Automatisiertes und vernetztes Fahren

Das Bild zeigt eine Frau in einem automatisiert fahrenden Auto.

dpa/Sebastian Kahnert

Automatisiertes und vernetztes Fahren (AVF) gilt neben der Elektromobilität als wichtiger Treiber für technische Innovationen im Straßenverkehr. AVF ist eine Basis für neue Dienstleistungen, Wertschöpfung und Sicherung der Beschäftigung. Es hat zudem das Potenzial, nicht nur die Sicherheit und Effizienz des Verkehrs, sondern auch seine Umweltverträglichkeit zu erhöhen. Die Vernetzung von Fahrzeugen untereinander und mit der Infrastruktur wird eine immer größere Bedeutung bekommen. Die damit verbundene Verfügbarkeit und Nutzung von verkehrsbezogenen Daten entwickelt sich zum essenziellen Bestandteil in der automobilen Wertschöpfungskette.

Die Bundesregierung setzt sich dafür ein, optimale Rahmenbedingungen und die erforderlichen Voraussetzungen für die Einführung von Systemen des automatisierten und vernetzten Fahrens zu schaffen. Sie hat dafür die Strategie automatisiertes und vernetztes Fahren – Leitanbieter bleiben, Leitmarkt werden, Regelbetrieb einleiten (Strategie AVF) beschlossen. Die Strategie AVF markiert Leitlinien, um die Wachstums- und Wohlstandschancen der Mobilität der Zukunft im motorisierten Individualverkehr, Güterverkehr und öffentlichen Verkehr zu nutzen.

Durch eine konsequente Umsetzung der Strategie AVF hat sich Deutschland als Vorreiter und internationaler Impulsgeber für das AVF etabliert. Auf deutsche Initiative markieren seit 2015 die Entwicklung und Einführung von AVF-Technologien in Verbindung mit Intelligenten Verkehrssystemen (IVS) wesentliche Schwerpunkte der Zusammenarbeit der G7-Verkehrsminister. In Arbeitsgruppen der UN-Wirtschaftskommission für Europa (UNECE) ist Deutschland wirksam aktiv, um einheitliche internationale Standards in den technischen Bereichen sowie einheitliche grundlegende verhaltensrechtliche Regelungen für das AVF zu schaffen. Auf EU-Ebene wirkt Deutschland maßgeblich bei der inhaltlichen Ausgestaltung der Aktivitäten der Europäischen Kommission beim AVF mit und prägt das in 2017 eingerichtete, hochrangige Dialogforum („High-Level Structural Dialogue“) auf mitgliedstaatlicher Ebene gewichtig.