den gemeinsam mit Brandenburg definierten Clustern. Für die Begleitung der clusterpolitischen Maßnahmen durch Berlin Partner ist ein Ergebnis- und Wirkungsmonitoring entwickelt worden. Es stellt ein praxisnahes Steuerungsinstrument für Clustermanagements dar und ermöglicht, Wirkungen und Erfolge der Cluster zu identifizieren und sichtbar zu machen.

Technologietransfer und Gründungsförderung

Mit dem Internationalen Schaufenster der Elektromobilität Berlin-Brandenburg wurde der Anspruch der Hauptstadtregion als Referenzstandort für neue Technologien und zukunftsgerichtete Konzepte zur Lösung großer gesellschaftlicher Herausforderungen unterlegt.

Ein weiterer Schwerpunkt von Technologien „made in Berlin“ liegt auf Smart-City-Lösungen und Anwendungen für die digitale Vernetzung.

Der Standort für Wissenschaft, Wirtschaft und Medien in Berlin-Adlershof (WISTA) gehört zu den erfolgreichsten Hochtechnologiestandorten in Deutschland und Europa. Er wurde als „Region of Excellence“ der EU ausgezeichnet.

Der Biomedizinische Forschungscampus Berlin-Buch verbindet Grundlagenforschung, klinische Forschung und Anwendung sowie gewerbliche Verwertung von Forschungsergebnissen. Durch die räumliche Verbindung von Forschungseinrichtungen wie dem Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin und der Charité mit dem gemeinsamen Experimental and Clinical Research Center sowie dem Leibniz-Institut für Molekulare Pharmakologie ist der Campus für Biotechnologiefirmen ein attraktiver Standort. Neue Impulse gehen zudem vom Berliner Institut für Gesundheitsforschung aus. Der BioTechPark mit Gründerzentrum gehört heute zu einem der größten in Europa.

Das 2017 eröffnete Fraunhofer Leistungszentrum Digitale Vernetzung stärkt Berlin als Standort für Forschung zur digitalen Transformation. Hierzu kooperieren die vier Berliner Fraunhofer-Institute FOKUS, IPK, IZM und HHI mit einer Vielzahl von Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Im Mittelpunkt der aus Mitteln des Europäischen Regionalfonds geförderten Transferzentren steht die anwendungsbezogene Forschung in den Bereichen Informations- und Kommunikationstechnologien, Datenverarbeitung und -aufbereitung, Entwicklung und Bereitstellung hochwertiger elektronischer Systeme sowie Produktion und Mikroelektronik.

In den letzten Jahren haben die Berliner Hochschulen ihre Transfer- und Gründungsaktivitäten hochschulspezifisch intensiviert und dabei insbesondere die Beratungs- und Lehrangebote rund um Ausgründungen/Existenzgründungen erweitert.

Das Centre for Entrepreneurship (CfE) der TUB hat mit seinem Konzept zur Gründungsförderung beim Wettbewerb EXIST-Gründungskultur – Die Gründerhochschule des BMWi überzeugt und darf sich seit Juli 2011 Gründerhochschule nennen.

An der FUB hat die zentrale Service-Einrichtung für den Wissens- und Technologietransfer Profund Innovation zu einer deutlichen Professionalisierung des Gründungsgeschehens beigetragen. Die FUB wird seit 2013 gemeinsam mit der Charité – Universitätsmedizin Berlin ebenfalls als Gründerhochschule unterstützt.

Neue Wege geht auch die HUB. Mit ihrer 100%igen Tochtergesellschaft Humboldt-Innovation GmbH (HI) ist sie zusammen mit dem Servicezentrum Forschung (SFZ) Partnerin in allen Gründungsphasen und unterstützt u. a. bei Businessplänen, bei der Vermittlung und Erschließung von Fördergeldern und Anschlussfinanzierungen sowie beim Markteintritt.

Auch die Berliner Fachhochschulen sind sehr aktiv in der Gründungsförderung. Die Gründerwerkstätten sind als Start-up-Inkubator ein großer Erfolg. Die Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin und die Beuth Hochschule für Technik Berlin haben darüber hinaus das Berliner Entrepreneurship Netzwerk von Hochschulen und Unternehmen initiiert. Finanziert wurde das Projekt bis 2017 von der Berliner Wirtschaft. Die Alice Salomon Hochschule Berlin hat ebenfalls die spezifischen Lücken für Existenzgründungen in sozialen und Gesundheitsberufen erkannt und arbeitet an einer stärkeren Vernetzung mit lokalen Initiativen.

Die Ergebnisse dieser Aktivitäten zeigt eine 2016 veröffentlichte Analyse zu Hochschulausgründungen in Berlin. Demnach haben 653 aus neun Hochschulen heraus gegründete Unternehmen im Jahr 2015 rund 22.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt und einen Umsatz von knapp 3 Mrd. Euro ausgewiesen.

Internationale Zusammenarbeit (einschließlich EU)

Internationale Vernetzung und Engagement sind an Berliner Einrichtungen selbstverständlich gelebter Alltag, auch dank der Internationalität der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Die Hochschulen verfügen über ein großes Netzwerk an internationalen Partnerschaften. Die FUB betreibt weltweit sieben Auslandsbüros, die TUB hat im ägyptischen El Gouna eine Campusniederlassung etabliert. Verbundforschungsprojekte mit internationalen Partnern sowie Spitzenpositionen in den Förderrankings der Alexander von Humboldt-Stiftung sowie des Deutschen Akademischen Austauschdienstes belegen die hohe Internationalität des Standorts. Die TUB ist zudem Kernpartnerin in zwei der Knowledge and Innovation Communities (KIC), die vom Europäischen Institut für Innovation und Technologie (EIT) mit jeweils mehr als 80 Mio. Euro gefördert werden. EIT Digital fördert die Marktaufnahme forschungsbasierter digitaler Technologien, Climate-KIC setzt den Fokus auf klimafreundliche Technologien mit großem Innovations- und Marktpotenzial. An den Berliner Hochschulen waren im Jahr 2016 insgesamt 2.366 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem Ausland beschäftigt.

Hervorragende Potenziale bietet Berlin in den Geistes- und Sozialwissenschaften, die auf bestimmte Regionen und Kulturkreise bezogen sind. So gibt es an der HUB ein Zentrum für Großbritannienforschung sowie ein Nordeuropa-Institut, an der FUB ein Zentrum für Frankreich- und Italienforschung sowie das Osteuropa-Institut. Auch in der Nord- und Lateinamerikaforschung sowie in der Afrika- und Asienforschung verfügt Berlin über eine Expertise, die wissenschaftlich, kulturell und politisch von besonderem Wert ist. Dies zeigt sich beispielsweise in der Förderung des BMBF für das neue „Maria Sibylla Merian International Centre for Advanced Studies in the Humanities and Social Sciences“ in Sao Paulo, das von der FUB koordiniert wird. Darüber hinaus kooperieren die Berliner Wissenschaftseinrichtungen, die sich mit Metropolenforschung befassen, mit Großstädten in aller Welt.

Einen weiteren Schwerpunkt bilden die Islamwissenschaften. Das Zentrum Moderner Orient erforscht aus einer multidisziplinären und historisch-vergleichenden Perspektive Entwicklungen in muslimisch geprägten Gesellschaften des Nahen Ostens, Afrikas sowie Zentral-, Süd- und Südostasiens. An der HUB wurde 2017 zudem das Institut für islamische Theologie gegründet. Hier sollen islamisch-theologische Grundlagenforschung betrieben und Fragen muslimischer Gegenwartskulturen bearbeitet werden. Ziel eines Studiums ist die Vermittlung der wissenschaftlichen Grundlagen in islamischer Theologie zur Ausbildung von Imamen sowie die Qualifizierung von Studentinnen und Studenten für das schulische Lehramt.